Nervenkrimis mit Happy End

Bezirksklasse Herren

TTC Wurmlingen versus TTC Rottweil II   7:9

Voll fokussiert, als es darauf ankam: Manuel Schubnell

Zum Auswärtsspiel in der gleichnamigen, an der Elta gelegenen Halle wurde Rottweils Landesklassen-Reserve von einem in Bestbesetzung antretenden Gastgeber empfangen. Aufgrund des verletzungsbedingt kurzfristigen Ausfalls Michael Angsters und des Fehlens weiterer Spieler, half neben Markus Woehrstein aus der Ersten auch der junge, ansonsten in der Kreisliga A agierende Simon Kienzler aus. Als man sich nach logistischen Problemen auf der Anreise auch noch unter widrigen Umständen an nur einer Platte warm spielen musste, konnte einem durchaus schon schwanen, dass dies an jenem Abend ein schwieriges Unterfangen werden dürfte.  In den Eingangsdoppeln lief die Sache nichtsdestotrotz recht positiv an, sodass man sogar beinahe mit drei Siegen gestartet wäre. Sergej Traub und Philipp Schumpp unterlagen jedoch knapp im Entscheidungssatz, während Woehrstein und Kienzler an der Seite Holger Friedes bzw. Manuel Schubnells die Platte erfolgreich verließen. Im Folgenden gestalteten sich in allen Paarkreuzen ausgeglichen spannende Partien, mit abwechselnden Siegen auf beiden Seiten. Obwohl Philipp Schumpp mit seinem zweiten Einzelerfolg in der Mitte nachlegte, ging das hintere Paarkreuz mit einer 7:6-Führung für die Wurmlinger an die Platten.

Das Siegerbier war fast so groß wie die finale Freude.

Mit dem Rücken zur Wand stehend, spielten die Gäste jedoch ihr bestes Tischtennis. Der clever agierende Schubnell ließ dem erfahrenen Abwehr-Ass Günther Priebe nicht den Hauch einer Chance und auch Youngster Kienzler behielt überlegt agierend trotz zweifachen Satzrückstandes in der Verlängerung des Entscheidungsdurchganges die Nerven – ein Remis schon einmal gesichert. Mit dem fast nicht mehr für möglich gehaltenen Sieg vor Augen war die Extraportion an Motivation ausschlaggebend, dass sich Holger Friede und Markus Woehrstein im gemeinsamen Entscheidungsdoppel, trotz des unglücklich verlorenen zweiten Satzes sowie des indisponiert katastrophalen dritten, noch einmal zusammenrissen. Mit taktischer Disziplin, guter Platzierung und offensiv mutigen Aktionen ließen die beiden fortan ihren Kontrahenten kaum mehr den Hauch einer Chance und sicherten ihrem Team das vielumjubelte Ende des weit über dreistündigen Nervenkrimis.

Verbandsliga Damen

RSV Ermingen versus TTC Rottweil   3:8

TSV Herrlingen III versus TTC Rottweil   7:7 

Beim mit einer Übernachtung verbundenen Auswärtsdoppelspieltag nahe Ulms konnten die akut verletzungsbedingt nur zu dritt anreisenden Rottweilerinnen jedoch zum Trotze beide Male ihre Stärke unter Beweis stellen. Am Samstagabend in Ermingen gelang sogar das Kunststück, dass sowohl Mannschaftsführerin Selin Wehrmann als auch die beiden Topspielerinnen Denise Döttling und Wei-Hsuan Yen in all ihren Einzeln ungeschlagen blieben und zusätzlich noch das Doppel souverän gewannen. Einzig die kampflos gewerteten Spiele, aufgrund einer fehlenden Nummer 4, flossen in die Abrechnung negativ ein.

Am folgenden Sonntagmittag wartete mit der Oberliga-Reserve in Herrlingen jedoch ein etwas schlagkräftigeres Kaliber. Auch hier lief es nichtsdestotrotz von Beginn an reibungslos, sodass man, im Doppel und den Einzeln am Tisch dominant agierend und unbesiegt bleibend, rasch eine 6:2-Führung erspielte. So beeindruckend der Kantersieg Döttlings gegen die gegnerische Nummer 1 anmutete, so bitter war etwas später die ernüchternde Niederlage. Nach einer 2:0-Satzführung meldete sich bei der Rottweiler Spitzenspielerin mal wieder der neuralgische Punkt ihres rechten Armes und sie musste tatsächlich noch hauchdünn die Partie im Entscheidungssatz abgeben. Da sich auch Wehrmann parallel ebenso knapp geschlagen geben musste, entschied diese sicher geglaubte Partie schlussendlich über Sieg oder Remis des ganzen Teams. Yen kam indes aufgrund ihres unangenehm druckvollen Material-Spiels auch in ihrem achten Verbandsliga-Einzel nicht in die Bredouille.

Kreisliga Herren

TG Schömberg II versus TTC Rottweil IV   7:9

Dank eines knappen, jedoch verdienten 9:7-Auswärtssieges bei der Bezirksliga-Reserve aus Schömberg verteidigten die Herren IV ihre Tabellenführung. Von den 9 Gewinnpunkten konnten die Reichsstädter gleich sechs jeweils mit 3:0 für sich entscheiden. Während der 15-jährige Leo Dula und Altmeister Frieder Reichelt im hinteren Paarkreuz ungeschlagen blieben, schaffte Ersatzverstärkung Philipp Baur sogar vorne das gleiche Kunststück und das, obwohl er nunmehr bereits zwei Jahre nicht trainierte. Auch beide Doppel an der Seite Robert Döttlings konnte der Mann des Abends erringen.

Bezirksklasse Jungen U18

TTC Rottweil III versus SG Deisslingen   6:4

TTC Rottweil III versus TTC Sulgen   5:5

Beim in Marschalkenzimmern stattfindenden Doppelspieltag musste die dritte Jugendmannschaft gegen zwei starke und unangenehm zu bespielende Teams antreten. Sowohl bei Lukas Geiger als auch Leon Ernst und Tim Schillings war es ein spielerisches Wechselspiel von Licht und Schatten.

