Nachwuchs spielt erneut um den Titel

Am vergangenen Wochenende empfingen die Jüngsten des TTC Rottweil in der Bezirksliga U13 die Gäste des TSV Höchmössingen, die kurz zuvor den SV Marschalkenzimmern mit 6:4 bezwingen konnten. Auch ohne ihre krankheitsbedingt fehlende Nummer zwei, Tim Schillings, gingen die Gastgeber bereits in den Doppeln äußerst fokussiert ans Werk, sodass beide Paarungen aus Daniel Welge und Hannes Kleinmann sowie Lukas und Nils Geiger jeweils mit 3:0-Sätzen die Platte als Sieger verlassen konnten.

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Mit (Unter-)Schnitt, Platzierung und Köpfchen einer der stärksten Akteure der Schüler-Bezirksliga: Daniel Welge

In den folgenden Einzelpartien musste zunächst Lukas Geiger im vorderen Paarkreuz dem vorhandstarken Spitzenspieler Moritz Haaga gratulieren, dieser im Anschluss jedoch von Rottweils Topspieler Daniel Welge mit platzierten und sicheren Unterschnittbällen als erster in der diesjährigen Saison souverän entzaubert wurde. Die zweite Einzelbegegnung Lukas Geigers bescherte ihm jedoch dann auch seinen ersehnten Erfolg. Mit druckvollen Vorhand-Topspins rang er seinen spielstarken Gegenüber verdient mit 3:1 nieder. Da im hinteren Paarkreuz ein hochkonzentrierter Nils Geiger sowie ein hochmotivierter und aggressiv angreifender Hannes Kleinmann nichts mehr anbrennen ließen, war der 9:1-Kantersieg für die Hausherren perfekt. Sollte das junge Rottweiler Team nun ihre nächsten beiden schwierigen Auswärtspartien in Seedorf und Marschalkenzimmern noch siegreich gestalten, stünde nach dem letztjährigen Meistertitel der erneute Triumph für die Schülermannschaft zu Buche.

Nach knappem Auswärtssieg voll im Soll

Landesliga Damen 

TuS Metzingen versus TTC Rottweil   6:8

Nach dem souveränen 8:3-Auftaktsieg zu Hause gegen Rottenburg ging es für die jungen Damen des TTC Rottweil vergangenen Samstagabend zum Mitaufsteiger aus Metzingen. Die Gastgeberinnen versuchten in absoluter Bestbesetzung antretend, sich für die beiden Niederlagen in der letztjährigen Landesklasse zu revanchieren, wo sie den spielstarken Rottweilerinnen in Sachen Meisterschaft klar den Vortritt lassen mussten. Bereits in den Doppeln mussten sich Selin Wehrmann und Elena Zepf der Paarung aus der ehemaligen Regionalliga-Akteurin Anja Skokanitsch und deren ebenfalls höherklassig erfahrenen Mutter Andrea – wenn auch äußerst knapp – geschlagen geben. Das spielstarke Top-Doppel aus Denise Döttling und Anna Sikeler glich allerdings postwendend aus.

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Kam beim Aufeinandertreffen der beiden Topspielerinnen leider erst zu spät in die Gänge: Denise Döttling

Die drei Einzel gegen eben jene Metzinger Topspielerin, die auch in der Herren-Landesliga aufgrund ihres sicheren Block-Konter-Spiels etliche männliche Kontrahenten regelmäßig zur Verzweiflung bringt, mussten die jungen TTC´lerinnen trotz tollen Kampfes abgeben. Einzig Denise Döttling kam nach einem äußerst schwachen Start immer besser in Schwung, spielte dann auf Augenhöhe und stand kurz vor dem Entscheidungssatz. Als  kurz darauf Anna Sikeler gegen die abgezockte Mannschaftsführerin Andrea Skokanitsch am Rande einer Niederlage stand, und zeitgleich überraschend Elena Zepf, nach ihrer Niederlage gegen eben jene Skokanitsch, auch gegen Simone Kiedrowski den Kürzeren zog, drohte mehr denn je eine Punkteteilung. Doch mit taktischer Raffinesse und eines fortan offensiv beherzten Endspurts gelang es Sikeler tatsächlich noch, ihr Spiel zu drehen und somit das Blatt der gesamten Partie zu Gunsten des neuen Tabellenzweiten zu wenden. Die restlichen Einzelpartien gingen allesamt souverän an das jüngste Team der Liga, sodass ein knapper, wenn auch verdienter 8:6-Erfolg zu Buche stand. Das ursprünglich formulierte Ziel Verbandsklasse-Aufstieg ist nach der erfreulichen Schwangerschaft Melanie Kalmbachs jedoch mehr als ungewiss, weswegen es einfach von Spiel zu Spiel zu denken gilt. Nächsten Sonntag erwartet man in der heimischen Doppelsporthalle das ebenfalls noch ungeschlagene Team der SpVgg Weil der Stadt.

