Jungen III hauchdünn Meister

Bezirksklasse Jungen U18  

In einem an Spannung nicht zu überbietenden Saisonfinale gelang es der dritten Jugendmannschaft des TTC Rottweil sich doch noch den bereits verloren geglaubten Titel in der Bezirksklasse der Jungen U18 zu sichern und den am Ende punktgleichen TSV Nusplingen II allein aufgrund des minimal besseren Spielverhältnisses hinter sich zu lassen.

Ohne die fehlenden Stammspieler Carlos Hoffmann, Cesare Schiattarella und Linus Bauer geriet für den Tabellenführer aus Rottweil bereits die erste Partie des Tages gegen den gastgebenden Verfolger des TSV Nusplingen zum Reinfall. Leon Kohr, Spitzenspieler der Dritten, und seine ersatzspielenden U13-Kollegen Leart Mulaki und Severin Staudinger fanden nie wirklich zu ihrem Rhythmus, was allerdings nicht nur an einem motivierten und spielstarken Gegner lag – Konzentrationsschwächen, Müdigkeit und Nervosität machten es ihren Kontrahenten auch nicht allzu schwer.

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Die Hälfte der Meistermannschaft: Cesare Schiattarella, Carlos Hoffmann und Leart Mulaki (von links)

Eine verdiente 3:7-Niederlage stand dementsprechend zu Buche. Somit galt es im abschließenden Duell gegen den Tabellenvierten des SV Bergfelden, die Partie unbedingt siegreich zu gestalten, wollte man die Meisterschaft und die Rückkehr in die höchste Jugendspielklasse des Bezirkes nicht auf den letzten Metern noch verspielen. Doch auch in dieser Partie sollte  zunächst nichts zusammenlaufen – ganz im Gegenteil, man lag auch hier postwendend mit 0:3 zurück. Als im Spitzeneinzel dann auch noch der an diesem Tage fahrig agierende Kohr mit 1:2 hinten lag, schienen die Würfel endgültig gefallen. Mit dem Rücken zur Wand stehend, spielte der junge Rottweiler plötzlich gänzlich befreit und mutig offensiv. Er drehte die Partie tatsächlich noch zu seinen Gunsten und gab damit auch seinen jungen Mitspielern die Initialzündung zur Aufholjagd. Im Folgenden zeigten Mulaki und Staudinger deutlich couragiertere Leistungen, sodass all drei TTC´ler mit jedem Ballwechsel sicherer und spielstärker wurden und gar 5 der restlichen 6 Partien gewinnen konnten. Mit diesem grandiosen Schlussspurt ergatterten sie  nicht nur den erdenklichen knappen und immens wichtigen 6:4-Erfolg, sondern auch hauchdünn noch die Meisterschaft.

 

 

 

Pokal souverän verteidigt

Bezirkspokal-Finale 

TTC Rottweil versus TG Schwenningen  4:0

Im Rahmen des Pokal-Final-Four-Turnieres am vergangenen Sonntag in Rottweil fand auch das Endspiel des Damen-Wettbewerbs statt, in dem den hochveranlagten Nachwuchsspielerinnen des Gastgebers als Titelverteidiger durchaus wieder einiges zuzutrauen war. Gegen die erfahrenen und spielstarken Verbandsklasse-Damen der TG Schwenningen gelang vor einem Jahr ein durchaus überraschender Erfolg – nun gab es die Neuauflage. Leider mussten die Gäste verletzungsbedingt auf zwei Säulen ihres Teams verzichten, sodass die Favoritenrolle diesmal deutlich auf Seiten der Rottweilerinnen lag, insbesondere weil man mit der ehemaligen Verbandsliga-Spielerin Melanie Kalmbach sogar ersatzverstärkt an die Platten treten konnte.

