Herren 1 spielen Landesliga

Als am Donnerstag die Klasseneinteilungen für die Saison 19/20 veröffentlicht wurden, fehlte ein bekanntes Gesicht in der Liste der Landesklasse Gruppe 5: Der TTC Rottweil.

Um den Vizemeister der Landesklasse 5 zu finden, musste man in die Landesliga Gr. 3 schauen. Nach der Enttäuschung, als in der Relegation am 4. Mai gegen die TTG Unterreichenbach-Dennjächt der sportliche Aufstieg knapp (7:9) verspielt wurde, erfolgte dieser nun am grünen Tisch. Möglich machte es ein Rückzug eines Verbandsklasse-Teams, das für die unteren Klassen einen Ketteneffekt erzeugte, infolgedessen auch der TTC Rottweil profitierte. Was bis zum versöhnlichen Ende der Geschichte geschehen war, erklärt die Rückschau auf die vergangene Saison.

Nach der Rückrundenmeisterschaft in der Saison 17/18 und damit dem Klassenerhalt nach punktloser Vorrunde, galten die Rottweiler manchen als Geheimfavorit auf den Titel 18/19. Die TTCl-er selbst spekulierten auf das vordere Drittel, doch schien klar, dass bei Normalverlauf der TTC Reutlingen das Meisterschaftsrennen für sich entscheiden würde.

Der Start des Lehmann-Sextetts verlief mit drei Siegen und einer Kampfloswertung vielversprechend, doch Ende Oktober war erstmals ersichtlich, dass die Saison kein Selbstläufer würde. Beim 8:8 gegen nominell stark ersatzgeschwächte Gomaringer bekleckerten sich die Rottweiler nicht mit Ruhm. Bis zum Ende der Vorrunde hielt die Formkrise an. Nach einem Arbeitssieg gegen Kellerkind Rottenburg folgten enttäuschende Auftritte gegen Derendingen, den TTC Reutlingen und schließlich Ergenzingen II. Nach diesen drei Niederlagen lagen die TTC-ler zum Vorrundenende nur Dank des besseren Spielverhältnisses auf Rang drei.

Zum Rückrundenauftakt, bei dem erstmals Winterneuzugang Sebastian Hirschberg zum Einsatz kam, erreichte man in Metzingen zunächst einen knappen Arbeitssieg. In der folgenden Partie wurde Dettingen mit passabler Leistung bezwungen, bevor die Rottweiler zwei hohe Siege gegen Abstiegskandidaten einfuhren. Ende Februar gab es in heimischer Halle beim 9:7 gegen Derendingen den ersten Formcheck, den der TTC ohne Hirschberg bestand.

Vor einem schweren Saisonfinale, den Partien gegen TTC Reutlingen und TTC Ergenzingen II, stolperten die Lehmänner nicht und sicherten sich weitere vier Punkte. Leider schaute ausgerechnet zum Duell beim TTC Reutlingen eine Krankheitswelle vorbei. Ersatzgeschwächt verkauften sich die Rottweiler gut, aber verließen die Tische als Verlierer. Damit kam es zum Endspiel zu Hause gegen Ergenzingen II. Der Sieger dieser Partie würde als Zweiter in die Aufstiegsrelegation gehen. Trotz des Heimvorteils lag die Favoritenrolle bei den Gästen, die zum einen vom Papier her stärker wirkten und weil zum anderen Hirschberg bei den Hausherren fehlte.

Trotz ungünstiger Vorzeichen brannten die Rottweiler ein wahres Feuerwerk ab und verwiesen ihre Kontrahenten mit einem sensationellen 9:0-Sieg aus der Halle. Dem Jubel folgten drei Wochen intensive Vorbereitung, die allerdings weitgehend ohne den angeschlagenen Gerd Müller stattfand.

