C(a)esare – Kaiser der Bezirksj(u15)gend

Bei den diesjährigen Bezirksmeisterschaften der Jugend am vergangenen Wochenende in Wehingen startete der TTC Rottweil mit insgesamt 14 Jugendlichen und war zusammen mit dem TSV Nusplingen nicht nur quantitativ am stärksten vertreten, sondern auch qualitativ wurde durchaus überzeugende Arbeit abgeliefert.

cesare schiattarella - bezirksmeister

Spinreiche Topspins und mentale Stärke: Bezirksmeister der Jungen U15, Cesare Schiattarella

Am Ort seines bisher größten Erfolges zeigte der vierzehnjährige Cesare Schiattarella auch sechs Wochen nach seines Ranglisten-Triumphes erneut sein exorbitantes Potenzial und diktierte mit rotationsreichen Topspins auf Vorhand wie Rückhand zumeist das Geschehen. Insbesondere in den Partien gegen die beiden Mitfavoriten, Spaichingens Paul Merkt sowie Deisslingens Jesse Strunskyy, agierte er taktisch klug sowie technisch sauber – einzig gegen den aggressiv aufziehenden Strunskyy bedurfte es auch etwas situatives Spielglück im Entscheidungssatz. Selbst als gegen Turnierende bisweilen die Konzentration etwas nachzulassen drohte, trugen ihn seine zumindest an diesem Tage äußerst positive Einstellung sowie sein herausragendes Ballgefühl schließlich zu drei überragenden Sätzen, sodass er im Finale Spaichingens Merkt, trotz des verlorenen ersten Satzes, anschließend nicht mehr den Hauch einer Chance ließ. Mit diesem erneuten Erfolg qualifizierte sich der junge Rottweiler für die anstehenden Jahrgangsmeisterschaften, wo Anfang Januar in Metzingen die jeweils Besten aus vier Bezirken um BaWü-Startplätze wetteifern. Eben jenes Ticket sicherte sich bei der weiblichen Jugend, im Top-Duell zweier Landesliga-Spitzenspielerinnen, auch Denise Döttling, die ihre ärgste Konkurrentin, Nusplingens Vanessa Klaiber, nach gewissen Startschwierigkeiten dann doch noch souverän mit 3:0 in Schach hielt.

Doch auch die Jüngsten im Bunde wollten ihren älteren Vereinskameraden in Nichts nachstehen. So errang Lukas Geiger einen beachtlichen und nicht unbedingt für möglich gehaltenen 3. Platz bei den Jungen U13. Ebenfalls Dritter wurde Severin Staudinger bei den Jungen U14 sowie Tim Schillings bei den Jungen U12. In eben jener Konkurrenz erspielte sich Daniel Welge einen souveränen zweiten Platz, wobei er in der Höhe etwas überraschend gegen Nusplingens Leon Richter unterlag. Bei den Jungen U18 musste sich Carlos Hoffmann im Viertelfinale dem späteren Sieger, Jonas Ritter vom TSV Nusplingen, geschlagen geben. Leart Mulaki schied ebenfalls im Viertelfinale der Jungen U14 knapp und etwas unglücklich gegen den späteren Finalisten, Justin Scherf vom TTC Spaichingen, aus. Auch Noah Callies hatte in dieser Altersklasse nicht unbedingt Fortuna auf seiner Seite – er musste sich trotz ansprechender Tagesleistung leider seinen Nerven, vermeidbaren Fehlern und somit zweien seiner Gegner jeweils recht bitter im Entscheidungssatz beugen. David Gratwohl, Kilian Raimann, Nils Geiger und Verena Karg mussten trotz durchaus gutem Tischtennis in ihren teils stark besetzten Gruppen noch etwas Lehrgeld bezahlen und verpassten – zumindest noch in diesem Jahr – die K.o.-Runde.