Die Duelle der angeschlagenen Anna Sikeler und der eben erwähnten, noch leicht kränklichen Melanie Kalmbach stellten trotz durchwachsener Leistung und je eines Satzverlustes keine reelle Gefahr dar, sodass beide schlussendlich doch noch souverän mit 3:1 gewannen. IMG-20190414-WA0022[1]Im Anschluss folgte die mit Spannung erwartete Revanche des letztjährigen Spitzeneinzels zwischen Denise Döttling und einer der Topspielerinnen der Verbandsklasse, Schwenningens Regina Bähr – dieses Duell entschied die junge Rottweilerin damals noch etwas überraschend für sich. Die Kombination aus aggressiven Spinbällen und platzierten Blocks, dazu etwas Spielglück in den entscheidenden Phasen der Sätze, ließen das Nachwuchstalent am vergangenen Sonntag sogar mit 3:0 die Platte verlassen – die Vorentscheidung der Partie schien nun endgültig gefallen. Auch wenn sich im abschließenden Doppel Döttling und Kalmbach schwerer als gedacht taten, war der Erfolg trotz couragierter Gegenwehr der Schwenningerinnen nie wirklich in Gefahr.

Nach der erneuten Meisterschaft und des damit verbunden Aufstieges in die Landesliga schließt dieser souveräne Pokal-Triumph das nächste Kapitel einer hoffentlich auch weiterhin vielversprechenden Zukunft des neuen Rottweiler Damen-Tischtennis. Nach bereits fünf überaus erfolgreichen Jahren im Mädchen- sowie nun im Damenbereich darf man weiterhin gespannt sein, wie und vor allem wie schnell die jungen Damen ihren einstigen Vorgängerinnen im TTC Rottweil – ebenjenen Regina Bähr sowie Amanda Vogt – in Sachen Verbandsklasse folgen mögen. Die spielerische Klasse ist hierfür größtenteils längst vorhanden, vieles wird jedoch auch von der partiellen Einsatzbereitschaft der ehemaligen Verbandsliga-Spitzenspielerin, Melanie Kalmbach, wie insbesondere auch des Trainingsfleißes von zwei angehenden Studentinnen in der Mannschaft abhängen.

 

Geschichte geschrieben.

Landesklasse Herren

TTC Rottweil – TTC Ergenzingen II 9:0

Es klingt kaum glaubhaft: Eine Mannschaft erspielte in der gesamten Vorrunde der vergangen Saison keinen einzigen Punkt, um in der Rückrunde dann fast alles zu gewinnen und am Ende den direkten Klassenerhalt zu erreichen. Der Abstiegsrelegation 2018 gerade noch auf der Zielgeraden entwischt, spielt dasselbe Team in der Endphase der Spielrunde 2018/19 ebenfalls wieder um die Relegation. Dieses mal „UM“ die Relegation, nicht „GEGEN“ dieselbe – um die Aufstiegsrelegation, nicht gegen die Vermeidung eines Abstiegs.

In der nächsten Episode dieser wahren Geschichte empfing der TTC Rottweil zum Endspiel um Platz 2 den TTC Ergenzingen II. Gegen die Gäste hatte man zuletzt im Februar 2016 gewonnen. Seither trug Ergenzingens gute Jugendarbeit immer zahlreichere Früchte. Da auf Seiten der Hausherren zudem Rückrunden-Neuzugang Sebastian Hirschberg fehlte, lag die Favoritenrolle mehr bei den Rottenburger Vorstädtern.

Kampflos geschlagen geben wollten sich die Gastgeber aber nicht. Ihre Strategie: Eine gut durchdachte, überraschende Doppelaufstellung und möglichst viele Unterstützer auf den Zuschauerrängen. Der zweite Teil des Plans hatte bereits Erfolg, wenn man kurz vor Spielbeginn auf die Tribüne der Doppelsporthalle blickte. Der erste Part der Taktik lief ebenfalls gut an: Sowohl das Doppel Müller/Schwicker als auch das Offensiv-Gewitter von Rieger/Reichelt behielten klar die Oberhand. Kapitän Lehmann wollte gemeinsam mit Doppelpartner und Edeljoker Herwig Lehnert nachlegen und tat dies. Rottweils Doppel 3 komplettierte den sehr guten Start mit einem Sieg gegen die Ergenzinger Routinier-Paarung.

