Herren III nach vier Jahren zurück in der KreisligA

Alles war gerichtet zum Showdown Zweiter gegen Dritter. Am letzten Spieltag empfingen die in der Rückrunde konstant stark aufspielenden Rottweiler den direkt vor ihnen platzierten Tischtennisclub aus Schwenningen, den man allerdings mit einem Sieg doch noch vom zweiten Aufstiegsplatz stoßen und sich somit die Vizemeisterschaft sichern konnte. Sowohl die Gäste des TTC Schwenningen wie auch die Drittvertretung des TTC Rottweil traten logischerweise jeweils in Bestbesetzung an, wenn die Hausherren auch weiterhin auf ihren Spitzenspieler Dimitri Zak verzichten mussten.

Doch bereits in den drei Eingangsdoppeln wurde deutlich, dass die Akteure von Mannschaftsführer Robert Döttling nicht nur bis in die Haarspitzen motiviert waren, sondern auch besonders fokussiert und mutig zu Werke zu gehen versuchten. Mit zumeist couragiertem Offensivspiel gelang es überraschenderweise, gleich alle drei Doppel zu ergattern, was der erste Bigpoint der Partie darstellen sollte. Besonders die kämpferische Leistung von Philipp Baur und Anna Sikeler – beide gewannen gegen das mitunter stärkste Doppel der Liga hauchdünn im Entscheidungssatz – gab auch psychologisch nochmals einen erheblichen Schub für das ganze Team.

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Bis zum Schluss fokussiert: Manuel Schubnell, Top-Spieler der TTC-Dritten

Zwar gingen von den nächsten vier Einzeln jeweils drei trotz hervorragender Leistung knapp verloren, doch speziell die taktische Meisterleistung Philipp Baurs sowie  die anschließende Dominanz von Jusup Tevs und Selin Wehrmann im hinteren Paarkreuz ließ den Vorsprung wieder auf 6:3 wachsen. Als die an diesem Tage überragend aufgelegte Anna Sikeler ihren spielstarken Gegenüber Dominik Möbus mit harten Schüssen und klug platzierten Blocks doch noch entnervt verlierend von der Platte schickte, schien die Vorentscheidung gefallen. Doch Schwenningens Gründungsmitglied Walter Glökler und dessen Sohn  Thomas, gleichzeitig Spitzenspieler der Liga, stemmten sich noch einmal vehement gegen die drohende Niederlage und überließen den mutig und eifrig kämpfenden Rottweilern Schubnell und Baur dennoch nur den Handschlag. Doch die aufkommende Spannung wurde von Dieter Schwarz und Selin Wehrmann mit zwei lupenreinen Erfolgen sofort wieder im Keim erstickt. Nach vier Jahren mit lauter Top-Platzierungen, die allerdings nie ganz zum Aufstieg reichten, kehrt Rottweils dritte Herrenmannschaft nun endlich in die Kreisliga A zurück.

 

 

 

Potential für (noch) mehr!

Landesklasse Damen 

 

TTC Rottweil versus TTC Reutlingen II   8:0

Nach dem vorzeitigen Titelgewinn ging es für die jungen Damen des TTC Rottweil am vergangenen Samstagabend noch in der heimischen Doppelsporthalle zur abschließenden Rückrunden-Partie gegen die bereits abgestiegene Verbandsliga-Reserve des TTC Reutlingen. Nachdem das Hinspiel im Herbst des vergangenen Jahres bereits ebenfalls eine klare Angelegenheit darstellte und die Reutlinger in der Rückrunde nun sogar ohne ihre Spitzenspielerin antraten, war die Messe entsprechend schnell gelesen. Ganze zwei Satzgewinne überließ man den Gästen an jenem Tage – was selbst die erfahrenen Konkurrentinnen nach gerade einmal 70 Minuten anerkennend abreisen ließ. Aufgrund der haushohen Dominanz die gesamte Landesklassen-Spielzeit hinweg, zeigte die mit Abstand jüngste Mannschaft der Liga, welches gewaltige Entwicklungspotential dabei weiterhin noch in ihr steckt und man im Idealfall auch bereits im nächsten Jahr um den Verbandsklassen-Aufstieg mitspielen möchte.