Im Anschluss an die Einzelrunden standen noch die Doppel-Konkurrenzen auf dem Plan. Von der Euphorie seines Einzel-Triumphes beflügelt, erhoffte Cesare Schiattarella an der Seite seines Deisslinger Tischtennisfreundes Jesse Strunskyy auf den nächsten Tageserfolg. Doch beiden gelang es leider nicht, ihrer selbst ernannten Favoritenrolle gerecht zu werden – zu viele Unkonzentriertheiten und ein Hauch verspielte Überheblichkeit säumten ihre Partien. Dementsprechend folgte relativ unnötig, wenn auch verdient, im Halbfinale gegen das Spaichinger Duo aus Paul Merkt und Tim Grudno hauchdünn das Aus. Denise Döttling hatte an der Seite der gehandicapten Verena Karg ebenfalls die Möglichkeit, sich an diesem Tage das Double zu sichern. Vergebene Chancen, speziell im vierten und fünften Satz, sowie spielstarke Gegnerinnen ließen die beiden am Ende allerdings nur über Silber jubeln.

 

 

Tabellenführung nach Krimi verteidigt

TTC Rottweil IV versus TTFC Dürbheim II   8:8

 

Zum Showdown der direkten Tabellennachbarn kam es am vergangenen Samstagnachmittag in der Rottweiler Doppelsporthalle gegen die Tischtennisfreunde aus Dürbheim. Die beiden bis dato noch ungeschlagenen Mannschaften, nahezu in Bestbesetzung antretend, starteten mit den drei Eröffnungsdoppeln. Leider konnten hier für Rottweil nur das Vater-Sohn-Gespann aus Frieder und Andreas Reichelt punkten. Die Paarungen Simon Kienzler/Robert Döttling sowie Yusup Tevs/Vladimir Logunov mussten sich beide in hart umkämpften Partien jeweils knapp geschlagen geben. Tevs/Logunov vergaben gegen das gegnerische Spitzendoppel sogar mehrere Matchbälle.

mk2n6422_web

Gekämpft wie eh und je: Mannschaftsführer Frieder Reichelt

Im ersten Einzel erhöhte der TTFC Dürbheim zwar auf eine 3:1-Führung, aber Yusup Tevs und Robert Döttling glichen die hauchdünne Niederlage Simon Kienzlers gegen Dürbheims Nummer zwei, Sebastian Mauch, mit zwei verdienten Erfolgen postwendend aus. Bis zum 5:5-Zwischenstand, legte der TTFC immer ein Spiel vor, die Gastgeber konnten aber durch Frieder Reichelt und Simon Kienzler Anschluss halten. Dann erkämpfte Yusup Tevs jedoch erstmals die TTC-Führung, nachdem er in einer beeindruckenden Partie, die vom spielerischen Niveau eher Rückschlüsse auf höhere Spielklassen schließen ließ, seinen Kontrahenten Mauch nach eines 0:2-Satzrückstandes noch niederrang. Doch im Zuge der vermeidbaren Fünfsatz-Niederlage Döttlings folgte prompt der Einstand. Die extrem spannende Begegnung hatte zu diesem Zeitpunkt 12 Spiele erlebt, von denen ganze 7 Begegnungen erst im finalen Entscheidungssatz ihr Ende fanden. Gleich anschließend schien sich der Gast erfolgreich absetzen zu können und ging mit 8:6 in Front, sodass bereits mindestens ein gesichertes Remis aus Rottweil entführt werden konnte. Doch nicht nur die Gäste lechzten nach mehr – auch die Hausherren wollten nicht kampflos ihre Tabellenführung abgeben. Vladimir Logunov erzwang durch eine fokussierte wie couragiert offensive Leistung im letzten Einzel des Tages tatsächlich noch das Schlussdoppel. Auch hier wiederum waren, spannend bis zum letzten Punkt, fünf Sätze nötig, ehe Kienzler/Döttling mit mutigen und variablen Topspins doch noch das bereits verloren geglaubte Unentschieden zu Gunsten der Reichsstädter sichern konnten. Letztendlich wohl für beide Teams nach dreieinhalb Stunden eine leistungsgerechte Punkteteilung, wodurch sich der TTC Rottweil an der Tabellenspitze behaupten konnte.

