Sieg trotz Sand im Getriebe

TTVWH-Landesklasse Herren

 

Zum Rückrundenstart gastierte die erste Herrenmannschaft des TTC Rottweil zum wiederholten Male in den letzten Jahren bei den sympathischen wie kampfstarken Hausherren des Turnerbundes aus Metzingen, die mit Hilfe ihrer Zuschauer auch am vergangenen Samstag ihre Halle wieder in ein frenetisches Tollhaus zu verwandeln versuchten.

Nachdem die letzten Begegnungen der Hinrunde schon deutlich machten, dass die Truppe um Kapitän Timo Lehmann erheblich außer Tritt geraten sein möge, stellte die erste Partie nach knapp zweimonatiger Winterpause eine wichtige Standortbestimmung dar. Unglücklicherweise kamen zu den kurzfristigen Absagen Julius Schwickers und Philipp Riegers auch noch die angeschlagenen Herwig Lehnert und Markus Woehrstein hinzu, sodass dieses Auswärtsspiel gegen den Tabellenachten zu einem echten Prüfstein werden sollte. Welch ein Glück für die Reichsstädter, dass im Spätherbst des letzten Jahres mit dem ehemaligen Badenliga-Spieler Sebastian Hirschberg  ein echter Könner seines Fachs  hinzustieß, der auch gleich in seinem ersten Einsatz vollends zu überzeugen wusste.

Gemeinsam mit Doppelpartner Woehrstein wurde nicht nur das gegnerische Einserdoppel ohne Satzverlust abgefertigt, sondern auch Metzingens Spitzenspieler Schmid mit dem gleichen Resultat von der Platte geschickt. Mit seinem variablen Abwehrspiel gelang es ihm trotz eines 0:2-Satzrückstandes auch noch beinahe, den bärenstarken Brodbeck im Entscheidungssatz zu bezwingen, doch Nuancen entschieden schlussendlich, dass das mit Abstand hochklassigste Spiel des Abends hauchdünn an dessen Kontrahenten ging. Sehenswerte Abwehrschlachten und schnelle Gegen-Topspins zogen die zahlreichen Zuschauer in ihren Bann.

gerd müller ttc rottweil

War – genau wie seine Kollegen – schon besser aufgelegt: Spitzenspieler Gerd Müller

Hirschbergs Kollegen zeigten analog zur Vorrunde weiterhin äußerst durchwachsene Leistungen, sodass es trotz einer zwischenzeitlichen 4:1 und 6:2-Führung am Ende noch einmal richtig spannend wurde und der finale Fünfsatz-Krimi von Mannschaftsführer Lehmann – das parallele Schlussdoppel lag ebenfalls auf Messers Schneide – die Entscheidung zum hart umkämpften 9:6-Auswärtserfolg bringen musste. Immerhin vermochte jeder Akteur, sich mindestens einmal in die Siegerliste einzutragen, wobei bei allen Rottweilern, einschließlich des Spitzenspielers Gerd Müller, eklatante Leistungsschwankungen sowie Konzentrationslöcher nicht zu leugnen waren.  Es bleibt für das Lehmann-Oktett also noch jede Menge Arbeit bis zum nächsten Spiel am kommenden Samstag gegen den TSV Dettingen und ihren fast nicht zu bezwingenden ehemaligen Zweitliga-Akteur Peter Skulski.

 

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