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Erfolgreich aber fotoscheu – ein (leider fünf Jahre altes Bild) unserer  Damen

Nach mehreren Meisterschaften und Aufstiegen in Folge im Damen- und Mädchen-Bereich sowie den bereits jetzt vorhandenen Einzel-Spielstärken Denise Döttlings und Anna Sikelers aber auch Selin Wehrmanns, scheint dieses Ziel durchaus nicht unrealistisch. Vieles wird jedoch auch von der partiellen Einsatzbereitschaft der ehemaligen Verbandsliga-Spitzenspielerin, Melanie Kalmbach, wie insbesondere auch des Trainingsfleißes von zwei angehenden Studentinnen in der Mannschaft abhängen.

Das (Aufstiegs-)Endspiel kann kommen!

TTVWH-Landesklasse

TTC Rottweil versus SSV Reutlingen II   9:1

 

Nach einer Siegesserie von sechs Spielen in Folge empfing der TTC Rottweil als Tabellenzweiter  vergangenes Wochenende die junge und spielstarke Verbandsklassen-Reserve des SSV Reutlingen. Der äusserst motivierte und durchweg ausgeglichen besetzte Tabellensechste zeigte von Beginn an, es den Hausherren so schwer wie möglich machen zu wollen. In den Eingangsdoppeln mussten Gerd Müller und Stefan Reichelt sowie Timo Lehmann und Philipp Rieger anfänglich ziemlich kämpfen, um sich dann jeweils noch mit 3:1 in Sätzen durchsetzen zu können. Die Paarung aus Sebastian Hirschberg und Markus Woehrstein ließ aufgrund ihres schwer auszurechnenden Allroundspiels dem gegnerischen Einserdoppel wiederum nicht den Hauch einer Chance und blieb auch im fünften Einsatz ohne jeglichen Satzverlust.

In den anschließenden Einzeln sah sich Rotweils Spitzenspieler Müller aufgrund eines zunächst wie entfesselt agierenden Gegners in die Defensive gedrückt und konnte erst im Laufe der Partie taktisch umstellend immer mehr die Oberhand gewinnen und schlussendlich doch noch mit 3:1 die Platte als Sieger verlassen. Als anschließend Abwehr-Ass Hirschberg die Reutlinger Nummer eins mit variablen Schnittwechseln klar beherrschte, schien die Partie beim Stande von 5:0 beinahe schon entschieden.

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Eine (bilanz-)starke Rückrunde – sowohl im Einzel als auch im Team: Spitzenspieler Gerd Müller

Doch die kampfstarken Gäste ließen einfach nicht locker. So unterlag zunächst Stefan Reichelt etwas überraschend wie unnötig seines unorthodox spielenden Kontrahenten hauchdünn in vier Sätzen. Sowohl bei Woehrstein als auch bei Rieger entschieden Nuancen über Sieg oder Niederlage – doch beide setzten sich nach packenden Ballwechseln schlussendlich durch. Insbesondere bei Linkshänder Rieger gab es für die anwesenden Zuschauer eine Vielzahl hochklassig spektakulärer Topspin-Duelle zu bestaunen. Als auch noch Mannschaftskapitän Lehmann mit seiner fulminanten Ballonabwehr und seinen brachialen Rückhand-Schüssen das fast verloren geglaubte Match zu drehen vermochte, musste Müller nur noch den Deckel drauf machen – was er souverän tat. Unabhängig davon, wie die nächste Partie beim vorzeitigen Meister TTC Reutlingen ausgehen möge, entscheidet schlussendlich allein das letzte Saisonspiel – Zweiter gegen Dritter – in heimischen Gefilden gegen die Verbandsliga-Reserve des TTC Ergenzingen, wer die Vizemeisterschaft erringend in die Aufstiegsrelegation gehen dürfe.

 

 

Pokal-Final-Four – Wir bleiben zu Hause!

Bezirkspokal der Herren I (Bezirksliga bis Oberliga); Viertelfinale

TTC Rottweil versus SG Deißlingen  4:2   

 

Der Titelverteidiger ist raus. Zu dem mit Spannung erwarteten Lokalderby lud der TTC Rottweil die TT-Cracks der SG Deißlingen im Viertelfinale des Bezirkspokals in die heimische Doppelsporthalle. Eine schweres Los, insbesondere da die Gastgeber ohne ihren Spitzenspieler Gerd Müller antraten – doch dessen bis in die Haarspitzen motivierte Kollegen zeigten sich den Abend über gegen den Vorjahressieger von ihrer besten Seite.