Gerd Müller erhöhte im Duell mit dem jungen Angriffsspieler Schnaidt auf 4:0, bevor Stefan Reichelt an den Tisch trat. In den letzten beiden Vergleichen mit Ergenzingens Hofmann hatte der Rottweiler den Kürzeren gezogen, doch angefeuert von vielen Zuschauern begann er mutig. Nach einer umkämpften Startphase verließ er nach vier Sätzen die Box tatsächlich als Sieger. Auf den teilweise noch recht jungen Gästespielern lastete nun ein großer Druck, denn die Hausherren führten sensationell 5:0. Philipp Rieger setzte mit starken Schlägen gegen den erfahrenen Hörmann gar noch eins drauf zum 6:0-Zwischenstand.

Falls die Zweitgarnitur des TTC Ergenzingen ins Spiel zurückfinden wollte, musste sie nun anfangen zu punkten. Allerdings spielte Rottweils Vorstand Markus Woehrstein von Beginn an fokussiert, mit der richtigen Mischung aus Angriffs- und Abwehrbällen. Sein Gegner, das Nachwuchstalent Gustedt, ging schnell mit 0:2 in Rückstand. Wer aber nun dachte, dass der junge Ergenzinger schnell einbrechen würde, sah sich eines Besseren belehrt. Trotz der brisanten Lage kämpfte er sich zurück, als er bereits Matchbälle gegen sich hatte. Das Einzel drohte zu kippen, aber Woehrstein wollte den Erfolg unbedingt. Trotz heftiger Gegenwehr gewann er den Entscheidungssatz zum 7:0 auf der Anzeigetafel.

Da ein Unentschieden bereits für das Erreichen der Relegation gereicht hätte, mussten die Rottweiler nur noch eine Partie gewinnen. Die Gastgeber boten dafür im hinteren Paarkreuz den erfahrenen Julius Schwicker und den zuletzt formstarken Timo Lehmann auf. Von Beginn an diktierte Schwicker das Duell mit dem jungen Schenk, während Lehmann Satz 1 gegen Knuplesch knapp abgab. Schwicker ließ seinen Gegner am Nebentisch weiter nicht ins Spiel kommen und gewann die beiden nächsten Sätze. Die Relegation war damit gesichert. Mannschaftsführer Lehmann toppte das aber noch und stellte in den nächsten drei Sätzen gegen Knuplesch ein lupenreines 9:0-Endresultat her. Ausgerechnet im letzten Spiel und zudem gegen einen starken Gegner fuhren die Rottweiler ihren höchsten Saisonsieg ein.

Geschichte hat das Team von Kapitän Timo Lehmann längst geschrieben, allerdings soll diese gerne noch um ein letztes Kapitel erweitert werden. Am 4. Mai 2019 versuchen die TTC-ler in der Relegation in Sindelfingen den Aufstieg in die Landesliga zu erspielen. Dafür müssen sie gegen den Landesliga-Achten, die SG Deißlingen, und den Vizemeister der Landesklasse Schwarzwald/Böblingen, die TTG Unterreichenbach-Dennjächt, gewinnen.

Konnten auf ihren klaren Erfolg anstoßen: Rottweils 1. Herren. Von links: Stefan Reichelt, Philipp Rieger, Timo Lehmann, Herwig Lehnert, Gerd Müller, Julius Schwicker und Markus Woehrstein.

 

 

Herren III nach vier Jahren zurück in der KreisligA

Alles war gerichtet zum Showdown Zweiter gegen Dritter. Am letzten Spieltag empfingen die in der Rückrunde konstant stark aufspielenden Rottweiler den direkt vor ihnen platzierten Tischtennisclub aus Schwenningen, den man allerdings mit einem Sieg doch noch vom zweiten Aufstiegsplatz stoßen und sich somit die Vizemeisterschaft sichern konnte. Sowohl die Gäste des TTC Schwenningen wie auch die Drittvertretung des TTC Rottweil traten logischerweise jeweils in Bestbesetzung an, wenn die Hausherren auch weiterhin auf ihren Spitzenspieler Dimitri Zak verzichten mussten.