Das Spitzenspiel kann kommen

Landesliga Damen 

TTC Rottweil versus SpVgg Weil der Stadt  8:4

Es ist angerichtet. Das Topspiel um den Verbandsklasse-Aufstieg, Erster gegen Zweiter, am kommenden Sonntagmorgen beim ebenfalls noch ungeschlagenen Tabellenführer in Mühringen kann kommen. Aber zunächst zur Chronologie der Ereignisse.  Am vergangenen Sonntag empfing der TTC Rottweil in der heimischen Doppelsporthalle das bis dahin gleichermaßen noch ungeschlagene Team der SpVgg Weil der Stadt.

Während in den beiden Doppeln die Paarung aus Selin Wehrmann und Elena Zepf ihre Führung nicht halten konnten und noch unnötigerweise den Kürzeren zogen, rangen Anna Sikeler und Denise Döttling das gegnerische Spitzendoppel mit 3:1-Sätzen nieder und bestätigten, dass der TTC mit ihnen wohl eines der besten Landesliga-Doppel stellen darf.

IMG-20171228-WA0019[1]

Trotz schmerzhafter Verletzung auf die Zähne gebissen: Punktegarantin Denise Döttling

In den darauffolgenden Einzelpartien legten Döttling und Wehrmann mit souveränen Erfolgen nach, während Sikeler sich erst im Entscheidungssatz, wenn auch verdientermaßen durchsetzen konnte. Eine Zwischenführung von 4:1 gab eine erste optimistische Tendenz vor. Während Döttling, die sich tags zuvor beim Bezirksklasse-Spiel der zweiten Herrenmannschaft eine Knieverletzung zuzog,  sich nichtsdestotrotz allein durch ihre Klasse im Auf- und Rückschlag deutlich durchsetzte, verlor Mitspielerin Zepf am Nebentisch in ebensolchem Eiltempo. Als zusätzlich dann auch noch Anna Sikeler, die mental wirklich nicht ihren besten Tag erwischte, ihr zweites Einzel unnötig im fünften Satz abgab und Mannschaftsführerin Selin Wehrmann ihr ebenso vermeidbar nachahmte, drohte plötzlich wieder Spannung aufzukommen.  Nach eines wiederholt klaren Sieges durch Spitzenspielerin Döttling, traten nun auch ihre Kolleginnen Wehrmann und Zepf motiviert und auf Revanche sinnend an die Platten. Zwei konzentrierte und strukturierte Spielanlagen ebneten infolgedessen den Weg zu den beiden souveränen Einzel-Triumphen und eines verdienten 8:4-Heimerfolges, der durchaus noch deutlicher hätte ausfallen können. Gegen die offensiv spielstarken, jungen Damen des TTC Mühringen gilt es jedoch wieder, ein deutlich fokussierteres Gesicht zu zeigen.

Erster Landesliga-Sieg seit 46 Jahren

Landesliga Herren

TTC Rottweil – TTG Unterreichenbach-Dennjächt 9:5

Letztmalig spielte ein Rottweiler Herrenteam in der Saison 1972/73 in der Landesliga. Nach der Rückkehr 2019 gingen die ersten drei Saisonspiele auswärts verloren. Nun kam es zum ersten Heimspiel in der neuen Klasse nach über 46 Jahren. Der Gegner, und das machte die Angelegenheit spektakulärer, sollte die TTG Unterreichenbach-Dennjächt sein, gegen die man im Mai dieses Jahres den Landesliga-Aufstieg zunächst verspielt hatte.

Zur Partie reisten die Gäste in Bestbesetzung und im Vergleich zur Vorsaison mit neuer Nummer 1 an. TTC-Captain Stefan Reichelt konnte ebenfalls personell aus dem Vollen schöpfen. Die Hausherren hatten sich viel vorgenommen und sannen auf Revanche für die knappe Relegations-Niederlage.