Kurz vor dem Tag der Wahrheit flatterte die Information, dass der Landesliga-Achte aus Deißlingen nicht zur Relegation antreten würde, ins Haus. Somit müsste ein einziges Spiel gegen Unterreichenbach-Dennjächt entscheiden. Wie eingangs erwähnt, konnten die TTC-ler dieses nicht siegreich gestalten. Mit einer sehr großen Geräuschkulisse – in der Halle fanden zeitgleich acht Spiele verschiedener Wettbewerbe statt – sowie ungewohnten Spielbedingungen kamen die Rottweiler schlechter klar als ihre Gegner. Zwei Drittel der Reichsstädter verkauften sich im Einzel unter Wert, zudem ging nur ein Doppel an den TTC. Die Unterreichenbacher hingegen zeigten sich in engen Situationen abgeklärter und gewannen knapp, aber verdient.

Wie mittlerweile feststeht, tritt der TTC Rottweil in der Saison 19/20 nun doch in der Landesliga an. Dort kann das Ziel nur Klassenerhalt lauten, wenngleich sich der Spielerpool der Reichsstädter erweitert hat: Mit Jennifer Käshammer, die bisher für den TSV Betzingen hauptsächlich in der 3. Bundesliga Damen spielte, stößt eine Verstärkung hinzu.

Die erste Herrenmannschaft des TTC nach ihrem vorerst letzten Landesklasse-Spiel gegen Ergenzingen II, v.l.n.r.: Stefan Reichelt, Philipp Rieger, Timo Lehmann, Herwig Lehnert (knieend), Gerd Müller (knieend), Julius Schwicker und Markus Wöhrstein. Auf dem Bild fehlt Sebastian Hirschberg.

Rottweiler Postsportler nicht zu schlagen

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Die drei Erstplatzierten der Rottweiler Stadtmeisterschaften (von links): Michael und Markus Fuchs, Manfred Dietz und Fritz Haag sowie Andre und Angela Manke.

Am vergangenen Samstag lud der Tischtennisclub Rottweil zahlreiche Vereine und Unternehmen zu den diesjährigen Stadtmeisterschaften in die Doppelsporthalle, um ihr Können mit dem kleinen weißen Ball unter Beweis zu stellen und gemeinsam spaßige Stunden an den grünen Platten zu erleben.

Der sportliche Ehrgeiz kam bei den meisten Teilnehmerinnen und Teilnehmern dieses Zweierturnieres für Hobby- und Laienspieler dennoch nicht zu kurz – ganz im Gegenteil. Packende, spannende und durchaus sehenswerte Ballwechsel durchzogen einen Großteil der ausgetragenen Partien. Am Ende des reibungsfrei organisierten Turnieres setzte sich schlussendlich dann doch die Routine der beiden erfahrensten Akteure im Bunde durch.

Manfred Dietz und Fritz Haag gaben nicht einmal im Finale gegen den ehemaligen Fussballprofi Markus Fuchs und dessen ebenfalls tapfer kämpfenden Bruder Michael ein Spiel ab und sicherten somit der Post-Sport-Gemeinschaft Rottweil den Titel auf souveränste Weise. Neben tollen Erfahrungen mit der schnellsten Rückschlagsportart der Welt, wurden die zehn Besten der Rottweiler Stadtmeisterschaft wetteifernden Teilnehmerinnen und Teilnehmer jeweils mit Sachpreisen und Urkunden honoriert. Einzig das lange (sonnige) Wochenende verhinderte leider wohl eine noch positivere Teilnehmer-Resonanz. Nichtsdestotrotz soll dieses Event auch in den nächsten Jahren einen festen Platz im Kalender des Rottweiler Sports finden, allerdings an einem anderen Termin.

Es ist angerichtet: Die Stadtmeisterschaften können kommen!

Die Pokale auf Hochglanz poliert, die Präsente dekoriert, die Tische gesäubert – es ist angerichtet!
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Der Tischtennisclub Rottweil lädt diesen Samstag alle Interessierten recht herzlich ein, ihr Können mit dem kleinen weißen Ball unter Beweis zu stellen und gleichzeitig ihren Verein, ihre (private) Gruppe oder ihr Unternehmen präsentierend zu vertreten, wobei es sicher viele spaßige Momente zu erleben gibt.