Doch bereits in den drei Eingangsdoppeln wurde deutlich, dass die Akteure von Mannschaftsführer Robert Döttling nicht nur bis in die Haarspitzen motiviert waren, sondern auch besonders fokussiert und mutig zu Werke zu gehen versuchten. Mit zumeist couragiertem Offensivspiel gelang es überraschenderweise, gleich alle drei Doppel zu ergattern, was der erste Bigpoint der Partie darstellen sollte. Besonders die kämpferische Leistung von Philipp Baur und Anna Sikeler – beide gewannen gegen das mitunter stärkste Doppel der Liga hauchdünn im Entscheidungssatz – gab auch psychologisch nochmals einen erheblichen Schub für das ganze Team.

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Bis zum Schluss fokussiert: Manuel Schubnell, Top-Spieler der TTC-Dritten

Zwar gingen von den nächsten vier Einzeln jeweils drei trotz hervorragender Leistung knapp verloren, doch speziell die taktische Meisterleistung Philipp Baurs sowie  die anschließende Dominanz von Jusup Tevs und Selin Wehrmann im hinteren Paarkreuz ließ den Vorsprung wieder auf 6:3 wachsen. Als die an diesem Tage überragend aufgelegte Anna Sikeler ihren spielstarken Gegenüber Dominik Möbus mit harten Schüssen und klug platzierten Blocks doch noch entnervt verlierend von der Platte schickte, schien die Vorentscheidung gefallen. Doch Schwenningens Gründungsmitglied Walter Glökler und dessen Sohn  Thomas, gleichzeitig Spitzenspieler der Liga, stemmten sich noch einmal vehement gegen die drohende Niederlage und überließen den mutig und eifrig kämpfenden Rottweilern Schubnell und Baur dennoch nur den Handschlag. Doch die aufkommende Spannung wurde von Dieter Schwarz und Selin Wehrmann mit zwei lupenreinen Erfolgen sofort wieder im Keim erstickt. Nach vier Jahren mit lauter Top-Platzierungen, die allerdings nie ganz zum Aufstieg reichten, kehrt Rottweils dritte Herrenmannschaft nun endlich in die Kreisliga A zurück.

 

 

 

Potential für (noch) mehr!

Landesklasse Damen 

 

TTC Rottweil versus TTC Reutlingen II   8:0

Nach dem vorzeitigen Titelgewinn ging es für die jungen Damen des TTC Rottweil am vergangenen Samstagabend noch in der heimischen Doppelsporthalle zur abschließenden Rückrunden-Partie gegen die bereits abgestiegene Verbandsliga-Reserve des TTC Reutlingen. Nachdem das Hinspiel im Herbst des vergangenen Jahres bereits ebenfalls eine klare Angelegenheit darstellte und die Reutlinger in der Rückrunde nun sogar ohne ihre Spitzenspielerin antraten, war die Messe entsprechend schnell gelesen. Ganze zwei Satzgewinne überließ man den Gästen an jenem Tage – was selbst die erfahrenen Konkurrentinnen nach gerade einmal 70 Minuten anerkennend abreisen ließ. Aufgrund der haushohen Dominanz die gesamte Landesklassen-Spielzeit hinweg, zeigte die mit Abstand jüngste Mannschaft der Liga, welches gewaltige Entwicklungspotential dabei weiterhin noch in ihr steckt und man im Idealfall auch bereits im nächsten Jahr um den Verbandsklassen-Aufstieg mitspielen möchte.

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Erfolgreich aber fotoscheu – ein (leider fünf Jahre altes Bild) unserer  Damen

Nach mehreren Meisterschaften und Aufstiegen in Folge im Damen- und Mädchen-Bereich sowie den bereits jetzt vorhandenen Einzel-Spielstärken Denise Döttlings und Anna Sikelers aber auch Selin Wehrmanns, scheint dieses Ziel durchaus nicht unrealistisch. Vieles wird jedoch auch von der partiellen Einsatzbereitschaft der ehemaligen Verbandsliga-Spitzenspielerin, Melanie Kalmbach, wie insbesondere auch des Trainingsfleißes von zwei angehenden Studentinnen in der Mannschaft abhängen.