Bereits die Doppel verliefen plangemäß: Hirschberg/Käshammer gewannen ungefährdet, Müller/Lehmann hatten trotz Niederlage auch gute Momente und Doppel 3 siegte mit sehr guter Leistung (Rieger) und maximal solider Performance (Reichelt). Doch bereits in den ersten Einzeln drohte sich das Blatt zu wenden. Gerd Müller hatte – auch verletzungsbedingt – wenige Chancen, ebenso lag Sebastian Hirschberg bereits scheinbar aussichtslos gegen Seidel zurück. Ein gut gewähltes Time-Out von Mannschaftskollegin Jenny Käshammer half ihm aber wieder zurück in die Spur. Tatsächlich drehte Rottweils Abwehrspieler das Match mit atemberaubenden Bällen noch zu seinen Gunsten.

Ein erfolgreiches Doppel: Philipp Rieger (links) und Stefan Reichelt

In der Mitte konnte Philipp Rieger nicht an seine Doppelleistung anknüpfen, während Stefan Reichelt gegen Gaa eine wirklich gute Vorstellung zeigte. Dennoch stand Reichelt kurz vor der Niederlage, erst neue taktische Varianten brachten einen überraschenden Erfolg im Entscheidungssatz zum 4:3-Zwischenstand. Umkämpft war ebenfalls der Sieg von Jenny Käshammer über Materialspieler Treiber, wohingegen Timo Lehmann sich an Sawa schadlos hielt.

Nach einer weiteren Niederlage auf Seiten des TTC, punktete Hirschberg nach sehr guter Vorstellung gegen Becht zum Spielstand von 7:4. Ausgeglichen ging es im folgenden Paarkreuz weiter. Wiederum siegte hier Reichelt und sicherte bereits einen Punkt für die Hausherren. Noch wäre für die Gäste ein Unentschieden möglich gewesen, doch Jenny Käshammer wankte in vier Sätzen gegen Sawa, wenn überhaupt, nur kurzzeitig und machte den ersten Erfolg für die TTC-ler perfekt.

Nächsten Sonntag sollen nach Möglichkeit beim Mitaufsteiger SSV Schönmünzach weitere Zähler eingefahren werden. Aber Vorsicht ist geboten: Zu unterschätzen sind die Baiersbronner sicher nicht.

Willkommen bei den Chancenverspielern!

Landesliga Herren

TSV Betzingen versus TTC Rottweil  9:5

Die erste Herrenmannschaft des TTC Rottweil gastierte am vergangenen Wochenende beim spielstarken TSV Betzingen, um ihre ehemalige Bundesliga-Spielerin Alexandra Schankula. Auf dem Papier alles andere als eine leichte Aufgabe, musste man doch zusätzlich noch das krankheitsbedingte Fehlen Philipp Riegers, der spielstarken Nummer drei der Reichsstädter, kompensieren.

Was jedoch bereits in den Eingangsdoppeln folgte, war eine äußerst fokussierte Trotzreaktion, sodass man nach überzeugend deutlichen Siegen von Gerd Müller und Julius Schwicker sowie Sebastian Hirschberg und Markus Woehrstein verdientermaßen mit 2:1 in Front lag. Auch das taktisch umformierte Doppel aus Jenny Käshammer und Stefan Reichelt schlug sich gegen Alexandra Schankula und Kristian Tomsic, das mitunter beste Doppel der Liga, mehr als wacker und stand hauchdünn vor dem Entscheidungssatz.

Foto 21.10.18, 15 36 47

Wie in guten, alten Zeiten – ein stark gespieltes und folglich souverän gewonnenes Doppel: Gerd Müller und Julius Schwicker