Neben tollen Erfahrungen mit der schnellsten Rückschlagsportart der Welt, gewinnen die besten um die RoTTweiler Stadtmeisterschaft wetteifernden Teilnehmerinnen und Teilnehmer zusätzlich Sachpreise, Pokale und Urkunden.

 

Einfach jetzt noch schnell anmelden – Wir freuen uns auf euch. Besten Dank und bis Samstag.

 

Euer Tischtennisclub Rottweil

Herren 2 (endlich) zurück in der Bezirksklasse

Nachdem man im letzten Frühjahr noch in der Relegation am TTFC Dürbheim – auch aufgrund einer bitteren Verletzungsmisere kurz vor den Entscheidungsspielen – gescheitert war, machte man es in der Spielrunde 2018/2019 deutlich besser. Mit der souveränen Meisterschaft in der Kreisliga A und einer Bilanz von 32:4 Punkten, kehrt die Mannschaft des TTC Rottweil II zurück in die Bezirksklasse.

Der Grundstein für diesen Erfolg war sicherlich die Ausgeglichenheit des Teams – insbesondere im mittleren und hinteren Paarkreuz mussten die Gegner die Dominanz neidlos anerkennen. Die Spieler und Spielerinnen um Mannschaftsführer Holger Friede waren Melanie Kalmbach, Stefan Link, Sergej Traub, Michael Angster und Norbert Zeiselmeier. Leider musste die Mannschaft lange Zeit die (verletzungs- wie berufsbedingten) Ausfälle zweier Routiniers verkraften. Dieses Fehlen kompensierte Edeljoker Manuel Schubnell jedoch hervorragend. An dieser Stelle recht herzlichen Dank an Manuel für dessen Bereitschaft, in zwei Mannschaften gleichzeitig zu spielen. Ehrlichsten Dank gilt des Weiteren auch den restlichen Ersatzspielern Dimitri Zak, Philipp Baur, Dieter Schwarz, Selin Wehrmann, Markus und Robert Döttling. Alle 18 Rundenspiele wurden von Stefan Link sowie Mannschaftsführer Holger Friede absolviert. Sergej Traub spielte in 17 von 18 Partien und Philipp Schumpp kam auf 15 Einsätze. Danach folgte schon Edeljoker Manuel Schubnell mit 10 Spielen.

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Endlich wieder dort, wo man hingehört – Souveräner Bezirksklassen-Aufstieg: Philipp Schumpp, Sergej Traub, Manuel Schubnell, Stefan Link, Norbert Zeiselmeier, Michael Angster und Mannschaftsführer Holger Friede (von links).

Die sportliche Bilanz kann sich ebenfalls sehen lassen: Mit 32:4 Punkten und einer Bilanz von 153:67 Siegen war man sowohl in der Vor- als auch in der Rückrunde das beste Team der Liga. Auch in den Einzel- sowie in den Doppelbilanzen stellte man jeweils die stärkste Mannschaft. Herauszuheben ist hierbei nicht nur die Einzelbilanz Sergej Traubs mit 21:2 Siegen, sondern auch die Doppelbilanzen der Rottweiler. Bei 14 von 18 Saisonspielen lagen die Rottweiler nach den Eingangsdoppeln in Führung. Mit den Paarungen Traub/Schumpp (13:3 Siege), Angster/Friede (8:0 Siege) und Link/Zeiselmeier (6:2 Siege) hatte man drei sehr gut funktionierende Doppel gefunden.

Zum traditionellen Saisonausklang wandert die 2. Mannschaft nun wieder von Rottweil nach Horgen zum Minigolf spielen, mit anschließendem Einkehrschwung im Hirschen in Flözlingen. Die zweite Herrenmannschaft des TTC Rottweil geht mit einer fast unveränderten Aufstellung in die neue Runde. Das Team wird mit Manuel Schubnell ergänzt. Für die neue Runde strebt die Landesklassen-Reserve des TTC einen Platz im vorderen Mittelfeld der Bezirksklasse an.