Während Rottweils angriffsstarker Abwehrspieler Sebastian Hirschberg gleich zu Beginn Deißlingens Stefan Dieterle noch deutlich dessen Grenzen aufzeigte, fand im Parallelspiel ein bis zum Schluss kämpfender Stefan Reichelt im sehenswerten Allroundspiel von Topspieler Max Reger sein Schicksal. Egal was er auch versuchte, Reger fand immer die bessere Antwort. Im vielleicht schon vorentscheidenden Duell zwischen Philipp Rieger und dessen ehemaligen Teamkollegen Eugen Strunskyy behielt der Rottweiler nach Abwehr zweier Matchbälle und sehenswerten Topspin-Duellen doch noch im Entscheidungssatz hauchdünn die Oberhand. Im anschließenden Doppel überlegten sich die Rottweiler eine taktische Variante und boten neben Top-Akteur Hirschberg erneut den Rottweiler Vorstand Markus Woehrstein auf. Das in der Landesklasse immer noch unbesiegte Abwehr-Duo liefert einmal mehr eine taktische Glanzleistung ab und schickte die gegnerische Paarung Reger/Dieterle chancenlos von der Platte –  die 3:1 Führung war perfekt.

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Durften dieses Mal pausieren: Das Alles-oder-Nichts-Angriffsdoppel aus Stefan Reichelt und Philipp Rieger

Im darauffolgenden Spitzen-Einzel gelang es Reger durch die facettenreiche Bandbreite seines Könnens, dem wahrscheinlich etwas zu defensiv (re-)agierenden Hirschberg den Zahn zu ziehen. Als dann Stefan Reichelt gegen einen plötzlich wie entfesselt spielenden Strunskyy mit dem Rücken zur Wand stand und am Nebentisch der Ex-Deißlinger Rieger gegen Dieterle unnötig den Satzausgleich kassierte, schien die Partie noch zu Gunsten der Gäste zu kippen. Doch mit mutigen Rückhand-Schlägen und einer kleinen taktischen Umstellung sowie einer präzisen Platzierung in den Blockbällen, dominierte Rieger fortan wieder das Geschehen und sicherte sich und seinen Teamkollegen den durchaus etwas überraschenden, wenn auch verdienten 4:2-Erfolg und somit den Einzug in das ebenfalls in Rottweil stattfindende Final-Four-Turnier.

 

 

(Erneuter) Meistertitel zum Greifen nah

Landesklasse Damen 

TuS Metzingen versus TTC Rottweil   6:8

Nach der souveränen Herbstmeisterschaft ging es für die jungen Damen des TTC Rottweil Mitte Februar direkt zum spielstarken Tabellenzweiten aus Metzingen. Die Gastgeberinnen versuchten in absoluter Bestbesetzung antretend, sich für die deutliche Hinspiel-Niederlage zu revanchieren. Bereits in den Doppeln mussten sich Selin Wehrmann und Elena Zepf der Paarung aus der ehemaligen Regionalliga-Akteurin Anja Skokanitsch und deren ebenfalls höherklassig erfahrenen Mutter Andrea – wenn auch äußerst knapp – geschlagen geben. Das immer noch ungeschlagene Top-Doppel aus Denise Döttling und Anna Sikeler glich allerdings mit all ihrer Klasse postwendend aus.

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Drehte ein bereits verloren geglaubtes Spiel: Elena Zepf

 

Die anschließenden drei Einzel gegen eben jene Metzinger Topspielerin, die auch in der Herren-Landesliga aufgrund ihres sicheren Block-Konter-Spiels etliche männliche Kontrahenten regelmäßig zur Verzweiflung bringt, mussten die jungen TTC´lerinnen trotz tollen Kampfes abgeben. Als dann Elena Zepf, nach ihrer Niederlage gegen die abgezockte Noppenspielerin Karin Maag, auch gegen Simone Kiedrowski, genau wie zeitgleich Anna Sikeler gegen Andrea Skokanitsch, beinahe aussichtslos mit Matchbällen gegen sich hinten lag, stand die Partie mehr denn je auf der Kippe. Die erste Niederlage überhaupt drohte. Doch mit taktischer Raffinesse und eines fortan offensiv beherzten Auftritts gelang es beiden Rottweilerinnen tatsächlich noch, ihr jeweiliges Spiel zu drehen und somit das Blatt der gesamten Partie zu Gunsten des Tabellenführers zu wenden. Die restlichen Partien gingen allesamt souverän an die plötzlich wie entfesselt aufspielenden Gäste, sodass ein knapper, wenn auch verdienter 8:6-Erfolg zu Buche stand.