In eben jenen fünften Satz kämpfte sich auch Sebastian Hirschberg und überzeugte mit spektakulärem Abwehrspiel gegen die langjährige Bundesliga-Akteurin Schankula auf voller Linie. Immer wieder brachte er diese mit variantenreichen Schnitt- und Tempowechseln in die Bredouille – einzig das Quäntchen Glück fehlte ihm beim Stand von 9:9, als er nach einer endlos sehenswerten Rallye leider den Kürzeren zog.  Als darauffolgend Reichelt gegen Michael Schenk sowie Käshammer gegen Jürgen Schankula einen souveränen bzw. hauchdünnen Sieg folgen ließen und auch Woehrstein bereits im finalen Satz gegegn Mathias Ndhlovu mit vier Punkten in Front lag, schien eine realistische Chance gegeben, an jenem Abend etwas Zählbares ergattern zu können. Doch der Rottweiler Vorstand agierte auf den letzten Metern nicht nur zu unplatziert, sondern auch zu passiv und musste folglich unnötigerweise seinem Kontrahenten genauso noch den Vortritt lassen, wie anschließend Schwicker, sowie auch Hirschberg und Müller in ihren zweiten Einzeln. Besonders Spitzenspieler Gerd Müller merkt man immer noch seine lange Verletzungspause deutlich an.

Ein Hoffnungsschimmer erkeimte jedoch noch einmal, als die an jenem Tage bärenstarke Jenny Käshammer ihre zweite Partie, nach zwischenzeitlich kleinen Turbulenzen, dann doch souverän nach Hause schaukelte und Doppelpartner Reichelt bereits mit 8:3 im Entscheidungssatz in Führung lag. Trotz couragierter Leistung vergab auch er gegen einen famos kämpfenden Schankula tatsächlich noch diese haushohe Führung. Als im Anschluss daran ebenso Routinier Schwicker in seiner Partie das Erreichen des fünften Satzes aus der Hand gab, spielte es auch keine Rolle mehr, dass Woehrstein im vierten Satz gegen Pfeiffer bereits auf die Siegerstraße einbog. Neben der Ernüchterung machte sich wieder einmal die Erkenntnis breit, dass man als Aufsteiger in dieser staken Liga zwar gegen so gut wie Jeden vollends mithalten und final dann auch etwas Zählbares holen könne, aber nur unter der Prämisse, Führungen und Grosschancen nicht so fahrlässig liegen zu lassen.

Am kommenden Sonntagmorgen um 10:30 Uhr erwartet man in heimischen Gefilden den Mitaufsteiger TTG Unterreichenbach-Dennjächt zum richtungsweisenden Spiel im spannenden Kampf gegen den Abstieg.

Nachwuchs spielt erneut um den Titel

Am vergangenen Wochenende empfingen die Jüngsten des TTC Rottweil in der Bezirksliga U13 die Gäste des TSV Höchmössingen, die kurz zuvor den SV Marschalkenzimmern mit 6:4 bezwingen konnten. Auch ohne ihre krankheitsbedingt fehlende Nummer zwei, Tim Schillings, gingen die Gastgeber bereits in den Doppeln äußerst fokussiert ans Werk, sodass beide Paarungen aus Daniel Welge und Hannes Kleinmann sowie Lukas und Nils Geiger jeweils mit 3:0-Sätzen die Platte als Sieger verlassen konnten.

smart

Mit (Unter-)Schnitt, Platzierung und Köpfchen einer der stärksten Akteure der Schüler-Bezirksliga: Daniel Welge

In den folgenden Einzelpartien musste zunächst Lukas Geiger im vorderen Paarkreuz dem vorhandstarken Spitzenspieler Moritz Haaga gratulieren, dieser im Anschluss jedoch von Rottweils Topspieler Daniel Welge mit platzierten und sicheren Unterschnittbällen als erster in der diesjährigen Saison souverän entzaubert wurde. Die zweite Einzelbegegnung Lukas Geigers bescherte ihm jedoch dann auch seinen ersehnten Erfolg. Mit druckvollen Vorhand-Topspins rang er seinen spielstarken Gegenüber verdient mit 3:1 nieder. Da im hinteren Paarkreuz ein hochkonzentrierter Nils Geiger sowie ein hochmotivierter und aggressiv angreifender Hannes Kleinmann nichts mehr anbrennen ließen, war der 9:1-Kantersieg für die Hausherren perfekt. Sollte das junge Rottweiler Team nun ihre nächsten beiden schwierigen Auswärtspartien in Seedorf und Marschalkenzimmern noch siegreich gestalten, stünde nach dem letztjährigen Meistertitel der erneute Triumph für die Schülermannschaft zu Buche.