Bedanken möchte sich das Friede-Oktett an dieser Stelle noch bei ihrem Hauptsponsor, der Firma Elektro Zeiselmeier, bezüglich des Textilien-Sponsorings, bei ihren Vorständen Markus Woehrstein und Stefan Reichelt für die unermüdliche Arbeit sowie bei den Mannschaftsführern der 3. und 4. Herren-Mannschaft, Robert Döttling bzw. Frieder Reichelt, für die personelle Unterstützung.

Junge Rottweiler schlagen sich reputabel

Verbandsfinale Minimeisterschaften

Am vergangenen Samstag fand der Verbandsentscheid der sogenannten Mini-Meisterschaften des Deutschen Tischtennisbundes in Ilshofen statt. Im fränkisch geprägten Nordosten Baden-Württembergs, zwischen der Kreisstadt Schwäbisch Hall und Crailsheim gelegen, traten auch die besten fünf Mini-Akteure des Tischtennisbezirkes Oberer Neckar zu den letzten Entscheidungsspielen vor den Deutschen Mini-Meisterschaften an die Platten.

Alina Scherer 9. Platz

Starker 9. Platz: Für Alina Scherer wäre sogar noch deutlich mehr möglich gewesen

Nach den in den letzten Monaten vorangegangenen Orts-, Kreis- und Bezirksentscheiden waren bei diesem Riesenevent über 130 Kinder aus ganz Württemberg-Hohenzollern am Start und spielten in drei Altersklassen getrennt nach Jungen und Mädchen. In den jeweiligen Vorrundengruppen mussten sich sowohl Lukas und Nils Geiger (beide TTC Deilingen) sowie die beiden Rottweiler Daniel Welge und Jonas Burkardt als auch die aus Sigmarswangen stammende Alina Scherer, das einzige Mädchen im Bunde, durchaus spielstarken und erfahreneren Kontrahenten stellen.

Nichtsdestotrotz kämpften alle unermüdlich bis zum letzten Ballwechsel und erspielten sich am Ende eines anstrengenden und mit sehenswerten Punktgewinnen gesäumten Turnieres Platzierungen unter den besten 16 der jeweiligen Altersgruppe. Daniel Welge als Zwölfter sowie Alina Scherer als starke Neunte stachen hierbei sogar noch etwas heraus und verpassten nach vergebenen Matchbällen jeweils nur hauchdünn den Sprung in die Endrunde. Gegen die spätere Drittplatzierte zeigte Scherer ihr ganzes Potential, einzig das Quäntchen Glück fehlte, um womöglich am Ende ganz weit vorne landen zu können. Der 9. Platz bei der größten Breitensportveranstaltung im Tischtennis ist dennoch ein hervorragendes Ergebnis. Trotz allen sportlichen Ehrgeizes auf Seiten der Jüngsten, standen primär der Spass, die Spielfreude und das Miteinander im Mittelpunkt, sodass die knapp 300 lautstarken Zuschauer sowie das kreative Rahmenprogramm einen unvergesslichen Tag für die Nachwuchsakteure abrundeten.

Jungen III hauchdünn Meister

Bezirksklasse Jungen U18  

In einem an Spannung nicht zu überbietenden Saisonfinale gelang es der dritten Jugendmannschaft des TTC Rottweil sich doch noch den bereits verloren geglaubten Titel in der Bezirksklasse der Jungen U18 zu sichern und den am Ende punktgleichen TSV Nusplingen II allein aufgrund des minimal besseren Spielverhältnisses hinter sich zu lassen.