TTC Rottweil versus TSV Eningen   8:0

TTC Rottweil versus TSV Sondelfingen   8:0

Beflügelt durch diesen hart umkämpften Auswärtssieg ließen die Rottweilerinnen auch am darauffolgenden Wochenende zu Hause gegen das Tabellenschlusslicht TSV Eningen sowie gegen den unangenehmen Tabellendritten aus Sondelfingen nichts mehr anbrennen. Durch eine konzentriert offensive und kompromisslose Spielweise, geprägt von sehenswerten Schüssen und rotationsreichen Topspins, ließ man den Gegnerinnen in beiden Begegnungen nicht einmal einen einzigen Spielgewinn – wobei man gegen die Gäste aus dem Reutlinger Stadtteil Sondelfingen für die beruflich verhinderte Mannschaftsführerin Selin Wehrmann mit der langjährigen Verbandsliga-Spielerin Melanie Kalmbach sogar obendrein ersatzverstärkt an die Platten treten konnte. Diese zwei lupenreine Kantersiege untermauern darüber hinaus die Dominanz über die gesamte Saison hinweg. Ein weiterer Sieg aus den restlichen Partien, und die erneute Meisterschaft wäre vorzeitig in trockenen Tüchern.

In der Rückrunde noch ohne Punktverlust

Landesklasse Herren, TTC Rottweil – TV Derendingen 9:7

Nach den erfolgreichen Auftritten in Metzingen, dem Heimsieg gegen Dettingen und zuletzt zwei hohen Siegen gegen Rottenburg sowie Sulgen, empfingen die Rottweiler mit dem TV Derendingen einen starken Gegner. In der Vorrunde war man auswärts nahezu chancelos mit 4:9 bei den Tübinger Vorstädtern untergegangen.

Im Rückrunden-Duell sannen die Hausherren auf ihre Revanche und erdachten sich dafür eine taktische Doppel-Aufstellung, die beinahe ein voller Erfolg werden sollte. Kapitän Timo Lehmann machte zusammen mit Philipp Rieger den Anfang mit einem 3:1-Sieg. Mit demselben Resultat verließen Müller/Schwicker den Tisch. Nun sollte Doppel Nummer drei den Coup komplett machen, doch ein gesundheitlich angeschlagener Markus Wöhrstein, fand genauso wie sein Partner Stefan Reichelt, nie zu seinen Stärken. Mit einer vergleichsweise schwachen Leistung mussten die Beiden dem Abwehr-Doppel der Gäste zu einem recht hohen Sieg gratulieren.

Immerhin führten die TTC-ler. Gerd Müller verhinderte mit einem sehr knappen Erfolg das Wechseln des knappen Vorsprungs, denn Reichelt verlor erwartungsgemäß. Der Verlust der Führung wurde im mittleren Paarkreuz sogar mit noch mehr Spannung abgewendet: Philipp Rieger konnte ein verloren geglaubtes Einzel noch umbiegen, während die andere Partie an die Derendinger ging. Weiterhin lagen die Rottweiler hauchdünn vorne. Daran änderte sich zum Ende des ersten Durchgangs nichts mehr, da nur Timo Lehmann im unteren Paarkreuz für den TTC punktete.