Nach knappem Auswärtssieg voll im Soll

Landesliga Damen 

TuS Metzingen versus TTC Rottweil   6:8

Nach dem souveränen 8:3-Auftaktsieg zu Hause gegen Rottenburg ging es für die jungen Damen des TTC Rottweil vergangenen Samstagabend zum Mitaufsteiger aus Metzingen. Die Gastgeberinnen versuchten in absoluter Bestbesetzung antretend, sich für die beiden Niederlagen in der letztjährigen Landesklasse zu revanchieren, wo sie den spielstarken Rottweilerinnen in Sachen Meisterschaft klar den Vortritt lassen mussten. Bereits in den Doppeln mussten sich Selin Wehrmann und Elena Zepf der Paarung aus der ehemaligen Regionalliga-Akteurin Anja Skokanitsch und deren ebenfalls höherklassig erfahrenen Mutter Andrea – wenn auch äußerst knapp – geschlagen geben. Das spielstarke Top-Doppel aus Denise Döttling und Anna Sikeler glich allerdings postwendend aus.

IMG-20171228-WA0019[1]

Kam beim Aufeinandertreffen der beiden Topspielerinnen leider erst zu spät in die Gänge: Denise Döttling

Die drei Einzel gegen eben jene Metzinger Topspielerin, die auch in der Herren-Landesliga aufgrund ihres sicheren Block-Konter-Spiels etliche männliche Kontrahenten regelmäßig zur Verzweiflung bringt, mussten die jungen TTC´lerinnen trotz tollen Kampfes abgeben. Einzig Denise Döttling kam nach einem äußerst schwachen Start immer besser in Schwung, spielte dann auf Augenhöhe und stand kurz vor dem Entscheidungssatz. Als  kurz darauf Anna Sikeler gegen die abgezockte Mannschaftsführerin Andrea Skokanitsch am Rande einer Niederlage stand, und zeitgleich überraschend Elena Zepf, nach ihrer Niederlage gegen eben jene Skokanitsch, auch gegen Simone Kiedrowski den Kürzeren zog, drohte mehr denn je eine Punkteteilung. Doch mit taktischer Raffinesse und eines fortan offensiv beherzten Endspurts gelang es Sikeler tatsächlich noch, ihr Spiel zu drehen und somit das Blatt der gesamten Partie zu Gunsten des neuen Tabellenzweiten zu wenden. Die restlichen Einzelpartien gingen allesamt souverän an das jüngste Team der Liga, sodass ein knapper, wenn auch verdienter 8:6-Erfolg zu Buche stand.

Das ursprünglich formulierte Ziel Verbandsklasse-Aufstieg ist nach der erfreulichen Schwangerschaft Melanie Kalmbachs jedoch mehr als ungewiss, weswegen es einfach von Spiel zu Spiel zu denken gilt. Nächsten Sonntag erwartet man in der heimischen Doppelsporthalle das ebenfalls noch ungeschlagene Team der SpVgg Weil der Stadt.

Mit Fleiß kommt auch der Preis!

Bei der Jugendendrangsliste des Tischtennisbezirkes Oberer Neckar am vergangenen Sonntag in Wehingen gelang Cesare Schiattarella am Ende eines Kraft raubenden Tages mit dem souveränen Turniersieg in einem stark besetzten Teilnehmerfeld der Jungen U15 der bisher größte Erfolg seiner noch jungen Laufbahn.

IMG-20190929-WA0010[1]

Ein starkes Ranglistenturnier von beiden Nachwuchsspielern: Cesare Schiattarella und Leart Mulaki (von links).