Ohne die fehlenden Stammspieler Carlos Hoffmann, Cesare Schiattarella und Linus Bauer geriet für den Tabellenführer aus Rottweil bereits die erste Partie des Tages gegen den gastgebenden Verfolger des TSV Nusplingen zum Reinfall. Leon Kohr, Spitzenspieler der Dritten, und seine ersatzspielenden U13-Kollegen Leart Mulaki und Severin Staudinger fanden nie wirklich zu ihrem Rhythmus, was allerdings nicht nur an einem motivierten und spielstarken Gegner lag – Konzentrationsschwächen, Müdigkeit und Nervosität machten es ihren Kontrahenten auch nicht allzu schwer.

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Die Hälfte der Meistermannschaft: Cesare Schiattarella, Carlos Hoffmann und Leart Mulaki (von links)

Eine verdiente 3:7-Niederlage stand dementsprechend zu Buche. Somit galt es im abschließenden Duell gegen den Tabellenvierten des SV Bergfelden, die Partie unbedingt siegreich zu gestalten, wollte man die Meisterschaft und die Rückkehr in die höchste Jugendspielklasse des Bezirkes nicht auf den letzten Metern noch verspielen. Doch auch in dieser Partie sollte  zunächst nichts zusammenlaufen – ganz im Gegenteil, man lag auch hier postwendend mit 0:3 zurück. Als im Spitzeneinzel dann auch noch der an diesem Tage fahrig agierende Kohr mit 1:2 hinten lag, schienen die Würfel endgültig gefallen. Mit dem Rücken zur Wand stehend, spielte der junge Rottweiler plötzlich gänzlich befreit und mutig offensiv. Er drehte die Partie tatsächlich noch zu seinen Gunsten und gab damit auch seinen jungen Mitspielern die Initialzündung zur Aufholjagd. Im Folgenden zeigten Mulaki und Staudinger deutlich couragiertere Leistungen, sodass all drei TTC´ler mit jedem Ballwechsel sicherer und spielstärker wurden und gar 5 der restlichen 6 Partien gewinnen konnten. Mit diesem grandiosen Schlussspurt ergatterten sie  nicht nur den erdenklichen knappen und immens wichtigen 6:4-Erfolg, sondern auch hauchdünn noch die Meisterschaft.

 

 

 

Pokal souverän verteidigt

Bezirkspokal-Finale 

TTC Rottweil versus TG Schwenningen  4:0

Im Rahmen des Pokal-Final-Four-Turnieres am vergangenen Sonntag in Rottweil fand auch das Endspiel des Damen-Wettbewerbs statt, in dem den hochveranlagten Nachwuchsspielerinnen des Gastgebers als Titelverteidiger durchaus wieder einiges zuzutrauen war. Gegen die erfahrenen und spielstarken Verbandsklasse-Damen der TG Schwenningen gelang vor einem Jahr ein durchaus überraschender Erfolg – nun gab es die Neuauflage. Leider mussten die Gäste verletzungsbedingt auf zwei Säulen ihres Teams verzichten, sodass die Favoritenrolle diesmal deutlich auf Seiten der Rottweilerinnen lag, insbesondere weil man mit der ehemaligen Verbandsliga-Spielerin Melanie Kalmbach sogar ersatzverstärkt an die Platten treten konnte.

Die Duelle der angeschlagenen Anna Sikeler und der eben erwähnten, noch leicht kränklichen Melanie Kalmbach stellten trotz durchwachsener Leistung und je eines Satzverlustes keine reelle Gefahr dar, sodass beide schlussendlich doch noch souverän mit 3:1 gewannen. IMG-20190414-WA0022[1]Im Anschluss folgte die mit Spannung erwartete Revanche des letztjährigen Spitzeneinzels zwischen Denise Döttling und einer der Topspielerinnen der Verbandsklasse, Schwenningens Regina Bähr – dieses Duell entschied die junge Rottweilerin damals noch etwas überraschend für sich. Die Kombination aus aggressiven Spinbällen und platzierten Blocks, dazu etwas Spielglück in den entscheidenden Phasen der Sätze, ließen das Nachwuchstalent am vergangenen Sonntag sogar mit 3:0 die Platte verlassen – die Vorentscheidung der Partie schien nun endgültig gefallen. Auch wenn sich im abschließenden Doppel Döttling und Kalmbach schwerer als gedacht taten, war der Erfolg trotz couragierter Gegenwehr der Schwenningerinnen nie wirklich in Gefahr.