Es ging äußerst spannend weiter: Müller lieferte sich mit Saric ein enges Duell, das er nur mit zwei Bällen Differenz im fünften Durchgang gewann. Den Entscheidungssatz erreichte ebenfalls Stefan Reichelt, doch dort musste er einem hohen Rückstand hinterher laufen. Nach Abwehr zahlreicher Matchbälle zwang er Gegenüber Varga in die Verlängerung. Leider verließ dort der Gästespieler nach großem Kampf als Sieger die Box. Die 6:5-Führung konnte in der Mitte nicht verteidigt werden. Zwei Derendinger Erfolge brachten erstmals einen Rückstand für die Rottweiler Hausherren. Angepeitscht von den eigenen Fans konterten die TTC-ler jedoch: Routinier Julius Schwicker und der an diesem Abend sehr starke Lehmann sorgten für ein 8:7, als Timo Lehmann mit Partner Philipp Rieger direkt im Anschluss zum Schlussdoppel antreten musste. Kompromisslos und konzentriert empfahl sich die erstmals als Spitzendoppel aufgebotene Paarung, indem sie keinen Satz verlor und einen umkämpften Mannschaftserfolg sicherten.

An insgesamt vier Punkten beteiligt: Ein starker Timo Lehmann.

Vorübergehend wieder Tabellenzweiter

TTVWH-Landesklasse

TTC Rottweil versus TSV Dettingen   9:5

 

Nach einem durchwachsenen Rückrundenstart in Metzingen empfingen die Rottweiler vergangenes Wochenende den spielstarken Tabellensechsten des TSV Dettingen um ihren kaum zu bezwingenden ehemaligen Zweitliga-Spieler Peter Skulski. Die Hausherren mussten zwar auf ihren wieder einmal verletzten Vorstand Markus Woehrstein verzichten, konnten aber mit ihrem neuen Top-Akteur Sebastian Hirschberg sozusagen ersatzverstärkt an die Platten treten.

Obwohl allen Beteiligten bewusst war, dass man gegen solch einen Gegner keine Partie leichtfertig abgeben sollte, gelang es – wie so oft in den letzten Partien – eben wieder nicht, mit einer Führung aus den Eingangsdoppel zu gehen – zu viele Konzentrationslöcher und somit leichte Fehler durchzogen vor allem das einstige Verbandsliga-Spitzendoppel aus Gerd Müller und Julius Schwicker. Als dann neben den beiden abgegebenen Einzeln gegen Dettingens Skulski auch noch Philipp Rieger in einem sehenswerten Duell gegen den blocksicheren Matthias Bubeck unterlag, stand die Partie mehr denn je auf der Kippe. Es lag nun insbesondere an Stefan Reichelt in einer wahrlich nicht hochklassigen, jedoch wahrhaft spannenden Nervenschlacht gegen Dietmar „Topspin“ Veith das Ruder zu Gunsten der Neckarstädter herumzureißen. Davon angestachelt, zeigten sich im vorderen Paarkreuz dann sowohl Müller als auch Hirschberg gegen den ebenfalls höherklassig erfahrenen Wolfgang Romer jeweils wieder von ihrer besten Seite und so vermochten Mannschaftskapitän Timo Lehmann und Altmeister Julius Schwicker nur noch nachzulegen – was beide auch postwendend taten.

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Für´s Zählen und Coachen reichte es beim 1. Vorstand an jenem Tage gerade noch so.

In seinem zweiten Einzel gegen Veith gelang es wiederum auch Rieger, von Beginn an offensiv mutig, jedoch auch deutlich fokussierter und platzierter zu agieren, sodass auch hier ein knapper, aber verdienter Sieg zu Buche stand. Erneut eher reagierend, zitterte – genauer gesagt blockte – Stefan Reichelt gemeinsam mit den mitfiebernden Zuschauern und seinem fiebrigen, ihn dennoch coachenden Vorstandskollegen Markus Woehrstein sein Match gegen Bubeck gerade noch so nach Hause, sodass Julius Schwicker gegen die Gäste aus dem oberen Ermstal doch noch relativ souverän den Deckel draufsetzen konnte.

Für das moralische Selbstvertrauen aller Rottweiler ein wichtiger Erfolg, geht es doch in den nächsten Wochen in strapaziösem Kampfe um die Vize-Meisterschaft primär darum, nicht zu früh die weisse Fahne in Sachen Aufstieg hissen zu wollen.

Sieg trotz Sand im Getriebe

TTVWH-Landesklasse Herren

 

Zum Rückrundenstart gastierte die erste Herrenmannschaft des TTC Rottweil zum wiederholten Male in den letzten Jahren bei den sympathischen wie kampfstarken Hausherren des Turnerbundes aus Metzingen, die mit Hilfe ihrer Zuschauer auch am vergangenen Samstag ihre Halle wieder in ein frenetisches Tollhaus zu verwandeln versuchten.