Mit Fleiß kommt auch der Preis!

Bei der Jugendendrangsliste des Tischtennisbezirkes Oberer Neckar am vergangenen Sonntag in Wehingen gelang Cesare Schiattarella am Ende eines Kraft raubenden Tages mit dem souveränen Turniersieg in einem stark besetzten Teilnehmerfeld der Jungen U15 der bisher größte Erfolg seiner noch jungen Laufbahn.

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Ein starkes Ranglistenturnier von beiden Nachwuchsspielern: Cesare Schiattarella und Leart Mulaki (von links).

Gegen teils – zumindest auf dem Papier – deutlich favorisierte Akteure aus der Verbands- sowie Landesklasse zeigte der vierzehnjährige Rottweiler sein ganzes Potenzial und diktierte mit rotationsreichen Topspins auf Vorhand wie Rückhand zumeist das Geschehen. Insbesondere in den Partien gegen die beiden Turnierfavoriten, Spaichingens Paul Merkt sowie Nusplingens Max Klaiber, agierte er taktisch klug sowie technisch sauber – einzig gegen den sehr aggressiv spielenden Deisslinger Jesse Strunskij bedurfte es auch etwas situatives Spielglück im Entscheidungssatz. Selbst als gegen Turnierende bisweilen die Konzentration etwas nachließ, trugen ihn sein unbändiger Kampfgeist sowie sein herausragendes Ballgefühl schließlich zu einer makellosen 8:0-Bilanz. Mit diesem lupenreinen Erfolg setzte Cesare Schiattarella für die anstehende Jugend-Schwerpunktrangliste, wo Ende Oktober die jeweils Besten aus vier Bezirken um BaWü-Startplätze wetteifern, nicht nur bereits ein kleines Ausrufezeichen, sondern belohnte sich primär für seinen vorbildlichen Trainingsfleiß in den letzten Monaten.

Doch auch in Person von dessen Teamkollegen Leart Mulaki spielte ein weiterer Rottweiler ebenfalls ein beachtliches Turnier. Einzig gegen Marschalkenzimmerns Sebastian Vollmer vergab er unnötigerweise etliche Satz- und Matchbälle, sodass hier eine vermeidbare Fünfsatz-Niederlage zu Buche stand. Trotz alledem bot auch er den Tag über – speziell gegen Adrian Musa aus Deisslingen – durchaus sehenswert druckvolles Tischtennis und erspielte sich schlussendlich mit einer starken 5:3-Bilanz einen Platz unter den Top 8.

 

Erneute Nervenschlacht und gutes Essen

Bezirksklasse Herren

TTC Rottweil II versus TG Schömberg  9:7

 

Auch am zweiten Spieltag der Bezirksklasse konnte die Landesliga-Reserve des TTC Rottweil in der heimischen Doppelsporthalle erst nach über dreieinhalb Stunden die Tische verlassen – glücklicher- aber auch verdienterweise erneut mit 9:7.