Nach der erneuten Meisterschaft und des damit verbunden Aufstieges in die Landesliga schließt dieser souveräne Pokal-Triumph das nächste Kapitel einer hoffentlich auch weiterhin vielversprechenden Zukunft des neuen Rottweiler Damen-Tischtennis. Nach bereits fünf überaus erfolgreichen Jahren im Mädchen- sowie nun im Damenbereich darf man weiterhin gespannt sein, wie und vor allem wie schnell die jungen Damen ihren einstigen Vorgängerinnen im TTC Rottweil – ebenjenen Regina Bähr sowie Amanda Vogt – in Sachen Verbandsklasse folgen mögen. Die spielerische Klasse ist hierfür größtenteils längst vorhanden, vieles wird jedoch auch von der partiellen Einsatzbereitschaft der ehemaligen Verbandsliga-Spitzenspielerin, Melanie Kalmbach, wie insbesondere auch des Trainingsfleißes von zwei angehenden Studentinnen in der Mannschaft abhängen.

 

Geschichte geschrieben.

Landesklasse Herren

TTC Rottweil – TTC Ergenzingen II 9:0

Es klingt kaum glaubhaft: Eine Mannschaft erspielte in der gesamten Vorrunde der vergangen Saison keinen einzigen Punkt, um in der Rückrunde dann fast alles zu gewinnen und am Ende den direkten Klassenerhalt zu erreichen. Der Abstiegsrelegation 2018 gerade noch auf der Zielgeraden entwischt, spielt dasselbe Team in der Endphase der Spielrunde 2018/19 ebenfalls wieder um die Relegation. Dieses mal „UM“ die Relegation, nicht „GEGEN“ dieselbe – um die Aufstiegsrelegation, nicht gegen die Vermeidung eines Abstiegs.

In der nächsten Episode dieser wahren Geschichte empfing der TTC Rottweil zum Endspiel um Platz 2 den TTC Ergenzingen II. Gegen die Gäste hatte man zuletzt im Februar 2016 gewonnen. Seither trug Ergenzingens gute Jugendarbeit immer zahlreichere Früchte. Da auf Seiten der Hausherren zudem Rückrunden-Neuzugang Sebastian Hirschberg fehlte, lag die Favoritenrolle mehr bei den Rottenburger Vorstädtern.

Kampflos geschlagen geben wollten sich die Gastgeber aber nicht. Ihre Strategie: Eine gut durchdachte, überraschende Doppelaufstellung und möglichst viele Unterstützer auf den Zuschauerrängen. Der zweite Teil des Plans hatte bereits Erfolg, wenn man kurz vor Spielbeginn auf die Tribüne der Doppelsporthalle blickte. Der erste Part der Taktik lief ebenfalls gut an: Sowohl das Doppel Müller/Schwicker als auch das Offensiv-Gewitter von Rieger/Reichelt behielten klar die Oberhand. Kapitän Lehmann wollte gemeinsam mit Doppelpartner und Edeljoker Herwig Lehnert nachlegen und tat dies. Rottweils Doppel 3 komplettierte den sehr guten Start mit einem Sieg gegen die Ergenzinger Routinier-Paarung.

Gerd Müller erhöhte im Duell mit dem jungen Angriffsspieler Schnaidt auf 4:0, bevor Stefan Reichelt an den Tisch trat. In den letzten beiden Vergleichen mit Ergenzingens Hofmann hatte der Rottweiler den Kürzeren gezogen, doch angefeuert von vielen Zuschauern begann er mutig. Nach einer umkämpften Startphase verließ er nach vier Sätzen die Box tatsächlich als Sieger. Auf den teilweise noch recht jungen Gästespielern lastete nun ein großer Druck, denn die Hausherren führten sensationell 5:0. Philipp Rieger setzte mit starken Schlägen gegen den erfahrenen Hörmann gar noch eins drauf zum 6:0-Zwischenstand.