Nachdem die letzten Begegnungen der Hinrunde schon deutlich machten, dass die Truppe um Kapitän Timo Lehmann erheblich außer Tritt geraten sein möge, stellte die erste Partie nach knapp zweimonatiger Winterpause eine wichtige Standortbestimmung dar. Unglücklicherweise kamen zu den kurzfristigen Absagen Julius Schwickers und Philipp Riegers auch noch die angeschlagenen Herwig Lehnert und Markus Woehrstein hinzu, sodass dieses Auswärtsspiel gegen den Tabellenachten zu einem echten Prüfstein werden sollte. Welch ein Glück für die Reichsstädter, dass im Spätherbst des letzten Jahres mit dem ehemaligen Badenliga-Spieler Sebastian Hirschberg  ein echter Könner seines Fachs  hinzustieß, der auch gleich in seinem ersten Einsatz vollends zu überzeugen wusste.

Gemeinsam mit Doppelpartner Woehrstein wurde nicht nur das gegnerische Einserdoppel ohne Satzverlust abgefertigt, sondern auch Metzingens Spitzenspieler Schmid mit dem gleichen Resultat von der Platte geschickt. Mit seinem variablen Abwehrspiel gelang es ihm trotz eines 0:2-Satzrückstandes auch noch beinahe, den bärenstarken Brodbeck im Entscheidungssatz zu bezwingen, doch Nuancen entschieden schlussendlich, dass das mit Abstand hochklassigste Spiel des Abends hauchdünn an dessen Kontrahenten ging. Sehenswerte Abwehrschlachten und schnelle Gegen-Topspins zogen die zahlreichen Zuschauer in ihren Bann.

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War – genau wie seine Kollegen – schon besser aufgelegt: Spitzenspieler Gerd Müller

Hirschbergs Kollegen zeigten analog zur Vorrunde weiterhin äußerst durchwachsene Leistungen, sodass es trotz einer zwischenzeitlichen 4:1 und 6:2-Führung am Ende noch einmal richtig spannend wurde und der finale Fünfsatz-Krimi von Mannschaftsführer Lehmann – das parallele Schlussdoppel lag ebenfalls auf Messers Schneide – die Entscheidung zum hart umkämpften 9:6-Auswärtserfolg bringen musste. Immerhin vermochte jeder Akteur, sich mindestens einmal in die Siegerliste einzutragen, wobei bei allen Rottweilern, einschließlich des Spitzenspielers Gerd Müller, eklatante Leistungsschwankungen sowie Konzentrationslöcher nicht zu leugnen waren.  Es bleibt für das Lehmann-Oktett also noch jede Menge Arbeit bis zum nächsten Spiel am kommenden Samstag gegen den TSV Dettingen und ihren fast nicht zu bezwingenden ehemaligen Zweitliga-Akteur Peter Skulski.

 

Hauchdünn(ötig) an einer Medaille vorbei – Denise Döttling dennoch mit Top-Platzierung

Gleich mehrere Nachwuchstalente des TTC Rottweil nahmen für den Tischtennisbezirk Oberer Neckar am vergangenen Wochenende bei den Jahrgangsmeisterschaften des Tischtennisverbandes Württemberg-Hohenzollern in Weinstadt teil. Wie schon vor zwei Jahren war der TSV Schnait Gastgeber dieser Großveranstaltung.

Jeder der Bezirke durfte seine zwei besten Akteure pro Jahrgangsstufe zu diesen Meisterschaften melden, sodass letztendlich 32 Akteure einer Altersklasse um den Titel des württembergischen Meisters kämpften. Neben den Einzeln wurde auch die Doppelkonkurrenz ausgetragen, wobei immer die beiden Akteure eines Bezirks ein Duo bildeten. Am Samstag spielten die Altersklassen U14, U15 und U18, während am Sonntag die Spielklassen U11 bis U13 ausgespielt wurden. Mit dem Quartett aus Denise Döttling, Elena und Maximilian Zepf sowie Cesare Schiattarella trat der TTC am ersten Tag bei den Titelkämpfen an.