Immer motiviert und kämpfend: Tim Schillings hatte viele starke Momente

Während Geiger 4 Einzel siegreich gestalten konnten, waren es bei seinen beiden Teamkameraden jeweils drei. In der ersten Partie gegen Deisslingen war das souverän gewonnene Doppel noch Schlüssel des Erfolges. Jenes verlor man allerdings gegen Sulgen recht unglücklich. Die Chance eines glatten 3-Satz-Sieges verspielten Geiger/Ernst mit 14:16 im zweiten Satz, sodass im vierten und fünften dem unorthodoxen Noppen-Spiel Sulgens Nummer 1, Fabian Pasc, auch bezüglich der Konzentration nichts mehr entgegenzusetzen war. Dennoch überwog am Ende des Tages die Freude über drei Punkte sowie die Verteidigung der Tabellenspitze der Bezirksklasse U18.

Herren 1 an Tabellenspitze – Jugend gewinnt Landesliga-Lokalderby

Landesklasse Herren

TTC Rottweil versus SV Liptingen   9:1

TTC Rottweil versus TSV Gomaringen   9:4

Nach einem hauchdünnen und schwerlich erkämpften Auftakterfolg in Sondelfingen empfing man am vergangenen Samstag zum Doppelspieltag in heimischen Gefilden zunächst den SV Liptingen. Ohne ihren Spitzenspieler Timo Bausert antretend, war es jedoch eine deutliche Angelegenheit. Einzig die beiden Partien Christoph Neugebauers im vorderen Paarkreuz versprachen wirklich Spannung sowie teils hochklassige Ballwechsel – beide Male mit dem glücklicheren, jedoch auch nicht unverdienten Ende für Rottweils Nummer 1.

Setzte den Schlusspunkt unter einen langen TTag: Timo Lehmann

Im anschließenden Duell wartete jedoch ein etwas anderes Kaliber. Auch wenn die Gäste des TSV Gomaringen ebenso ohne ihren Top-Akteur Jürgen Schankula antraten, merkte man direkt in den Eingangsdoppeln eine erhöhte Intensität. Während Müller/Lehmann 3:0 gewannen, unterlagen Neugebauer/Schwicker mit gleichem Ergebnis. Reichelt/Woehrstein drehten nach taktischer Umstellung noch einen 0:2-Satzrückstand und gewannen schlussendlich verdient. Nachdem direkt im Anschluss Neugebauer und Müller zur 4:1-Führung nachlegen konnten, wendete sich allerdings das Blatt. Sowohl Reichelt, dem nach einer 2:0-Satzführung der lädierte Körper streikte, als auch Lehmann und Woehrstein gaben ihre Spiele nacheinander jeweils im Entscheidungssatz recht unnötig aus der Hand. Insbesondere Letztgenannter führte bereits im vierten Satz deutlich und vergab zudem im fünften 3 Matchbälle, von denen jedoch zwei äußerst unglücklich mit Netz- und Kantenbällen abgewehrt wurden. Auch die beiden folgenden Spiele Julius Schwickers und Christoph Neugebauers standen auf der Kippe. Beide zeigten aber in den entscheidenden Phasen des Schlusssatzes keine Nerven und drehten das Momentum wieder zu Gunsten der Hausherren. Der an jenem Tage ohne jeglichen Satzverlust bleibende Müller und auch Reichelt brachten ihre Matches dominant agierend und deutlich ins Ziel. Müllers Doppelpartner Timo Lehmann hatte sich im Anschluss zwar noch eines erheblichen Widerstandes zu erwehren, konnte aber in den Schlüsselmomenten das Glück des Tüchtigen beanspruchen und setzte der umkämpft spannenden wie sehenswerten Begegnung nach exakt drei Stunden den Deckel drauf.

Kreisliga A Herren

SV Bergfelden versus TTC Rottweil III   2:9

Gegen einen sehr ersatzgeschwächten Gastgeber hatte das Sextett um Mannschaftsführer Dietmar Schote zu wenig Gegenwehr zu erwarten, um im Sulzer Stadtteil den zweiten Saisonsieg gefährdet zu wissen. Für den krankheitsbedingt ausfallenden Simon Kienzler spielte Manuel Schubnell und fuhr im vorderen Paarkreuz postwendend zwei Siege ein. Sein junger Doppelpartner Cesare Schiattarella, am Morgen noch in der Landesliga U18 unterwegs, musste jedoch gegen die gegnerische Nummer 1 aufgrund mentaler Schwächephasen im Entscheidungssatz gratulieren, überzeugte dann allerdings wieder umso mehr in seiner zweiten Partie.  Ausgenommen eines knapp verlorenen Doppels Schotes an der Seite Dimitri Zaks, sowie dessen knappen Einzelerfolgs gegen Hundertmark, gingen alle weiteren Spiele recht deutlich an die Gäste. Auch der 15-jährige Leonard Dula hielt im Duell der Generationen gegen seinen fünfmal so alten sowie erfahrenen Gegenüber dem Druck stand und ließ zu keiner Zeit Zweifel an einem glatten Erfolg aufkommen.

Landesliga Jungen U18

SV Spaichingen versus TTC Rottweil   3:6 

Nach der Auftaktpleite beim Meisterschaftsfavoriten DJK Offenburg ging es nun in der Landesliga U18 zum Lokalderby nach Spaichingen. Mit dem klar formulierten Ziel des Sieges an die Platten tretend, konnten die Rottweiler Doppel nach anfänglichen, der Nervosität geschuldeten Abstimmungsschwierigkeiten jedoch zu ihrem Matchplan finden und mittels vorgegebener Taktik die Box jeweils als Sieger verlassen. Nach der Doppelführung gelang es Cesare Schiattarella Spaichingens Spitzenspieler, dem Ex-Rottweiler Maximilian Zepf, insbesondere mit taktisch kluger Platzierung sowie spinreichen, langen Bällen in dessen Wirkungskreisen massiv zu beschränken und schlussendlich relativ klar in Schach zu halten.

Die ZeiTT fliegt schneller als der Ball: Maximilian Zepf noch im Trikot des TTC Rottweil (2015)

Während auf Adrian Musa und Leo Dula im hinteren Paarkreuz Verlass war, schaffte es Jesse Strunskyy im Linkshänder-Duell gegen Justin Scherf nicht, der Favoritenrolle gerecht zu werden und unterlag seinem Angstgegner mal wieder nicht primär wegen dessen unangenehmen Seitschnitt-Aufschlägen, sondern vielmehr aufgrund eigener mentaler Fokussierungsprobleme, sich auf jenes unorthodoxe Spiel einzulassen. Da ihm dies auch in den Anfängen seines zweiten Einzels gegen Zepf immer noch nachhing, brauchte es, hadernd mit dem Rücken zur Wand stehend, erst ein unglaubliches Comeback im dritten Satz, um eine ausgeglichene und sehenswerte Partie zu generieren – jedoch mit dem glücklicheren Ende für den Spaichinger. Analog zu Strunskyy demontierte sich auch Schiattarella beinahe selbst gegen Scherf und verspielte mehr als unnötig seinen zweiten Einzelerfolg. Als sich Musa aber auch gegen seinen Kontrahenten Kelbert keine Blöße gab, war der verdiente 6:3-Auswärtserfolg perfekt.