Zwar traten die Schömberger Gäste ohne ihre etatmäßige Nummer zwei, Felix Henke, an die Platten, allerdings fehlten den Hausherren ebenso erneut einige zum Stammpersonal gehörende Spieler/innen, sodass auch dieses Mal wieder die angeschlagene Denise Döttling, trotz vorangegangener Vierfach-Belastung mit der dritten Herrenmannschaft (verdientes, wenn auch etwas bitteres Remis gegen den Mitaufsteiger TTC Villingen) einsprang und bei der gleichzeitig an den Nebentischen ausgetragenen Landesliga-Partie der Damen (8:3-Erfolg gegen den TV Rottenburg) durch Jenny Käshammer vertreten wurde.

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Fokussierter und platzierter Rückschlag: Ein an diesem Tage bärenstarker Stefan Link

Von Beginn an entwickelte sich eine spannende Partie, sodass es nach den Eingangsdoppeln 2:1 für die Hausherren stand, besonders das Duo aus Manuel Schubnell und Michael Angster wusste hierbei vollends zu überzeugen. In allen drei Paarkreuzen folgte nach  sechs durchweg engen  Einzeln dann je eine Punkteteilung, was die zweite Einzelrunde mit einer hauchdünnen 5:4-Führung einläuten sollte. Gegen den gegnerischen Spitzenspieler Andreas Sauter returnierte Woehrstein dann recht clever, schlug dazu variabel auf und konterkarierte somit dessen aggressives Vorhandspiel. Zeitgleich brachte Sergej Traub mit spinreich sicheren Topspins seinen kampfstarken Gegenüber Heiko Angst zu Verzweiflung. Als dann auch noch Stefan Link seinen persönlichen Sahnetag mit einem glatten 3:0-Erfolg krönte, schien die Vorentscheidung zu Gunsten des TTC gefallen. Doch sowohl die junge Denise Döttling, die ihrem Körper wieder einmal Tribut zollen musste, als auch Angster, der trotz klarer Dominanz im Entscheidungssatz das Heft noch aus der Hand gab, mussten etwas unnötig wie bitter ihren Gegnern gratulieren. Einzig Schubnell musste die Überlegenheit des erfahrenen Abwehrstrategen Josef Sauter an jenem Abend neidlos anerkennen, wobei er selbst auch nicht in Gänze an die gute Form seines ersten Einzels herankam.

So musste es nun also doch noch das Spitzendoppel aus Stefan Link und Markus Woehrstein richten. Trotz des verlorenen ersten Satzes gegen die bis dato ungeschlagenen Alexander Leis und Felix Riedel, gerieten beide nie aus der Ruhe, sondern stellten taktisch speziell im Rückschlag etwas um und steigerten sich gekonnt von Satz zu Satz in ihrem druckvollen Spiel, sodass am Ende ein verdienter Erfolg nicht nur im Entscheidungsdoppel, sondern auch folglich insgesamt als Team zu Buche stand. Anschließend ging es zusammen mit weiteren Vereinskamerad(inn)en noch zum obligatorischen Abendessen bei Pasta und Pizza.

Personalengpass erfolgreich getrotzt

Bezirksklasse Herren

SV Bergfelden versus TTC Rottweil II   7:9

 

Zum Saisonauftakt in der Bezirksklasse der Herren gastierte die Landesliga-Reserve des TTC Rottweil beim Bezirksliga-Absteiger aus Bergfelden und erkämpfte sich trotz erheblicher Personalnot einen knappen, wenn auch verdienten Auswärtserfolg.

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Tolles Doppel, starkes zweites Einzel: Manuel Schubnell.

Bereits in den Eingangsdoppeln konnten die Gäste mit Siegen durch das Duo Link/Woehrstein sowie gegen die gegnerische Spitzenpaarung durch Schubnell/Traub in Front gehen. Einzig das junge Damendoppel aus Döttling/Sikeler musste sich äußerst unglücklich im Entscheidungssatz beugen. Im Anschluss legten die Rottweiler mit zwei Siegen im vorderen Paarkreuz allerdings direkt nach und schraubten den Spielstand auf 4:1. Während Markus Woehrstein Bergfeldens Schlagenhauf regelrecht demontierte, zeigte Traub besonders im Entscheidungssatz sein ganzes Potential. Die Hausherren gaben jedoch zu keiner Zeit auf und kämpften um jeden Ball, sodass auf Rottweiler Seite einzig Denise Döttling noch punkten konnte. Die spontan einspringende Anna Sikeler zeigte trotz fehlenden Trainings eine solide Tagesleistung – allein das nötige Spielglück war ihr in den entscheidenden Phasen nicht vergönnt.