Das (Aufstiegs-)Endspiel kann kommen!

TTVWH-Landesklasse

TTC Rottweil versus SSV Reutlingen II   9:1

 

Nach einer Siegesserie von sechs Spielen in Folge empfing der TTC Rottweil als Tabellenzweiter  vergangenes Wochenende die junge und spielstarke Verbandsklassen-Reserve des SSV Reutlingen. Der äusserst motivierte und durchweg ausgeglichen besetzte Tabellensechste zeigte von Beginn an, es den Hausherren so schwer wie möglich machen zu wollen. In den Eingangsdoppeln mussten Gerd Müller und Stefan Reichelt sowie Timo Lehmann und Philipp Rieger anfänglich ziemlich kämpfen, um sich dann jeweils noch mit 3:1 in Sätzen durchsetzen zu können. Die Paarung aus Sebastian Hirschberg und Markus Woehrstein ließ aufgrund ihres schwer auszurechnenden Allroundspiels dem gegnerischen Einserdoppel wiederum nicht den Hauch einer Chance und blieb auch im fünften Einsatz ohne jeglichen Satzverlust.

In den anschließenden Einzeln sah sich Rotweils Spitzenspieler Müller aufgrund eines zunächst wie entfesselt agierenden Gegners in die Defensive gedrückt und konnte erst im Laufe der Partie taktisch umstellend immer mehr die Oberhand gewinnen und schlussendlich doch noch mit 3:1 die Platte als Sieger verlassen. Als anschließend Abwehr-Ass Hirschberg die Reutlinger Nummer eins mit variablen Schnittwechseln klar beherrschte, schien die Partie beim Stande von 5:0 beinahe schon entschieden.

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Eine (bilanz-)starke Rückrunde – sowohl im Einzel als auch im Team: Spitzenspieler Gerd Müller

Doch die kampfstarken Gäste ließen einfach nicht locker. So unterlag zunächst Stefan Reichelt etwas überraschend wie unnötig seines unorthodox spielenden Kontrahenten hauchdünn in vier Sätzen. Sowohl bei Woehrstein als auch bei Rieger entschieden Nuancen über Sieg oder Niederlage – doch beide setzten sich nach packenden Ballwechseln schlussendlich durch. Insbesondere bei Linkshänder Rieger gab es für die anwesenden Zuschauer eine Vielzahl hochklassig spektakulärer Topspin-Duelle zu bestaunen. Als auch noch Mannschaftskapitän Lehmann mit seiner fulminanten Ballonabwehr und seinen brachialen Rückhand-Schüssen das fast verloren geglaubte Match zu drehen vermochte, musste Müller nur noch den Deckel drauf machen – was er souverän tat. Unabhängig davon, wie die nächste Partie beim vorzeitigen Meister TTC Reutlingen ausgehen möge, entscheidet schlussendlich allein das letzte Saisonspiel – Zweiter gegen Dritter – in heimischen Gefilden gegen die Verbandsliga-Reserve des TTC Ergenzingen, wer die Vizemeisterschaft erringend in die Aufstiegsrelegation gehen dürfe.

 

 

Pokal-Final-Four – Wir bleiben zu Hause!

Bezirkspokal der Herren I (Bezirksliga bis Oberliga); Viertelfinale

TTC Rottweil versus SG Deißlingen  4:2   

 

Der Titelverteidiger ist raus. Zu dem mit Spannung erwarteten Lokalderby lud der TTC Rottweil die TT-Cracks der SG Deißlingen im Viertelfinale des Bezirkspokals in die heimische Doppelsporthalle. Eine schweres Los, insbesondere da die Gastgeber ohne ihren Spitzenspieler Gerd Müller antraten – doch dessen bis in die Haarspitzen motivierte Kollegen zeigten sich den Abend über gegen den Vorjahressieger von ihrer besten Seite.