Die Jugend auch bei den Aktiven überzeugend

Nachdem im Herbst letzten Jahres der Spielbetrieb eine noch abruptere Unterbrechung als bereits die vorangegangene Saison fand, stellte sich in den zurückliegenden Wochen der vermehrten Hallenöffnungen die spannende Frage, wieviele Spielerinnen und Spieler an die teilweise schon eingestaubten Platten überhaupt zurückkehren würden – und vor allem wie motiviert. An enthusiastischer Vorfreude und Tatendrang in Form von Trainingseifer sollte es trotz anhaltender Hygiene-Maßnahmen in den Hallen glücklicherweise bei den allermeisten Akteuren nicht fehlen.  Insbesondere nicht bei den Kindern und Jugendlichen; allen voran bei jenen, die sich während der Lockdown-Phasen mit Sondertrainingsformen stetig an und abseits der Tische zusammen mit ihren Trainern fit zu halten versuchten. Doch ausgerechnet auf den ersten Spieltag hin traf den TTC eine akute Verletzungs- und Krankheitswelle mit voller Wucht.

Verbandsliga Damen

TTC Rottweil versus SV Böblingen II   7:7  

Zum Auftakt empfingen die TTC-Damen in heimischen Gefilden die Bundesliga-Reserve des SV Böblingen. Bedauerlicherweise konnte Anna Sikeler gesundheitlich nur im Eingangsdoppel mitwirken, das allerdings nach 0:2-Satzrückstand an der Seite Wei-Hsuan Yens noch gebogen werden konnte. Spitzenspielerin Denise Döttling wiederum konnte aus arbeitstechnischen Gründen erst später zu den Einzelpartien antreten.

Im Spiel des Tages schaffte Wei-Hsuan Yen sogar die durchaus als Sensation zu bezeichnende Überraschung und schlug die bundesligaerfahrene Alexandra Kaufmann glatt in drei Sätzen. Mit unangenehmen Tempo- und Schnittwechseln auf der Rückhand sowie harten und taktisch eingestreuten weichen Vorhandtopspins entnervte sie ihre Kontrahentin im Laufe der Partie zusehens immer mehr. Die Steilvorlage zum Heimsieg war geboten. Die wohl beste Akteurin der Liga riss sich danach jedoch noch einmal am Riemen und ließ sowohl Döttling als auch Selin Wehrmann keine Siegechancen mehr. Da Döttling jedoch ihre beiden anderen Einzel genau wie Yen souverän nach Hause brachte, lag es nun an der ebenfalls lädierten Mannschaftsführerin  Wehrmann, nach ihrem ersten Sieg im hinteren Paarkreuz, auch im Duell der beiden an Position drei gesetzten Spielerinnen den Mannschaftserfolg einzutüten. Zunächst sah es auch sehr gut aus. Doch nach den ersten beiden souverän gewonnenen Sätzen und vergebenen Matchbällen im dritten, riss insbesondere der mentale Faden völlig, sodass man sich mit einem unglücklichen Remis begnügen musste.

Vom letztjährigen Ziel, die Meisterschaft der Verbandsliga zu erringen, wollte man diese Saison ursprünglich nicht abweichen, doch einige personelle Ausfälle rücken die sportlichen Ambitionen erst einmal in den Hintergrund.

Kreisliga A Herren

TTC Rottweil III versus TTC Seedorf   9:4

TTC Rottweil III versus TTV Hardt   2:9

Nervlich und spielerisch stark: Cesare Schiattarella und Leart Mulaki (rechts)

Gleich zu Beginn stand für die dritte Herren-Mannschaft ein kniffliger Doppel(sporthallen)spieltag auf dem Programm. Mit dem Ziel des Klassenerhalts in die Saison startend, begrüsste man zur ersten Partie den direkten Konkurrenten aus Seedorf. Angeführt vom 16-jährigen Cesare Schiattarella und dem ebenso erst 22-jährigen Simon Kienzler gelang der dritten Garde um Mannschaftsführer Dietmar Schote der perfekte Einstand. Die ohne ihre Nummer 1 und 4 angereisten Gäste waren von Beginn an auf verlorenem Posten. In den Eingangsdoppeln unterlagen nur Schiattarella/Kienzler hauchdünn gegen das gegnerische Spitzendoppel, während Dimitri Zak an der Seite Schotes ebenso klar obsiegte wie das Vater-Sohn-Gespann aus Markus und Robert Döttling. In den anschließenden Einzeln steuerte Zak ebenso wie Kienzler zwei Siege im mittleren Paarkreuz bei. Auch im hinteren brannte nichts an. Einzig der an jenem Tag überragende Patrick Kohr hielt mittels seines unangenehmen Stils sowohl Schote als auch den (noch!) unerfahrenen Schiattarella in Schach. Rottweils Youngster legte dann jedoch im Laufe seines zweiten Einzels gegen Seedorfs Nummer 1 immer mehr seine Nervosität ab und behielt schlussendlichn in fünf Sätzen verdient die Oberhand.

In der zweiten Begegnung des Abends empfing man den Aufstiegsfavoriten TTV Hardt, der unbedingt schnellstmöglich wieder in die Bezirksklasse zurückkehren möchte.  Auch ohne deren Nummer 2 war das ausgeglichen stark besetzte Team erwartungsgemäß eine Nummer zu groß. Sowohl Dietmar Schote als auch dem Jüngsten im Bunde, Cesare Schiattarella, der vorwiegend in der Landesliga der Jungen U18 an die Platten tritt, gelang es trotz jeweils famoser Leistung nicht, den gegnerischen Spitzenspieler Stefan Winkler, seines Zeichens einer der mit Abstand besten Akteure der Liga, zu bezwingen. Wobei man beide Male erst unglücklich knapp im Entscheidungssatz gratulieren musste. Erneut waren es eben jener Schiattarella und Simon Kienzler, die in den Einzeln, nachdem sie bereits ihr gemeinsames Doppel erneut hauchdünn im Entscheidungssatz abgeben mussten, die Punkte für den TTC beisteuerten. Ein weiterer, bereits verbuchter Sieg Kienzlers zählte leider nicht mehr in die Wertung, da sein 16-jähriger Doppelpartner im Duell der Einser denkbar knapp gratulieren musste.