Neben der druckvoll offensiv und mutig agierenden Denise Döttling, die bei ihrer Herren-Premiere gleich beide Einzel gegen spielstarke Gegner ergattern konnte, bekam auch Rottweils Vorstand Woehrstein an jenem Abend seine Nerven in den Griff und unterstrich mit seinem zweiten Einzelerfolg, warum er diese Saison neben Hochmössingens Martin Fehrenbacher als der vermeintlich beste Spieler der Bezirksklasse gilt. Als dann auch noch Manuel Schubnell mit Hilfe eines souveränen Sieges seine Teamkameraden mit einer Führung in das Entscheidungsdoppel schickte, fing sich auch der an diesem Tage mental ziemlich blockierte Stefan Link wieder – und wie. Mit jedem gespielten Ball fand er stetig mehr Vertrauen in seine Offensivstärke und zeigte an der Seite Woehrsteins, dass es in jenem Schlussdoppel für die Hausherren nichts mehr zu erben gab – zu dominant und druckvoll überlegt traten beide ab Beginn des zweiten Satzes auf.

Dieser erfolgreiche Saisonstart ist in der ausgeglichen starken Liga, mit gleich drei direkten Absteigern sowie eines zusätzlichen Relegationsplatzes, bereits der erste Mut machende Fingerzeig für die weiteren knifflig engen Begegnungen.

Zahlreiche ungenutzte Chancen

Landesliga Herren

SpVgg Mössingen – TTC Rottweil 9:3

Nach dem überraschenden, nachträglichen Aufstieg führte die Rottweiler ihr Sonntagsausflug in Steinlach-Tal. Gegen die Hausherren der SpVgg Mössingen, in der Endabrechnung der Vorsaison auf Platz 4, waren die Gäste im ersten Saisonspiel krasser Außenseiter.

Doch jedes Spiel muss erst gespielt werden und der Aufsteiger wehrte sich nach Kräften. Bereits in en Doppeln war das Auswärts-Team auf Augenhöhe. Hätte man Sätze anstatt der Spiele gezählt, wären die Rottweiler gar in Führung gegangen. Leider standen einem klaren 3:0-Erfolg von Hirschberg/Käshammer zwei sehr knappe Fünfsatz-Niederlagen gegenüber, sodass die TTC-ler einem Rückstand hinterherliefen.

An dem Abstand änderte sich zunächst nichts, vorne gewann nur Sebastian Hirschberg, der überraschend gut mit den Aufschlagkünsten und Blockbällen von Leuze zurechtkam. Ebenso teilten sich die Teams im mittleren Paarkreuz die Punkte: Philipp Rieger behielt souverän die Oberhand, während Stefan Reichelt sein Pulver nach 1,5 Sätzen verschossen hatte.

Als die Anzeigtafel ein 4:3 für Mössingen zeigte, musste Rottweils Vorstand, Markus Wöhrstein, in den Entscheidungssatz. Nach einer guten Leistung gegen den starken Löffler, siegte am Ende leider der Hausherr hauchdünn. Am Nebentisch zeigte TTC-Neuzugang Jenny Käshammer gute Ansätze, konnte sich aber noch nicht belohnen.

Nach dem ersten Durchgang führte Mössingen mit 6:3. Diese Führung wollte der Favorit schnell erhöhen und das tat er: Vorne gestattete er den Rottweilern nur einen Satz. Beim zwischenzeitlichen 8:3 für die SpVgg trat das mittlere Paarkreuz wieder an die Tische.

Stefan Reichelt gewann schnell 3:0, doch zunächst sollte das Spiel zwischen Philipp Rieger und Mössingens Elsäßer zählen. In einem hochklassigen Match ging Rieger mit 2:1-Sätzen in Führung. Am Nebentisch entwickelte sich parallel ein ausgeglichenes Duell zwischen Käshammer und Löffler.