Gegen teils – zumindest auf dem Papier – deutlich favorisierte Akteure aus der Verbands- sowie Landesklasse zeigte der vierzehnjährige Rottweiler sein ganzes Potenzial und diktierte mit rotationsreichen Topspins auf Vorhand wie Rückhand zumeist das Geschehen. Insbesondere in den Partien gegen die beiden Turnierfavoriten, Spaichingens Paul Merkt sowie Nusplingens Max Klaiber, agierte er taktisch klug sowie technisch sauber – einzig gegen den sehr aggressiv spielenden Deisslinger Jesse Strunskij bedurfte es auch etwas situatives Spielglück im Entscheidungssatz. Selbst als gegen Turnierende bisweilen die Konzentration etwas nachließ, trugen ihn sein unbändiger Kampfgeist sowie sein herausragendes Ballgefühl schließlich zu einer makellosen 8:0-Bilanz. Mit diesem lupenreinen Erfolg setzte Cesare Schiattarella für die anstehende Jugend-Schwerpunktrangliste, wo Ende Oktober die jeweils Besten aus vier Bezirken um BaWü-Startplätze wetteifern, nicht nur bereits ein kleines Ausrufezeichen, sondern belohnte sich primär für seinen vorbildlichen Trainingsfleiß in den letzten Monaten.

Doch auch in Person von dessen Teamkollegen Leart Mulaki spielte ein weiterer Rottweiler ebenfalls ein beachtliches Turnier. Einzig gegen Marschalkenzimmerns Sebastian Vollmer vergab er unnötigerweise etliche Satz- und Matchbälle, sodass hier eine vermeidbare Fünfsatz-Niederlage zu Buche stand. Trotz alledem bot auch er den Tag über – speziell gegen Adrian Musa aus Deisslingen – durchaus sehenswert druckvolles Tischtennis und erspielte sich schlussendlich mit einer starken 5:3-Bilanz einen Platz unter den Top 8.

 

Erneute Nervenschlacht und gutes Essen

Bezirksklasse Herren

TTC Rottweil II versus TG Schömberg  9:7

 

Auch am zweiten Spieltag der Bezirksklasse konnte die Landesliga-Reserve des TTC Rottweil in der heimischen Doppelsporthalle erst nach über dreieinhalb Stunden die Tische verlassen – glücklicher- aber auch verdienterweise erneut mit 9:7.

Zwar traten die Schömberger Gäste ohne ihre etatmäßige Nummer zwei, Felix Henke, an die Platten, allerdings fehlten den Hausherren ebenso erneut einige zum Stammpersonal gehörende Spieler/innen, sodass auch dieses Mal wieder die angeschlagene Denise Döttling, trotz vorangegangener Vierfach-Belastung mit der dritten Herrenmannschaft (verdientes, wenn auch etwas bitteres Remis gegen den Mitaufsteiger TTC Villingen) einsprang und bei der gleichzeitig an den Nebentischen ausgetragenen Landesliga-Partie der Damen (8:3-Erfolg gegen den TV Rottenburg) durch Jenny Käshammer vertreten wurde.

mk2n8032-1

Fokussierter und platzierter Rückschlag: Ein an diesem Tage bärenstarker Stefan Link

Von Beginn an entwickelte sich eine spannende Partie, sodass es nach den Eingangsdoppeln 2:1 für die Hausherren stand, besonders das Duo aus Manuel Schubnell und Michael Angster wusste hierbei vollends zu überzeugen. In allen drei Paarkreuzen folgte nach  sechs durchweg engen  Einzeln dann je eine Punkteteilung, was die zweite Einzelrunde mit einer hauchdünnen 5:4-Führung einläuten sollte. Gegen den gegnerischen Spitzenspieler Andreas Sauter returnierte Woehrstein dann recht clever, schlug dazu variabel auf und konterkarierte somit dessen aggressives Vorhandspiel. Zeitgleich brachte Sergej Traub mit spinreich sicheren Topspins seinen kampfstarken Gegenüber Heiko Angst zu Verzweiflung. Als dann auch noch Stefan Link seinen persönlichen Sahnetag mit einem glatten 3:0-Erfolg krönte, schien die Vorentscheidung zu Gunsten des TTC gefallen. Doch sowohl die junge Denise Döttling, die ihrem Körper wieder einmal Tribut zollen musste, als auch Angster, der trotz klarer Dominanz im Entscheidungssatz das Heft noch aus der Hand gab, mussten etwas unnötig wie bitter ihren Gegnern gratulieren. Einzig Schubnell musste die Überlegenheit des erfahrenen Abwehrstrategen Josef Sauter an jenem Abend neidlos anerkennen, wobei er selbst auch nicht in Gänze an die gute Form seines ersten Einzels herankam.