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Am Einsatz lag es nicht: Elena Zepf

 

Bei den Jungen U15 zeigte Maximilian Zepf dann eine insgesamt gute Leistung. Das Überstehen der Gruppenphase war ihm trotz einer insgesamt ebenfalls guten Tagesleistung nicht vergönnt, wobei er – leider seine vielen Chancen nicht nutzend – äußerst knapp gegen den kampfstarken Abwehrspieler Moritz Männle vom DJK Sportbund Stuttgart unterlag und somit unglücklich als Gruppendritter ausschied. Im Doppel erwischte er jedoch zusammen mit Jonas Ritter vom TSV Nusplingen nicht unbedingt das glücklichste Los – wie bereits in den letzten beiden Jahren trafen beide auf jenen Fabian Haid, dieser im Anschluß den Einzel-Wettbewerb gewinnen sollte, und dessen spielstarken Partner Collin Ankenbauer, sodass nach der ersten Runde bereits die Koffer zu packen waren. Für Cesare Schiattarella wiederum waren an jenem Tage die Gegner im Wettbewerb der Jungen U14 einfach in den entscheidenden Phasen der einzelnen Sätze einen Tick zu dominant, er selbst teilweise zu nervös und unsicher; jedoch wird er an dieser Teilnahme wachsen und im kommenden Jahr gewiss stärker wiederkehren.

Für die Highlights aus Bezirksperspektive sorgte am Samstag neben der jungen Nusplingerin Vanessa Klaiber, die gleich zwei Bronzemedaillen im Wettbewerb der Mädchen U15 gewinnen konnte und somit den bislang größten Erfolg ihrer Karriere einfuhr, auch Rottweils an diesem Tage bärenstarke Spitzenspielerin Denise Döttling – allerdings schrammte sie im Wettbewerb der Mädchen U18 an einer Bronzemedaille leider knapp vorbei – und das gleich zweimal. Aufgrund einer fokussierten Tagesleistung sowie unter anderem eines Sieges gegen Frickenhausens Oberliga-Spielerin Hasanovic, gelang es ihr, die Gruppenphase souverän als Erstplatzierte zu überstehen. Im Achtelfinale wartete dann zwar keine Geringere als die Stuttgarter Verbandsliga-Spielerin Yankova, doch auch diese konnte durch einen kämpferischen Kraftakt bezwungen werden. Im Viertelfinale kam es dann zum Duell gegen die Siegerin der beiden vorangegangenen Jahre. Doch mit einer taktisch perfekten, auf Platzierung und viel Spin ausgelegten Umsetzung, gelang es der jungen Rottweilerin,  selbst Regionalliga-Spielerin Antonia Walkenhorst an den Rande einer Niederlage zu bringen. Unglücklicherweise schaffte sie es leider nicht, eine 8:4-Führung im vierten Satz nach Hause zu bringen, sodass sich schlussendlich doch noch die Nervenstärke der späteren Finalistin aus Schönmünzach im anschließenden Entscheidungssatz durchzusetzen vermochte.

Auch im Doppel-Wettbewerb zeigte die Rottweilerin zusammen mit einer im offenen Spiel druckvoll und sicher agierenden Elena Zepf eine bemerkenswerte Leistung, wobei beide hauchdünn im Viertelfinale recht unglücklich gegen die späteren Siegerinnen die Segel streichen mussten. Respektive der potentiellen Halbfinal-Konkurrentinnen und insbesondere aufgrund ihrer Tagesform wäre für Rottweils Topspielerin – sowohl im Einzel als auch im Doppel an jenem Tage – definitiv Großes möglich gewesen – doch die Nerven streikten. Bitter, da ihr lädierter und ansonsten so verletzungsanfälliger Körper sogar ausnahmsweise einmal mitspielte. Ebenfalls als bitter lässt sich der Auftritt Elena Zepfs bezeichnen. In einer sehr schweren Gruppe hatte sie gleich zwei favorisierte Gegnerinnen am Rande einer Niederlage. Sehenswerte Ballwechsel und druckvolle Konterschläge säumten ihr Spiel. Wenn da nicht die Vielzahl an leichten Schupf-Fehlern speziell im Rückschlag gewesen wären – trainingsdefizitäre Unsicherheiten machten ihr immer wieder in den entscheidenden Phasen der jeweiligen Partien einen Strich durch die Rechnung.