Sehr optimistische Zeitgenossen träumten bereits von einem Schlussdoppel und in der Tat spielte Philipp Rieger im vierten Satz weiterhin gutes Tischtennis. Denkbar knapp gewann diesen aber Elsäßer und rettete sich in den finalen fünften Satz. Dort war der Mössinger eine Spur abgeklärter, sodass die Rottweiler mit einer etwas zu hoch ausgefallenen 3:9 Niederlage die Heimreise antraten. Unterbrochen wurde diese von einem Besuch bei der Pizzeria Azzurra in Deilingen, denn trotz fehlender Punkte hatte man sich das Essen definitiv verdient.

Erfolge und Ehrungen

Generalversammlung 2019

Wie jedes Jahr  fand auch diesen Sommer, kurz vor der Ferienzeit, im Restaurant zur Hochbrücke die Jahreshauptversammlung des TTC Rottweil statt, wobei der 1. Vorsitzende des Tischtennisvereins, Markus Woehrstein, insgesamt 30 Mitglieder begrüßen durfte. Es war ein insgesamt harmonischer, von Ehrungen und Erfolgen gezeichneter Abend, an welchem allerdings durchaus kontrovers, jedoch immer auch konstruktiv über den ein oder anderen Themenpunkt diskutiert wurde.

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Die (2018er-)Ehrungen des Württembergischen Landessportbundes übernahm Sportkreisreferent und TTC-Ehrenmitglied Peter Müller (rechts) liebend gerne höchstpersönlich

 

Woehrstein charakterisierte das Sportjahr als eines der erfolgreichsten in den vergangenen Jahren, gekrönt mit der beeindruckenden Vizemeisterschaft der ersten Herrenmannschaft und des damit verbundenen Aufstieges in die Landesliga. Eine mehr als bemerkenswerte Entwicklung, im Zuge des eigentlich kaum mehr für möglich gehaltenen Klassenerhalts der Vorsaison, nachdem man aufgrund einer beispiellos prekären Verletzungsmisere die Hinrunde sogar ohne jeglichen Punktgewinn abschloss, sich dann allerdings dank eines beeindruckenden Kraftakts die Rückrundenmeisterschaft und somit auch den Ligaverbleib sichern konnte. Deutlich weniger überraschend, wenn auch beinahe genauso beeindruckend war der erneute verlustpunktfreie Aufstieg der Damen sowie der Finalsieg im Bezirkspokal gegen die erfahrenen Verbandsklasse-Akteurinnen der TG Schwenningen, bei denen unter anderem immer noch die ehemalige Rottweilerin Regina Bähr sowie Passiv-Rottweilerin Amanda Vogt in Diensten sind, diese sich beide allerdings mittels eines grandiosen 7. Platzes bei den Deutschen Senioren-Meisterschaften bestens zu rehabilitieren wussten.

Die souveräne Meisterschaft und die damit einhergehende Bezirksklassen-Rückkehr der zweiten sowie der Aufstieg der dritten Herrenmannschaft rundeten die erfolgreiche Saison im Aktivenbereich ab.

Den Pokalsieg bei den Herren 1 (Bezirksliga bis Oberliga) mussten Philipp Rieger und die beiden Vorstände Stefan Reichelt und Markus Woehrstein leider trotz mehrfachen Matchbällen und einer insgesamt grandiosen Leistung im Finale noch unglücklich hauchdünn mit 3:4 an den TSV Nusplingen abtreten.

Im Jugendbereich war es ebenso wieder einmal eine mehr als überzeugende Runde. Mit einem dritten Platz in der Landesklasse sowie einer Meisterschaft in der Bezirksklasse, standen die Jugendlichen im U18-Bereich, ihren jungen Vereinskameraden in Nichts nach, nachdem diese bereits den Titel in der Schüler-Bezirksliga ergattern konnten. Im individualen Sektor stach einmal mehr Denise Döttling heraus, die bei den Verbandsmeisterschaften – gegen die spätere Siegerin hauchdünn verlierend – nur äusserst knapp am Treppchen vorbeischrammte. Doch auch alle anderen Nachwuchsspieler/innen traten durch zumeist vordere Plätze bei Bezirksranglisten und -meisterschaften positiv hervor.