Kreisliga B Herren

TTC Rottweil IV versus TTFC Dürbheim II   9:6

Wie in guten alten ZeiTTen: Vladimir Logunov

Neben einem starken Vladimir Logunov, der im vorderen Paarkreuz etwas überraschend beide Einzel für sich entscheiden konnte, stellten insbesondere die beiden nervenstarken Youngster Leo Dula und Leart Mulaki bei ihrer Premiere im Herren-Bereich die Weichen für das Team des an diesem Tage ebenso lädiert an die Platten tretenden und wie immer aufopferungsvoll kämpfenden Mannschaftsführers Frieder Reichelt auf Sieg. Während Dula in beiden Partien ungeschlagen vom Tisch treten konnte, setzte sein ebenfalls erst 14-jähriger Teamkollege Mulaki noch einen drauf und gewann an der Seite Alexander Hartoks, der ebenfalls einen Sieg beisteuerte, auch das Eingangsdoppel glatt in drei Sätzen.

Aus ehrlichsten Herzen Danke für alles – Danke für Dich!

Der Tischtennisclub Rottweil trauert tief betroffen um sein Ehrenmitglied sowie jahrzehntelanges Vorstands- und Ausschussmitglied Klaus Krüger.

Als der passionierte Schwimmer und Boxer Ende der 1960er, erst frisch nach Rottweil ziehend, in den TTC eintrat, war noch nicht sofort abzusehen, wie dieser Mann den Verein und darüber hinaus auch den Tischtennissport im Oberen Neckar in über fünf Jahrzehnten maßgeblich mitgestaltend prägen sollte. Es dauerte allerdings nicht allzu lange, als auch spätestens dem Letzten klar wurde, dass dieser Mensch mehr als einfach nur ein Tischtennis spielendes Vereinsmitglied sein möge.

Es ließen sich nun chronologisch all die in den Jahrzehnten von Klaus im Verein und im Bezirk besetzten Ämter, ausgefüllten Arbeitsfelder, organisierten Veranstaltungen, bewerkstelligten Aufgaben und gemeisterten Herausforderungen sowie geleisteten Verdiente ausführend aufführen; doch zum einen böte hierfür dieses Format kaum ausreichend Zeit und Raum und zum anderen würde es seines Schaffens sowie ihm als Menschen nicht ansatzweise gerecht werden, ihn „nur“ als jahrzehntelang engagierten Funktionär, lizenzierten Jugendtrainer und ausgebildeten Schiedsrichter zu bezeichnen. Denn Klaus war mehr. Er war immer da, wenn man ihn brauchte. Wirklich immer. Er war die gute Seele des Tischtennisbezirks und insbesondere auch seines TTC Rottweil. Und ein Vorbild in jeglicher Hinsicht.

Es gab kaum eine Ehrung, die ihm nicht zuteilwurde. Die Ehrenmedaille sowie Ehrennadel Gold mit Kranz, von Seiten des Verbandes, stellen gemeinsam mit dem sogenannten Victor, des höchst dotierten Ehrenamtspreises im Sport, nur einige der Highlights. Doch darum, für seine Arbeit geehrt zu werden oder gar im Mittelpunkt zu stehen, ging es Klaus nie – im Gegenteil. Jeden gefahrenen Kilometer – und dies waren im Laufe der Zeit Hunderttausende – fuhr er gerne. Wenn andere zumeist keine Zeit haben (wollten), Klaus stand parat. Er liebte einfach die Arbeit mit Menschen, insbesondere mit Kindern und Jugendlichen, das spürte man zu jeder Zeit. Dafür gab er alles, was er (geben) konnte.

Bis zuletzt engagierte er sich, soweit es die Gesundheit zuließ, wo immer er konnte. Auf zwei bereits geplante und ab September wieder wöchentlich stattfindende Vereinskooperationen mit Rottweiler Grundschulen freute er sich bereits ebenso, wie darauf, nach der coronabedingt langen Pause auch selbst wieder einmal mit den TTC-Jugendlichen am Tisch stehen zu dürfen.

Sein gutherzig ehrliches Wesen und seine kommunikativ offenherzige Art waren ein Geschenk, eine motivierende Bereicherung für alle, die mit ihm arbeiten und fachsimpeln durften. Es gab kaum jemanden, der ihn nicht kannte – ganz im Gegenteil. Die meisten kannten zeitlebens ihrer sportlichen Karriere Tischtennis nur mit Klaus Krüger. Keine Halle, wo er gefühlt nicht auch beinahe immer war. Ob als Funktionär, Schiedsrichter, Trainer oder Spieler, man konnte sich immer auf ihn verlassen – absolut immer. Hunderte Spielerinnen und Spieler trainierte er, förderte er, inspirierte und motivierte er – prägte damit maßgeblich deren nicht nur sportlichen Lebensweg.

Wir sind ausnahmslos dankbar, einen solch engagierten, zuverlässigen, herzensguten und tollen Menschen in unseren Reihen gehabt zu haben. In allerhöchster Wertschätzung auf die gemeinsame Zeit sowie das Glück blickend, diesen stets altruistisch hilfsbereiten wie verlässlichen und nichtsdestotrotz sich selbst nie zu wichtig nehmenden, bescheiden zurückhaltenden Menschen kennengelernt zu haben. Wir werden unseren Klaus in bester Erinnerung behalten und auf ewig im Herzen tragen – er fehlt. Und wie. Merklich spürend allein daran, wie viele unzählige Beileidsbekundungen unterschiedlichster Seiten und Vereine in den Tagen nach Bekanntwerden seines Todes eingingen, gespickt mit bezaubernd lustigen Anekdoten gemeinsamer Tischtennis-Momente sowie einfach auch tiefer Bestürzung und ehrlichster Trauer.

Unser aufrichtig tiefes Mitgefühl gilt darüber hinaus seiner Familie, allen voran seiner Tochter Gudrun.

Die Trauer unseres Herzens möge weichen, um den Raum der freudvollen Erinnerung und unermesslichen Dankbarkeit zu überlassen, dich, lieber Klaus, kennengelernt zu haben. Du wirst nie ersetzbar, geschweige denn vergessen sein. Niemals.

Aus ehrlichstem Herzen,  Danke für einfach alles – Danke für Dich.