Falls die Zweitgarnitur des TTC Ergenzingen ins Spiel zurückfinden wollte, musste sie nun anfangen zu punkten. Allerdings spielte Rottweils Vorstand Markus Woehrstein von Beginn an fokussiert, mit der richtigen Mischung aus Angriffs- und Abwehrbällen. Sein Gegner, das Nachwuchstalent Gustedt, ging schnell mit 0:2 in Rückstand. Wer aber nun dachte, dass der junge Ergenzinger schnell einbrechen würde, sah sich eines Besseren belehrt. Trotz der brisanten Lage kämpfte er sich zurück, als er bereits Matchbälle gegen sich hatte. Das Einzel drohte zu kippen, aber Woehrstein wollte den Erfolg unbedingt. Trotz heftiger Gegenwehr gewann er den Entscheidungssatz zum 7:0 auf der Anzeigetafel.

Da ein Unentschieden bereits für das Erreichen der Relegation gereicht hätte, mussten die Rottweiler nur noch eine Partie gewinnen. Die Gastgeber boten dafür im hinteren Paarkreuz den erfahrenen Julius Schwicker und den zuletzt formstarken Timo Lehmann auf. Von Beginn an diktierte Schwicker das Duell mit dem jungen Schenk, während Lehmann Satz 1 gegen Knuplesch knapp abgab. Schwicker ließ seinen Gegner am Nebentisch weiter nicht ins Spiel kommen und gewann die beiden nächsten Sätze. Die Relegation war damit gesichert. Mannschaftsführer Lehmann toppte das aber noch und stellte in den nächsten drei Sätzen gegen Knuplesch ein lupenreines 9:0-Endresultat her. Ausgerechnet im letzten Spiel und zudem gegen einen starken Gegner fuhren die Rottweiler ihren höchsten Saisonsieg ein.

Geschichte hat das Team von Kapitän Timo Lehmann längst geschrieben, allerdings soll diese gerne noch um ein letztes Kapitel erweitert werden. Am 4. Mai 2019 versuchen die TTC-ler in der Relegation in Sindelfingen den Aufstieg in die Landesliga zu erspielen. Dafür müssen sie gegen den Landesliga-Achten, die SG Deißlingen, und den Vizemeister der Landesklasse Schwarzwald/Böblingen, die TTG Unterreichenbach-Dennjächt, gewinnen.

Konnten auf ihren klaren Erfolg anstoßen: Rottweils 1. Herren. Von links: Stefan Reichelt, Philipp Rieger, Timo Lehmann, Herwig Lehnert, Gerd Müller, Julius Schwicker und Markus Woehrstein.

 

 

Herren III nach vier Jahren zurück in der KreisligA

Alles war gerichtet zum Showdown Zweiter gegen Dritter. Am letzten Spieltag empfingen die in der Rückrunde konstant stark aufspielenden Rottweiler den direkt vor ihnen platzierten Tischtennisclub aus Schwenningen, den man allerdings mit einem Sieg doch noch vom zweiten Aufstiegsplatz stoßen und sich somit die Vizemeisterschaft sichern konnte. Sowohl die Gäste des TTC Schwenningen wie auch die Drittvertretung des TTC Rottweil traten logischerweise jeweils in Bestbesetzung an, wenn die Hausherren auch weiterhin auf ihren Spitzenspieler Dimitri Zak verzichten mussten.