Auch mit Honorierungen wurde nicht gegeizt. Neben einigen vereinsinternen Ehrungen wie die Ehrenmitgliedschaft Kai Rosenbergers und Marc Beckers für 35 Jahre im TTC Rottweil, ebenso wie die Vereinsnadel in Gold für die Geschwister Annette und Norbert Zeiselmeier, in Silber für Antje Langendorf und Markus Schmieder sowie in Bronze für Philipp Baur.

Stefan Link bestritt bereits im Laufe des letzten Jahres seine hundertste Partie für den TTC Rottweil und bekam dementsprechend nun die Bronzemedaille für absolvierte Spiele überreicht. Die erfolgreichen Teilnehmer/innen der Vereinsmeisterschaften wurden bereits im Dezember letzten Jahres direkt in der Halle mit Präsenten und Urkunden honoriert. Die übergeordneten Ehrungen des Landessportbundes sowie des Fachverbandes übernahm mit Peter Müller der hierfür mehr als prädestinierte Breitensportbeauftragte des DTTB und Sportkreisreferent in Personalunion.

WLSB-Ehrungen

WLSB-Ehrennadel in Bronze für Bernhard Malzer und Markus Woehrstein

WSJ-Ehrennadel in Silber für Stefan Reichelt und Klaus Krüger sowie die selbige in Bronze für Robert Döttling

 

TTVWH-Ehrungen

TTVWH-Ehrennadel in Gold mit Kranz für Klaus Krüger sowie die selbige in Bronze für Andreas Wehrmann und Stefan Reichelt

TTVWH-Spielernadel in Gold für Wolfgang Bacher, Klaus Krüger, Peter Müller, Julius Schwicker, Andreas Wehrmann sowie die Spielernadel in Silber für Michael Angster, Holger Friede, Timo Lehmann, Herwig Lehnert, Gerd Müller und Norbert Zeiselmeier

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Nur einige der geehrten Personen, denen an jenem Abend eine TTVWH-Ehrung (Jahr 2018) in Form einer Spieler- oder Ehrennadel zuteil wurde: Michael Angster, Stefan Reichelt, Gerd Müller, Klaus Krüger, Timo Lehmann, Julius Schwicker und Andreas Wehrmann (von links nach rechts).

 

Darüber hinaus kamen in der Rekapitulation auch die durchgeführten Veranstaltungen wie das nun bereits seit Jahren in der ehemaligen Reichsstadt etablierte Pokal-Final-Four-Turnier zur besonderen Erwähnung. Explizit auch die Anfang Juni initiierten Rottweiler Stadtmeisterschaften für Hobby- und Laienspieler fanden durchweg Anklang – hieran nahmen knapp 20 Tischtennisbegeisterte teil. Insgesamt war es eine freundvolle Veranstaltung, die zukünftig einen festen Platz im Veranstaltungskalender finden solle. Längst etabliert sind auch bereits seit Jahren die immer im Juli realisierte Wanderung der zweiten Herren-Mannschaft nach Flözlingen sowie das Sommer(grill-)fest auf der Anlage des TC Zimmern-Horgen, welches sich nicht nur eines fabelhaften Wetters, sondern auch reger und großer Beteiligung erfreuen durfte.

Neben der Anschaffung von vier weiteren Platten – der TTC verfügt jetzt über insgesamt 20 identisch neuwertige Platten – erhielt man als Bezirkssieger beim Wettbewerb „Aktiver Verein“ nicht nur die Siegprämie in Höhe von 150,00 €, sondern primär auch eine weitere Bestätigung der engagierten Jugendarbeit. Nachdem auch die Buch- und Kassenführung des Vereinskassiers Christian Horneff durch die Kassenprüfer Wolfgang Bacher und Paul Gerstner als formell und sachlich tadellos attestiert wurde, bekamen alle Vorstandsmitglieder für deren gute Arbeit dankend einstimmig und ohne Einschränkung die Entlastung erteilt. Wahlen finden turnusgemäß erst wieder 2020 statt.