Dein TTC Rottweil

Abstand vom Abstand – mit Abstand der Platte und Freu(n)de(n) am SporTT

Die Zeit, sie fliegt. Die Decke, sie fliegt – vielen auf den Kopf. Nicht jedoch im TTC Rottweil. Der versucht, dem entgegenzuwirken. Wege finden, Alternative Lösungen kreieren, im Zeichen der Zeit. Um den Nachfolger des Zelluloid-Balles vielmehr wieder um die Köpfe der Mitspieler fliegen zu lassen.

Um sich nicht nur für eine Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs bestmöglich gerüstet zu wissen, sondern auch den zahlreich motivierten Kindern und Jugendlichen einen soziopsychologisch sinnhaften physischen wie mental ausgleichenden Kontrast zu bieten, initiierte der TTC Rottweil sowohl im ersten sogenannten Lockdown des letzten Frühsommers als auch seit Ende Oktober vergangenen Jahres sinnvolle Alternativen. Unter Einhaltung hygienetechnischer Maßgaben, wurden im Freien und in entsprechenden Kleingruppen, nicht nur etliche koordinationsspezifische Outdoor-Übungseinheiten durchgeführt. Darüber hinaus konnte zusätzlich eine geeignete Plattform angeboten werden, um auch außerhalb der heimischen Gartenplatte gemeinsam mit Vereinskameraden der filigranen Ballkunst zu frönen.

In privaten Räumlichkeiten wurden mehrmals die Woche, unter Wahrung des durch eine TT-Platte bedingten Mindestabstandes, sogenannte Balleimer-Trainingseinheiten und Technik-Schulungen für besonders motivierte Jugendliche installiert. Gleichzeitig wurden alternierend im entsprechenden Gartengrundstück verschiedene Übungsmodelle bzgl. der koordinativen Fähigkeiten, Schnellkraft, Kraftausdauer etabliert. Die jeweiligen Trainer unterziehen sich allein berufsbedingt beinahe wöchentlich Corona-Schnelltestungen oder sind seit geraumer Zeit bereits geimpft. Darüber hinaus werden alle geforderten Hygiene-Maßnahmen entsprechend akkurat mittels eines Ablaufplans umgesetzt, sei es bzgl. der Desinfektion des Materials, der Trainingsutensilien oder auch der abstands- und lüftungstechnischen Maßgaben.

Verwendung mit Genehmigung Bernd Müllers http://suedwestfoto.de/

Des Weiteren wurden koordinative Übungen über Online-Kurse sowie eines verschickten Übungskataloges als Aufbereitungsfelder für zu Hause angeboten. Auch konditioneller Fähigkeiten wurde, im Zuge mehrerer Radtouren mit Jugendlichen bis einschließlich des 14. Lebensjahres, Rechnung getragen, und rundeten das corona-konforme Alternativangebot des TTC Rottweil für dessen Kinder und Jugendliche ab.

 

Ideen der Hoffnung in unsicherer Zeit

Das Absehbare oder zumindest Erahnbare ist nun Gewissheit. Das Präsidium des Tischtennisverbandes Baden-Württemberg entschied in einer Sitzung Mitte Februar, die Saison 2020/2021 auf Basis der aktuell gültigen Wettspielordnung mit sofortiger Wirkung zu annullieren. Ein folgerichtiger, wenn auch bedauerlicher Entschluss.

Tabellenführer sowohl in der Landesklasse und Kreisliga der Herren als auch in der Verbandsliga der Damen. Bei der Jugend schien der Weg für weitere Erfolge ebenso vorgezeichnet. Ein durchaus vielversprechend schöner An- und Ausblick.

Die Erinnerung des Lachens als Freude auf das Kommende

Diese Optik ist jedoch nicht weiter relevant, denn es gibt weder eine offiziell wertbare Abschlusstabelle, weder Auf- noch Absteiger. Die Spielzeit 2020/21 wird in allen Verbands- und Bezirksspielklassen Baden-Württembergs für ungültig erklärt und damit so behandelt, als hätte sie nicht stattgefunden. Die Wertung der bisher absolvierten Einzelspiele für die TTR-Berechnung bleibt von der Annullierung allerdings unberührt und fließt in die bundesweite Rangliste ein. Einzig der Schüler-Mannschaft gelang es, die Saison der Bezirksliga U13 bereits vor der coronabedingten Pause Ende Oktober erfolgreich als Meister abschließen zu können. (siehe Bild)

Auch der Trainingsbetrieb bleibt vorerst weiterhin ausgesetzt, bis das Pandemiegeschehen mögliche Entscheidungen für eine Wiederaufnahme seitens lokaler Behörden zulassen werde. Zu welchem exakten Zeitpunkt und unter welchen Voraussetzungen und Rahmenbedingungen die Nutzung der Sporthallen, insbesondere der Rottweiler Doppelsporthalle, tatsächlich wieder möglich sein werde, lässt sich momentan noch nicht konkret taxieren.

Dennoch sind wir zumindest hoffnungsvoll zuversichtlich, dass der Trainingsbetrieb auf Grundlage bereits bewährter Hygienekonzepte und spezifischer Auflagen in absehbarer Zeit wieder möglich sein werde. Alternative Spiel- und Freizeitangebote wurden ebenfalls schon einmal ausgearbeitet, um für etwaige Lockerungen, eingedenk einer Besserung der Infektionslage, in den Monaten April bis August bestmöglich gerüstet zu sein und eine motivierende Perspektive, insbesondere auch für die zahlreichen Jugendlichen, bieten zu können. Baldigst wieder gemeinsam mit seinen Vereinskameraden der filigranen Ballkunst frönend nachgehen zu können, sollte unser aller Wunsch und Ziel sein.

Um mit den Worten eines bekannten Realisten namens Theodor Fontane schließen zu wollen: Gib deinem Wunsche Maß und Grenze, und dir entgegen kommt das Ziel.

Abschließend noch der Link zur offiziellen TTBW-Verbandsmitteilung: https://www.ttbw.de/aus-und-fortbildung/artikel/news/saison-beendet/

Corona-bedingte Pause

Bedingt durch die erneute Hallenschließung finden im November weder Punktspiele noch Training statt.

Erst ein Spiel bestritt die 1. Jugend bisher. Nun pausiert sie bereits wieder.