So musste es nun also doch noch das Spitzendoppel aus Stefan Link und Markus Woehrstein richten. Trotz des verlorenen ersten Satzes gegen die bis dato ungeschlagenen Alexander Leis und Felix Riedel, gerieten beide nie aus der Ruhe, sondern stellten taktisch speziell im Rückschlag etwas um und steigerten sich gekonnt von Satz zu Satz in ihrem druckvollen Spiel, sodass am Ende ein verdienter Erfolg nicht nur im Entscheidungsdoppel, sondern auch folglich insgesamt als Team zu Buche stand. Anschließend ging es zusammen mit weiteren Vereinskamerad(inn)en noch zum obligatorischen Abendessen bei Pasta und Pizza.

Personalengpass erfolgreich getrotzt

Bezirksklasse Herren

SV Bergfelden versus TTC Rottweil II   7:9

 

Zum Saisonauftakt in der Bezirksklasse der Herren gastierte die Landesliga-Reserve des TTC Rottweil beim Bezirksliga-Absteiger aus Bergfelden und erkämpfte sich trotz erheblicher Personalnot einen knappen, wenn auch verdienten Auswärtserfolg.

manuel schubnell

Tolles Doppel, starkes zweites Einzel: Manuel Schubnell.

Bereits in den Eingangsdoppeln konnten die Gäste mit Siegen durch das Duo Link/Woehrstein sowie gegen die gegnerische Spitzenpaarung durch Schubnell/Traub in Front gehen. Einzig das junge Damendoppel aus Döttling/Sikeler musste sich äußerst unglücklich im Entscheidungssatz beugen. Im Anschluss legten die Rottweiler mit zwei Siegen im vorderen Paarkreuz allerdings direkt nach und schraubten den Spielstand auf 4:1. Während Markus Woehrstein Bergfeldens Schlagenhauf regelrecht demontierte, zeigte Traub besonders im Entscheidungssatz sein ganzes Potential. Die Hausherren gaben jedoch zu keiner Zeit auf und kämpften um jeden Ball, sodass auf Rottweiler Seite einzig Denise Döttling noch punkten konnte. Die spontan einspringende Anna Sikeler zeigte trotz fehlenden Trainings eine solide Tagesleistung – allein das nötige Spielglück war ihr in den entscheidenden Phasen nicht vergönnt.

Neben der druckvoll offensiv und mutig agierenden Denise Döttling, die bei ihrer Herren-Premiere gleich beide Einzel gegen spielstarke Gegner ergattern konnte, bekam auch Rottweils Vorstand Woehrstein an jenem Abend seine Nerven in den Griff und unterstrich mit seinem zweiten Einzelerfolg, warum er diese Saison neben Hochmössingens Martin Fehrenbacher als der vermeintlich beste Spieler der Bezirksklasse gilt. Als dann auch noch Manuel Schubnell mit Hilfe eines souveränen Sieges seine Teamkameraden mit einer Führung in das Entscheidungsdoppel schickte, fing sich auch der an diesem Tage mental ziemlich blockierte Stefan Link wieder – und wie. Mit jedem gespielten Ball fand er stetig mehr Vertrauen in seine Offensivstärke und zeigte an der Seite Woehrsteins, dass es in jenem Schlussdoppel für die Hausherren nichts mehr zu erben gab – zu dominant und druckvoll überlegt traten beide ab Beginn des zweiten Satzes auf.

Dieser erfolgreiche Saisonstart ist in der ausgeglichen starken Liga, mit gleich drei direkten Absteigern sowie eines zusätzlichen Relegationsplatzes, bereits der erste Mut machende Fingerzeig für die weiteren knifflig engen Begegnungen.