Während Rottweils angriffsstarker Abwehrspieler Sebastian Hirschberg gleich zu Beginn Deißlingens Stefan Dieterle noch deutlich dessen Grenzen aufzeigte, fand im Parallelspiel ein bis zum Schluss kämpfender Stefan Reichelt im sehenswerten Allroundspiel von Topspieler Max Reger sein Schicksal. Egal was er auch versuchte, Reger fand immer die bessere Antwort. Im vielleicht schon vorentscheidenden Duell zwischen Philipp Rieger und dessen ehemaligen Teamkollegen Eugen Strunskyy behielt der Rottweiler nach Abwehr zweier Matchbälle und sehenswerten Topspin-Duellen doch noch im Entscheidungssatz hauchdünn die Oberhand. Im anschließenden Doppel überlegten sich die Rottweiler eine taktische Variante und boten neben Top-Akteur Hirschberg erneut den Rottweiler Vorstand Markus Woehrstein auf. Das in der Landesklasse immer noch unbesiegte Abwehr-Duo liefert einmal mehr eine taktische Glanzleistung ab und schickte die gegnerische Paarung Reger/Dieterle chancenlos von der Platte –  die 3:1 Führung war perfekt.

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Durften dieses Mal pausieren: Das Alles-oder-Nichts-Angriffsdoppel aus Stefan Reichelt und Philipp Rieger

Im darauffolgenden Spitzen-Einzel gelang es Reger durch die facettenreiche Bandbreite seines Könnens, dem wahrscheinlich etwas zu defensiv (re-)agierenden Hirschberg den Zahn zu ziehen. Als dann Stefan Reichelt gegen einen plötzlich wie entfesselt spielenden Strunskyy mit dem Rücken zur Wand stand und am Nebentisch der Ex-Deißlinger Rieger gegen Dieterle unnötig den Satzausgleich kassierte, schien die Partie noch zu Gunsten der Gäste zu kippen. Doch mit mutigen Rückhand-Schlägen und einer kleinen taktischen Umstellung sowie einer präzisen Platzierung in den Blockbällen, dominierte Rieger fortan wieder das Geschehen und sicherte sich und seinen Teamkollegen den durchaus etwas überraschenden, wenn auch verdienten 4:2-Erfolg und somit den Einzug in das ebenfalls in Rottweil stattfindende Final-Four-Turnier.

 

 

(Erneuter) Meistertitel zum Greifen nah

Landesklasse Damen 

TuS Metzingen versus TTC Rottweil   6:8

Nach der souveränen Herbstmeisterschaft ging es für die jungen Damen des TTC Rottweil Mitte Februar direkt zum spielstarken Tabellenzweiten aus Metzingen. Die Gastgeberinnen versuchten in absoluter Bestbesetzung antretend, sich für die deutliche Hinspiel-Niederlage zu revanchieren. Bereits in den Doppeln mussten sich Selin Wehrmann und Elena Zepf der Paarung aus der ehemaligen Regionalliga-Akteurin Anja Skokanitsch und deren ebenfalls höherklassig erfahrenen Mutter Andrea – wenn auch äußerst knapp – geschlagen geben. Das immer noch ungeschlagene Top-Doppel aus Denise Döttling und Anna Sikeler glich allerdings mit all ihrer Klasse postwendend aus.

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Drehte ein bereits verloren geglaubtes Spiel: Elena Zepf

 

Die anschließenden drei Einzel gegen eben jene Metzinger Topspielerin, die auch in der Herren-Landesliga aufgrund ihres sicheren Block-Konter-Spiels etliche männliche Kontrahenten regelmäßig zur Verzweiflung bringt, mussten die jungen TTC´lerinnen trotz tollen Kampfes abgeben. Als dann Elena Zepf, nach ihrer Niederlage gegen die abgezockte Noppenspielerin Karin Maag, auch gegen Simone Kiedrowski, genau wie zeitgleich Anna Sikeler gegen Andrea Skokanitsch, beinahe aussichtslos mit Matchbällen gegen sich hinten lag, stand die Partie mehr denn je auf der Kippe. Die erste Niederlage überhaupt drohte. Doch mit taktischer Raffinesse und eines fortan offensiv beherzten Auftritts gelang es beiden Rottweilerinnen tatsächlich noch, ihr jeweiliges Spiel zu drehen und somit das Blatt der gesamten Partie zu Gunsten des Tabellenführers zu wenden. Die restlichen Partien gingen allesamt souverän an die plötzlich wie entfesselt aufspielenden Gäste, sodass ein knapper, wenn auch verdienter 8:6-Erfolg zu Buche stand.