Keine Doppel – Viele Einzel(erfolge)

Landesklasse Herren

TTC Rottweil versus TTC Sulgen   10:2

Am vergangenen Sonntagnachmittag erwartete der TTC Rottweil in der heimischen Doppelsporthalle den TTC Sulgen zu unüblicher Zeit zum Lokalderby. Aufgrund einer Krankheitswelle auf Seiten der Hausherren wurde die Partie um eine Woche verlegt, wobei sich einzig jener Sonntagmittag als geeigneter Termin im Sinne beider Teams herauskristallisierte. Der Tabellenführer aus Rottweil musste jedoch auch dieses Wochenende auf Jenny Käshammer und Markus Woehrstein verzichten, fand gleichwohl in Denise Döttling und Ersatzmann Philipp Schumpp hervorragend Vertretung.

Doch nicht nur zeitlich war es ein ungewohntes Terrain. Der Landesverband gab einige Tage vorab den offiziellen Verzicht der Doppelbegegnungen bekannt. Hintergrund dieser Entscheidungen ist die aktuelle Lage des Corona-Infektionsgeschehens. Die aktuell gültige Landesverordnung erlaubt im Trainingsbetrieb von Kontaktsportarten nur noch 10 Teilnehmer – ohne Doppel entfällt im Tischtennis jedoch die definitorische Perspektive einer Kontakt-Sportart.

Während Mannschaftsführer Sebastian Hirschberg einen aggressiv mutigen Anselm Pfaff gerade noch in Schach halten konnte, haderte Gerd Müller gegen Waldemar Reswich zunächst mit altbekannten Anlaufschwierigkeiten. Obwohl sich die heimischen Spieltische erneut gegen ihn verschworen zu haben schienen, kämpfte sich der lamentierende Routinier nach reiflicher Analyse der Platten-Verhältnisse adaptierend zurück in die Partie und drehte dabei sogar einen 0:2-Satzrückstand. Obwohl Philipp Rieger und Denise Döttling jeweils einen Satz gegen Heiko Bihl bzw. Daniel Kopp abgeben mussten, bestimmten beide ihre Partie und obsiegten verdient.

Die obligatorischen Doppel wird es in den nächsten Wochen nicht mehr geben.

Bei Stefan Reichelt gestaltete sich wiederum ein ausgeglichen spannender Fünfsatz-Krimi, wobei der Noppenspezialist immer wieder mit seinem ansonst so sicheren Vorhandblock haderte. Doch mit taktischer Raffinesse behielt auch er gegen Daniel Reswich schlussendlich die Oberhand. Ersatzmann Philipp Schumpp schien gegen Azeez Rasheed auf verlorenem Posten – zumindest von der Papierform her. Doch bereits im Zuge der ersten Ballwechsel überraschte der unbeschwert mutig agierende Rottweiler den zunächst eher fahrig reagierenden ehemaligen nigerianischen Jugendnationalspieler. Selbst eine Leistungssteigerung seines Kontrahenten ließ Schumpp dennoch an seine Chancen glauben, weshalb sich der Sulgener von dessen Gegenwehr insbesondere in den letzten beiden Sätzen deutlich beeindruckt zeigte und eben nicht in sein gewohnt flüssiges Offensivspiel fand. Am Ende setzte sich dennoch hauchdünn der Favorit – wenn auch mit etwas Spielglück – durch, sodass Schumpp trotz eines wackeren Kampfes sowie einer formidablen Leistung unterlag. Sein zweites Einzel gegen den an diesem Tage zu nervös agierenden Youngster Daniel Kopp gewann er allerdings genauso wie vorab bereits Denise Döttling. Die angeschlagene Döttling musste dann jedoch ihrem Körper Tribut zollen und hatte dem nun plötzlich entfesselt aufspielenden Rasheed nichts mehr entgegenzusetzen.

Ein entnervter Heiko Bihl fand im Einzel gegen Angstgegner Reichelt nicht zu seiner bis dato starken Saisonform und unterlag mit 0:3. Müller verspielte im dritten Satz gegen Pfaff zwar zwei Matchbälle, behielt jedoch die Ruhe sowie das Heft des Handelns und gewann im vierten Satz verdient. Waldemar Reswich spielte im Spitzeneinzel gegen Abwehr-Ass Hirschberg eine taktisch großenteils brillante Partie, musste allerdings trotz hoher Führung im Entscheidungssatz dem fortan offensiv die Initiative ergreifenden Rottweiler noch gratulieren. Analog dazu wendete auch Rieger mit brachialen Rückhandtopspins sein Schicksal gegen den jüngeren der beiden Reswich-Brüder auf den letzten Metern noch ab.

Summa summarum ein in der Höhe etwas zu hoch ausfallender, dennoch verdienter, wenn auch ungewohnter 10:2-Heimsieg der Rottweiler, die damit ihre Tabellenführung konsolidieren.

Damen verspielen Remis – Jugend II weiterhin unbesiegt

Verbandsliga Damen

TTC Rottweil versus TSV Betzingen   6:8

Nach zwei Auswärtserfolgen empfingen die Damen des TTC Rottweil zu ihrem ersten Heimspiel das spielstarke Quartett des TSV Betzingen. Gegen den ehemaligen Bundesligisten, der letzte Saison immerhin noch eine Liga höher spielte, deutete sich gleich in den Eingangsdoppeln an, dass eine ausgeglichen umkämpfte und nervenaufreibende Partie drohen sollte.

Top-Doppel in der Verbandsliga: Denise Döttling und Anna Sikeler

Während die Paarung Döttling/Sikeler einen 1:2-Satzrückstand gegen das gegnerische Spitzendoppel noch verdientermaßen drehen konnte, verspielten Selin Wehrmann und Elena Zepf einen ebensolchen Vorsprung. Trotz insgesamt starker Leistung gelang es – insbesondere in den letzten beiden Sätzen – nicht, die Platzierungsfehler im Rückschlag zu minimieren, sodass schlussendlich die fehlende Sicherheit das Spiel noch kippen ließ. Im ersten Einzel des Abends ließ Denise Döttling der Betzinger Nachwuchshoffnung Leah Sulz nach anfänglichen Schwierigkeiten nicht mehr den Hauch einer Chance und gewann die letzten beiden Sätze jeweils zu drei. Anna Sikeler musste sich zeitgleich jedoch der routinierten Spielübersicht Ingrid Reiners hauchdünn geschlagen geben, ließ dabei auch jedoch etliche Großchancen ungenutzt. Wehrmann und Zepf steckten die vergebenen Chancen ihres Doppels anscheinend noch in den Köpfen, sodass sich beide nicht zu ihrem Spiel findend jeweils deutlich beugen mussten.