Am Sonntag kämpften dann wiederum die jüngsten Akteure des Bezirkes Oberer Neckar mit den Besten des Verbandes um die Meisterehren. Verena Karg und Leart Mulaki traten hierbei jeweils bei den Mädchen bzw. den Jungen U13 an. Leart Mulaki –  sogar an einem Sieg schnuppernd – schied trotz teilweise guter Leistung mit drei Niederlagen bereits in der Vorrunde aus, wobei zumeist auch der Faktor Nervosität eine nicht zu unterschätzende Rolle spielte. Der jungen Verena Karg gelang sogar ein Sieg in ihrer Gruppe, wobei in den anderen beiden Partien die Überlegenheit ihrer Gegnerinnen neidlos anzuerkennen war. Im Doppel konnte sie gemeinsam mit Marschalkenzimmerns Amelie Vollmer duchaus überzeugen, beide machten nur unglücklicherweise die Sätze nicht zu und schieden somit hauchdünn im Achtelfinale aus.

Die erspielten Ergebnisse auf den Verbandsmeisterschaften sind einmal mehr ein Resultat der nachhaltigen, qualitativ hochwertigen und primär äußerst engagierten Jugendarbeit des TTC Rottweil, jedoch auch ein Indikator dafür, dass gegen eine Vielzahl täglich und semi-professionell trainierender Gegner die Trauben auf Verbandsebene natürlich etwas höher, wenn nicht gar unerreichbar hängen. So war es dementsprechend wenig überraschend, dass es trotz einer guten Tagesleistung bei den meisten Spielern und Spielerinnen des Bezirkes Oberer Neckar eben nicht für die  Endrunde reichte, gar reichen konnte. Es gelte vielmehr, die Relation des Aufwandes und Ertrages zu sehen und diverse sozio-strukturelle Gegebenheiten in gewissem Rahmen einfach auch zu akzeptieren. Der zu vermittelnde Spaß und die Freude an unserer tollen Sportart sollten für alle Kinder und Jugendlichen jederzeit im Vordergrund stehen – das oberste Credo lautet: Begeisterung wecken.

Wanderpokal zurückgeholt

2015 und 2016 hatten Gerd Müller und Stefan Reichelt bereits den Bära-Cup gewonnen. Das traditionelle Turnier, das der TSV Nusplingen um den Dreikönigstag herum ausrichtet, dient vielen als willkommener Formcheck vor dem Rückrunden-Start.

Im letzten Jahr hatte Gerd Müller verletzungsbedingt passen müssen, im Jahr davor war im Halbfinale Schluss für die Rottweiler. Dieses Mal waren die TTCler erneut unter den Turnierfavoriten zu sehen. In der Gruppenphase zeigten sie bereits weshalb: Mit 3:0 Siegen, 9:0 Spielen und 27:2 Sätzen belegten sie den ersten Platz, welcher ihnen im Achtelfinale ein Freilos verschaffte.

Ein gut funktionierendes Doppel: Müller/Reichelt

Wirkliches Losglück hatten Müller/Reichelt allerdings nicht: Bereits im Viertelfinale trafen sie auf das spielstarke Team Ergenzingen II. Nach einem 3:1 – Sieg folgte im Halbfinale dasselbe Resultat gegen Ergenzingen I, das vom Papier her als zweitstärkste Formation nach den Rottweilern galt.

In beiden Spielen zeigte sich vorallem Gerd Müller gut aufgelegt. Zudem funktionierten die TTCler im Doppel hervorragend und verloren dort bis zum Finale keinen Satz. Der Sieg der Paarung beim Bära-Cup lag in Reichweite. Dafür musste final die Mannschaft Tailfingen-Margrethausen II bezwungen werden. Gerd Müller machte den Anfang mit einem ungefährdeten Sieg, doch der Gegner glich postwend aus. Im anschließenden Doppel gaben sich die Rottweiler keine Blöße und Müller vollendete mit seinem zweiten Einzelsieg zum 3:1, womit Reichelts Sieg nicht mehr in die Wertung kam.

Zum dritten Mal nach 2015 und 2016 ging der Wanderpokal an die Rottweiler Müller/Reichelt.

So sehen Sieger aus: Reichelt (links) und Müller nach ihrem dritten Erfolg.