TTC Rottweil versus TSV Eningen   8:0

TTC Rottweil versus TSV Sondelfingen   8:0

Beflügelt durch diesen hart umkämpften Auswärtssieg ließen die Rottweilerinnen auch am darauffolgenden Wochenende zu Hause gegen das Tabellenschlusslicht TSV Eningen sowie gegen den unangenehmen Tabellendritten aus Sondelfingen nichts mehr anbrennen. Durch eine konzentriert offensive und kompromisslose Spielweise, geprägt von sehenswerten Schüssen und rotationsreichen Topspins, ließ man den Gegnerinnen in beiden Begegnungen nicht einmal einen einzigen Spielgewinn – wobei man gegen die Gäste aus dem Reutlinger Stadtteil Sondelfingen für die beruflich verhinderte Mannschaftsführerin Selin Wehrmann mit der langjährigen Verbandsliga-Spielerin Melanie Kalmbach sogar obendrein ersatzverstärkt an die Platten treten konnte. Diese zwei lupenreine Kantersiege untermauern darüber hinaus die Dominanz über die gesamte Saison hinweg. Ein weiterer Sieg aus den restlichen Partien, und die erneute Meisterschaft wäre vorzeitig in trockenen Tüchern.

In der Rückrunde noch ohne Punktverlust

Landesklasse Herren, TTC Rottweil – TV Derendingen 9:7

Nach den erfolgreichen Auftritten in Metzingen, dem Heimsieg gegen Dettingen und zuletzt zwei hohen Siegen gegen Rottenburg sowie Sulgen, empfingen die Rottweiler mit dem TV Derendingen einen starken Gegner. In der Vorrunde war man auswärts nahezu chancelos mit 4:9 bei den Tübinger Vorstädtern untergegangen.

Im Rückrunden-Duell sannen die Hausherren auf ihre Revanche und erdachten sich dafür eine taktische Doppel-Aufstellung, die beinahe ein voller Erfolg werden sollte. Kapitän Timo Lehmann machte zusammen mit Philipp Rieger den Anfang mit einem 3:1-Sieg. Mit demselben Resultat verließen Müller/Schwicker den Tisch. Nun sollte Doppel Nummer drei den Coup komplett machen, doch ein gesundheitlich angeschlagener Markus Wöhrstein, fand genauso wie sein Partner Stefan Reichelt, nie zu seinen Stärken. Mit einer vergleichsweise schwachen Leistung mussten die Beiden dem Abwehr-Doppel der Gäste zu einem recht hohen Sieg gratulieren.

Immerhin führten die TTC-ler. Gerd Müller verhinderte mit einem sehr knappen Erfolg das Wechseln des knappen Vorsprungs, denn Reichelt verlor erwartungsgemäß. Der Verlust der Führung wurde im mittleren Paarkreuz sogar mit noch mehr Spannung abgewendet: Philipp Rieger konnte ein verloren geglaubtes Einzel noch umbiegen, während die andere Partie an die Derendinger ging. Weiterhin lagen die Rottweiler hauchdünn vorne. Daran änderte sich zum Ende des ersten Durchgangs nichts mehr, da nur Timo Lehmann im unteren Paarkreuz für den TTC punktete.