Während Sikeler mit harten Vorhandschüssen die Partie gegen Sulz klar bestimmte, bewies ihre Doppelpartnerin Döttling im Duell der Spitzenspielerinnen, welche Nervenstärke sie zusätzlich zu ihrer spielerischen Extraklasse bereits erlangte. Die 18-Jährige hielt den Attacken ihrer erfahrenen  Kontrahentin gekonnt stand und bestach dabei mit Mut und Übersicht. Sehenswerte Ballwechsel mit unzähligen Vorhandtopspins und Rückhandkontern sowie druckvoll platzierten Blocks säumten die vermutlich hochklassigste Partie jenes Abends in der Rottweiler Doppelsporthalle.

Beim Spielstand von 4:4 kam es dann zum Schlüsselspiel des Abends, wo sich die angeschlagene, doch wacker kämpfende Mannschaftsführerin Wehrmann der variablen (re-)agierenden Kim Schaal trotz einer 2:1-Führung noch geschlagen geben musste. Döttling und Sikeler steuerten dann zwar jeweils noch einen verdienten Erfolg gegen die gegnerische Nummer drei bzw. vier bei, doch die knappe 1:3-Niederlage einer sich am Ende formidabel verkaufenden Elena Zepf besiegelten eine bittere 6:8-Pleite.

 

Bezirksliga U18 Jungen II

TTC Rottweil versus TSV Hochmössingen   6:4

TTC Rottweil versus TTC Aichhalden   8:2

Mit zwei weiteren Siegen am vergangenen Wochenende konnte sich die Landesklasse-Reserve des TTC Rottweil gemeinsam mit dem SV Marschalkenzimmern an die Tabellenspitze der Bezirksliga der Jungen U18 setzen. In der ersten Begegnung ging es gegen die unangenehm zu bespielenden Hochmössinger, die mit Rocco Krespach über eine starke Nummer 1 verfügen. In den beiden Doppeln überrumpelten sowohl Dula/Welge als auch Geiger/Staudinger ihre Gegner, sodass diese nicht einmal an einen Satzgewinn zu glauben vermochten.

Auf die Angabe fokussiert: Daniel Welge

In den folgenden Einzeln rehabilitierten sich die Oberndorfer allerdings mit zwei Siegen Krespachs recht schnell, wobei Welge und Dula hauptsächlich Schwierigkeiten hatten, sich auf dessen variantenreiche Aufschläge einzustellen. Lukas Geiger und Severin Staudinger gewannen im hinteren Paarkreuz drei von vier Partien. Besonders bemerkenswert: Der glatte Erfolg Geigers gegen den vorhandstarken Moritz Haaga, der vorab Staudinger noch knapp in Schach halten konnte. Während der mit seiner Nervosität hadernde Dula gegen Paskal Wannöffel eine 9:3-Führung im Entscheidungssatz noch verspielte, zeigte sich Welge wiederum nervenstark und gewann nach der Abwehr zweier Matchbälle noch die Partie gegen selbigen.

Bei der anschließenden Pflichtaufgabe gegen Aichhalden bereitete lediglich der gegnerische Spitzenspieler Felix Maier erhebliche Probleme, sodass sowohl Staudinger und Welge – wenn auch beide hauchdünn – unterlagen. Leonard Dula zeigte sich in dieser Partie der Wiedergutmachung bemüht und rang, sein ganzes Potential ausspielend, eben jenen Maier schlussendlich verdient nieder. Alle weiteren Partien gingen, einschließlich des Doppels von Welge und Dula, allesamt an die Rottweiler.

Generalversammlung 2020

Im Spätsommer dieses Jahres fand nun schließlich die Hauptversammlung des TTC Rottweil im geräumigen und somit abstandsgerechten Pflugsaal statt. Markus Woehrstein, der scheidende 1. Vorsitzende des Tischtennisvereins, durfte vor historischer Kulisse insgesamt 31 Mitglieder begrüßen, was angesichts dieser außergewönlichen Zeiten eine erfreulich hohe Beteiligung darstellt. Der eigentlichen Sitzung wurde ein gemeinsames Essen vorangestellt und ein insgesamt harmonischer, von Ehrungen und Erfolgen gezeichneter Abend eingeleitet, wie zumeist in der Vergangenheit. Dennoch war es für alle Beteiligten eine ganz besondere (Ausnahme-)Situation.

Woehrstein charakterisierte das Sportjahr aufgrund der Corona-Pandemie und deren soziokulturellen Auswirkungen als ein sehr skurriles wie surreales, das im Zuge der Aussetzung der Verbandsspielrunde bereits Mitte März ihr Ende finden musste. Selbst der Trainingsbetrieb ruhte für etliche Wochen und konnte erst im Zuge eines ausführlich formulierten und kommunal abgesegneten Hygienekonzepts wieder aufgenommen werden.

Bis zu diesem Zeitpunkt konnten jedoch immerhin schon etliche Erfolge eingefahren werden, allen voran der trotz aller Umstände bereits vorab gesicherte Verbandsliga-Aufstieg der jungen, erfolgreichen Damen-Mannschaft. Ebenso mit den wenigsten Minuspunkten an der Tabellenspitze rangierte die vierte Herrenmannschaft. Während die zweite Garde souverän die Bezirksklasse sichern konnte und die Senioren Vizemeister der Bezirksklasse Ü40 wurden, musste das erste Herren-Team den unnötig bitteren, wenn auch nicht gänzlich unverdienten Gang zurück in die Landesklasse antreten.

Insbesondere im Jugendbereich waren etliche Erfolge ebenfalls bereits in trockenen Tüchern. Vor allem die beiden Bezirksliga-Titel der Jungen U13 sowie der zweiten Mannschaft der Jungen U18 sind hier explizit zu nennen, sodass man in dieser Saison wieder ein motiviertes  wie ambitioniertes Team in die Landesklasse U18 schicken kann. Doch auch die Jungen IV ergatterten ungeschlagen den Titel in der Kreisliga U18. Im Individualbereich bestach insbesondere Cesare Schiattarella als Bezirksmeister sowie Ranglistensieger bei den Jungen U15. Denise Döttling gewann auch in ihrem letzten Jugendjahr noch einmal erneut die Konkurrenz der Mädchen U18. Zahlreiche Top-Platzierungen weiterer Nachwuchsspieler, ob bei Bezirksmeisterschaften oder Ranglistenturnieren, rundeten die gute Jugendarbeit des TTC Rottweil ab. Darüber hinaus werden die beiden seit Jahren erfolgreich laufenden Schule-Verein-Kooperationen mit der Römerschule und der Grundschule am Dissenhorn weiterhin von TTC-Urgestein Klaus Krüger federführend betreut.