Doch bereits in den drei Eingangsdoppeln wurde deutlich, dass die Akteure von Mannschaftsführer Robert Döttling nicht nur bis in die Haarspitzen motiviert waren, sondern auch besonders fokussiert und mutig zu Werke zu gehen versuchten. Mit zumeist couragiertem Offensivspiel gelang es überraschenderweise, gleich alle drei Doppel zu ergattern, was der erste Bigpoint der Partie darstellen sollte. Besonders die kämpferische Leistung von Philipp Baur und Anna Sikeler – beide gewannen gegen das mitunter stärkste Doppel der Liga hauchdünn im Entscheidungssatz – gab auch psychologisch nochmals einen erheblichen Schub für das ganze Team.

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Bis zum Schluss fokussiert: Manuel Schubnell, Top-Spieler der TTC-Dritten

Zwar gingen von den nächsten vier Einzeln jeweils drei trotz hervorragender Leistung knapp verloren, doch speziell die taktische Meisterleistung Philipp Baurs sowie  die anschließende Dominanz von Jusup Tevs und Selin Wehrmann im hinteren Paarkreuz ließ den Vorsprung wieder auf 6:3 wachsen. Als die an diesem Tage überragend aufgelegte Anna Sikeler ihren spielstarken Gegenüber Dominik Möbus mit harten Schüssen und klug platzierten Blocks doch noch entnervt verlierend von der Platte schickte, schien die Vorentscheidung gefallen. Doch Schwenningens Gründungsmitglied Walter Glökler und dessen Sohn  Thomas, gleichzeitig Spitzenspieler der Liga, stemmten sich noch einmal vehement gegen die drohende Niederlage und überließen den mutig und eifrig kämpfenden Rottweilern Schubnell und Baur dennoch nur den Handschlag. Doch die aufkommende Spannung wurde von Dieter Schwarz und Selin Wehrmann mit zwei lupenreinen Erfolgen sofort wieder im Keim erstickt. Nach vier Jahren mit lauter Top-Platzierungen, die allerdings nie ganz zum Aufstieg reichten, kehrt Rottweils dritte Herrenmannschaft nun endlich in die Kreisliga A zurück.

 

 

 

Potential für (noch) mehr!

Landesklasse Damen 

 

TTC Rottweil versus TTC Reutlingen II   8:0

Nach dem vorzeitigen Titelgewinn ging es für die jungen Damen des TTC Rottweil am vergangenen Samstagabend noch in der heimischen Doppelsporthalle zur abschließenden Rückrunden-Partie gegen die bereits abgestiegene Verbandsliga-Reserve des TTC Reutlingen. Nachdem das Hinspiel im Herbst des vergangenen Jahres bereits ebenfalls eine klare Angelegenheit darstellte und die Reutlinger in der Rückrunde nun sogar ohne ihre Spitzenspielerin antraten, war die Messe entsprechend schnell gelesen. Ganze zwei Satzgewinne überließ man den Gästen an jenem Tage – was selbst die erfahrenen Konkurrentinnen nach gerade einmal 70 Minuten anerkennend abreisen ließ. Aufgrund der haushohen Dominanz die gesamte Landesklassen-Spielzeit hinweg, zeigte die mit Abstand jüngste Mannschaft der Liga, welches gewaltige Entwicklungspotential dabei weiterhin noch in ihr steckt und man im Idealfall auch bereits im nächsten Jahr um den Verbandsklassen-Aufstieg mitspielen möchte.

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Erfolgreich aber fotoscheu – ein (leider fünf Jahre altes Bild) unserer  Damen

Nach mehreren Meisterschaften und Aufstiegen in Folge im Damen- und Mädchen-Bereich sowie den bereits jetzt vorhandenen Einzel-Spielstärken Denise Döttlings und Anna Sikelers aber auch Selin Wehrmanns, scheint dieses Ziel durchaus nicht unrealistisch. Vieles wird jedoch auch von der partiellen Einsatzbereitschaft der ehemaligen Verbandsliga-Spitzenspielerin, Melanie Kalmbach, wie insbesondere auch des Trainingsfleißes von zwei angehenden Studentinnen in der Mannschaft abhängen.