Es ging äußerst spannend weiter: Müller lieferte sich mit Saric ein enges Duell, das er nur mit zwei Bällen Differenz im fünften Durchgang gewann. Den Entscheidungssatz erreichte ebenfalls Stefan Reichelt, doch dort musste er einem hohen Rückstand hinterher laufen. Nach Abwehr zahlreicher Matchbälle zwang er Gegenüber Varga in die Verlängerung. Leider verließ dort der Gästespieler nach großem Kampf als Sieger die Box. Die 6:5-Führung konnte in der Mitte nicht verteidigt werden. Zwei Derendinger Erfolge brachten erstmals einen Rückstand für die Rottweiler Hausherren. Angepeitscht von den eigenen Fans konterten die TTC-ler jedoch: Routinier Julius Schwicker und der an diesem Abend sehr starke Lehmann sorgten für ein 8:7, als Timo Lehmann mit Partner Philipp Rieger direkt im Anschluss zum Schlussdoppel antreten musste. Kompromisslos und konzentriert empfahl sich die erstmals als Spitzendoppel aufgebotene Paarung, indem sie keinen Satz verlor und einen umkämpften Mannschaftserfolg sicherten.

An insgesamt vier Punkten beteiligt: Ein starker Timo Lehmann.

Vorübergehend wieder Tabellenzweiter

TTVWH-Landesklasse

TTC Rottweil versus TSV Dettingen   9:5

 

Nach einem durchwachsenen Rückrundenstart in Metzingen empfingen die Rottweiler vergangenes Wochenende den spielstarken Tabellensechsten des TSV Dettingen um ihren kaum zu bezwingenden ehemaligen Zweitliga-Spieler Peter Skulski. Die Hausherren mussten zwar auf ihren wieder einmal verletzten Vorstand Markus Woehrstein verzichten, konnten aber mit ihrem neuen Top-Akteur Sebastian Hirschberg sozusagen ersatzverstärkt an die Platten treten.

Obwohl allen Beteiligten bewusst war, dass man gegen solch einen Gegner keine Partie leichtfertig abgeben sollte, gelang es – wie so oft in den letzten Partien – eben wieder nicht, mit einer Führung aus den Eingangsdoppel zu gehen – zu viele Konzentrationslöcher und somit leichte Fehler durchzogen vor allem das einstige Verbandsliga-Spitzendoppel aus Gerd Müller und Julius Schwicker. Als dann neben den beiden abgegebenen Einzeln gegen Dettingens Skulski auch noch Philipp Rieger in einem sehenswerten Duell gegen den blocksicheren Matthias Bubeck unterlag, stand die Partie mehr denn je auf der Kippe. Es lag nun insbesondere an Stefan Reichelt in einer wahrlich nicht hochklassigen, jedoch wahrhaft spannenden Nervenschlacht gegen Dietmar „Topspin“ Veith das Ruder zu Gunsten der Neckarstädter herumzureißen. Davon angestachelt, zeigten sich im vorderen Paarkreuz dann sowohl Müller als auch Hirschberg gegen den ebenfalls höherklassig erfahrenen Wolfgang Romer jeweils wieder von ihrer besten Seite und so vermochten Mannschaftskapitän Timo Lehmann und Altmeister Julius Schwicker nur noch nachzulegen – was beide auch postwendend taten.

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Für´s Zählen und Coachen reichte es beim 1. Vorstand an jenem Tage gerade noch so.

In seinem zweiten Einzel gegen Veith gelang es wiederum auch Rieger, von Beginn an offensiv mutig, jedoch auch deutlich fokussierter und platzierter zu agieren, sodass auch hier ein knapper, aber verdienter Sieg zu Buche stand. Erneut eher reagierend, zitterte – genauer gesagt blockte – Stefan Reichelt gemeinsam mit den mitfiebernden Zuschauern und seinem fiebrigen, ihn dennoch coachenden Vorstandskollegen Markus Woehrstein sein Match gegen Bubeck gerade noch so nach Hause, sodass Julius Schwicker gegen die Gäste aus dem oberen Ermstal doch noch relativ souverän den Deckel draufsetzen konnte.

Für das moralische Selbstvertrauen aller Rottweiler ein wichtiger Erfolg, geht es doch in den nächsten Wochen in strapaziösem Kampfe um die Vize-Meisterschaft primär darum, nicht zu früh die weisse Fahne in Sachen Aufstieg hissen zu wollen.