Auch mit Honorierungen wurde nicht gegeizt. Bei den vereinsinternen Ehrungen wurde neben den Ehrenmitgliedschaften Kai Rosenbergers und Herwig Lehnerts für 35 Jahre im TTC Rottweil, ebenso mehrfach die Vereinsnadel in Gold für Monika Müller, in Silber für Christian Leins, Christian Horneff und Manuel Schubnell sowie in Bronze für Andreas Reichelt, Bernhard Malzer, Philipp Schumpp und Vladimir Logunov verliehen.

Die Ehrungen des Württembergischen Landessportbundes sowie des baden-württembergischen Tischtennisverbandes übernahm Sportkreisreferent, TTBW-Breitensportbeauftragter und TTC-Ehrenmitglied Peter Müller (links) liebend gerne persönlich.

Die erfolgreichen Teilnehmer/innen der Vereinsmeisterschaften wurden bereits im Dezember letzten Jahres direkt in der Halle mit Präsenten und Urkunden honoriert. Die übergeordneten Ehrungen des Landessportbundes sowie des Fachverbandes übernahm mit TTC-Ehrenmitglied Peter Müller der hierfür mehr als prädestinierte Breitensportbeauftragte des TTBW und Sportkreisreferent in Personalunion. Manuel Schubnell und Christian Horneff erhielten hier jeweils die bronzene Ehrennadel des Landessportbundes sowie analog die des baden-württembergischen Tischtennisverbandes. Die Spielernadel in Gold, für sage und schreibe 40 Jahre aktive Spielertätigkeit, bekamen sowohl Dietmar Schote als auch Frieder Reichelt verliehen – Klaus Krüger bekam die sogenannte Spielernadel in Gold mit Kranz sogar für ein halbes Jahrhundert als aktiver Spieler überreicht. Die zahlreichen Ehrungen der ebenfalls abgesagten Rottweiler Sportlerehrung wurden in diesem Rahmen wiederum von Stadtverbandsvorstandsmitglied Markus Woehrstein nachreichend übernommen.

Darüber hinaus kamen in der Rekapitulation auch die nicht stattgefundenen Veranstaltungen wie das nun bereits seit Jahren in der ehemaligen Reichsstadt etablierte Pokal-Final-Four-Turnier sowie der Bezirksentscheid der DTTB-Minimeisterschaften zur besonderen Erwähnung. Allesamt noch gewichtige Themenschwerpunkte bei den abgehaltenen Vorstands- und Ausschusssitzungen, fielen beide ebenso wie die für Anfang Juni angedachten Rottweiler Stadtmeisterschaften für Hobby- und Laienspieler und – besonders bitter – die prestigeträchtigen BaWü-Meisterschaften der Jugend dem Lockdown zum Opfer. Dem Verein fehlt hierdurch ein mittlerer vierstelliger Betrag in der trotz alledem soliden Vereinskasse.

Selbst längst etablierte vereinsinterne Aktivitäten wie das jährliche Sommerfest oder die Wanderung der zweiten Herren-Mannschaft nach Flözlingen mussten bedauerlicher-, wenn auch logischer- und vernünftigerweise abgesagt werden. Der Ortsentscheid der Minimeisterschaften im Februar sowie die Vereinsmeisterschaften im Dezember letzten Jahres konnten hingegen noch ganz regulär durchgeführt werden – beide waren nicht nur aufgrund einer erfreulich hohen Teilnehmerzahl ein voller Erfolg.

Nachdem auch die Buch- und Kassenführung des Vereinskassiers Christian Horneff durch die Kassenprüfer Wolfgang Bacher und Paul Gerstner wieder einmal als formell und sachlich tadellos attestiert wurde, bekamen alle Vorstandsmitglieder für deren gute Arbeit dankend einstimmig und ohne Einschränkung die Entlastung erteilt.

Die neue Vorstandschaft des TTC Rottweil: Manuel Schubnell, Stefan Reichelt, Holger Friede, Timo Lehmann und Christian Horneff (von links)

Bei den anschließenden Wahlen kam es dann sowohl zu Neu- als auch zu Wiederwahlen in der Vorstandschaft. Holger Friede übernimmt die Funktion des 1. Vorsitzenden des sich nach über 10 Jahren nicht mehr zur Wahl stellenden Woehrsteins, der dem Vereinsausschuss allerdings weiterhin als Pressewart sowie vor allem als hauptverantwortlicher Jugendtrainer erhalten bleibt. Timo Lehmann als dessen Stellvertreter übernimmt den Posten Stefan Reichelts, der nun auch offiziell das Amt des Sportwarts einnimmt. Jugendwart Robert Döttling wurde genau wie der langjährige Schriftführer Manuel Schubnell und Kassier Horneff einstimmig wiedergewählt.

Holger Friede (links) beerbte Markus Woehrstein (Mitte) als ersten Vorsitzenden Manuel Schubnell (rechts) bleibt als Schriftführer im Amt.

Bevor der neue Vorsitzende Friede fortan durch den restlichen Abend führte, würdigte die Vorstandschaft Markus Woehrstein, insbesondere in Form einer ausführlichen und mit einigen Anekdoten gespickten Dankesrede Stefan Reichelts, für die geleistete Arbeit und die unzähligen, daraus resultierenden Erfolge des TTC Rottweil im Laufe der vergangenen Dekade. Sodass es auch in diesem Sinne bestmöglich weitergehen möge, solle der Versuch unternommen werden, die zahlreich anfallenden Aufgaben des knapp 150 Mitglieder fassenden Vereins noch besser auf den Schultern mehrerer Mitglieder zu verteilen. Im Sinne der lateinischen Phrase: Unus pro omnibus, omnes pro uno – getreu dem Motto: Gemeinsam sind wir stark.

Die im Folgenden angesprochenen und diskutierten Themenpunkte drehten sich überwiegend bereits um das übernächste Jahr. Den Tischtennisclub erwartet im 75-jährigen Jubiläumsjahr 2022, neben angemessen zelebrierenden Feierlichkeiten, mit der Ausrichtung des Bundesfinales der DTTB-Minimeisterschaften ein echtes Highlight. Um die Realisierung aller geplanten Veranstaltungen bestmöglich gewährleisten zu können, ist unter anderem die Bildung zweier Fachausschüsse vorgesehen.