Als besondere Highlights erwartet den Tischtennisclub im nächsten Jahr erst einmal nach 2017 die erneute Ausrichtung der baden-württembergischen Mannschaftsmeisterschaften der Jugend. Auch die von Peter Müller für das Jubiläumsjahr 2022 angetragene und speziell unter einem separaten Antragspunkt ausführlich eruierte Ausrichtung des Bundesfinales der DTTB-Minimeisterschaften wurde schließlich enthusiastisch annehmend beschlossen.

Eiskalt wurde es (nicht) nur am Ende

Für zwölf Jugendliche des TTC Rottweil und ihre drei Betreuer ging es Mitte Juli zur sommerlichen Kanutour auf den Neckar. Zu Beginn, beim Einsetzen in den Fluss nahe Sulz, wurden die motivierte Truppe allerdings von bedecktem Himmel und leicht böigen Winden begrüßt.

Die mäßige Wetterlage trübte die gute Laune der auf vier Kanus verteilten Jugendlichen nicht. Sie lieferten sich ein intensives vierstündiges Rennen entlang des Flusses, das kurz vor der Halbzeit mit einer kleinen Vesperpause unterbrochen wurde. Nach dem Essen brach schließlich auch die Sonne durch die Wolkendecke, sodass sich fortan zwei Boote in unterschiedlichen Stromschnellen zum Kentern animiert fühlten. Unter dem Strich stand jedoch ein idyllisches und eindrucksvolles Naturerlebnis, das sich durch seine intakte Flora und Fauna auszeichnete – steil abfallende Muschelkalkfelsen, seltene Farne bis hin zu Fluss überspannenden Bäumen säumten ebenso das Ufer wie nistende Eisvögel und brütende Blässhühner. Den ereignisreichen Tag ließ man vor der gemeinsamen Rückfahrt gen Rottweil schlussendlich noch in einem alteingesessenen Horber Eiscafé entspannt ausklingen.

Bilder vom TTC-Sommerfest

Bilder vom traditionellen TTC-Sommerfest vom 20.07.19

Herren 1 spielen Landesliga

Als am Donnerstag die Klasseneinteilungen für die Saison 19/20 veröffentlicht wurden, fehlte ein bekanntes Gesicht in der Liste der Landesklasse Gruppe 5: Der TTC Rottweil.

Um den Vizemeister der Landesklasse 5 zu finden, musste man in die Landesliga Gr. 3 schauen. Nach der Enttäuschung, als in der Relegation am 4. Mai gegen die TTG Unterreichenbach-Dennjächt der sportliche Aufstieg knapp (7:9) verspielt wurde, erfolgte dieser nun am grünen Tisch. Möglich machte es ein Rückzug eines Verbandsklasse-Teams, das für die unteren Klassen einen Ketteneffekt erzeugte, infolgedessen auch der TTC Rottweil profitierte. Was bis zum versöhnlichen Ende der Geschichte geschehen war, erklärt die Rückschau auf die vergangene Saison.

Nach der Rückrundenmeisterschaft in der Saison 17/18 und damit dem Klassenerhalt nach punktloser Vorrunde, galten die Rottweiler manchen als Geheimfavorit auf den Titel 18/19. Die TTCl-er selbst spekulierten auf das vordere Drittel, doch schien klar, dass bei Normalverlauf der TTC Reutlingen das Meisterschaftsrennen für sich entscheiden würde.

Der Start des Lehmann-Sextetts verlief mit drei Siegen und einer Kampfloswertung vielversprechend, doch Ende Oktober war erstmals ersichtlich, dass die Saison kein Selbstläufer würde. Beim 8:8 gegen nominell stark ersatzgeschwächte Gomaringer bekleckerten sich die Rottweiler nicht mit Ruhm. Bis zum Ende der Vorrunde hielt die Formkrise an. Nach einem Arbeitssieg gegen Kellerkind Rottenburg folgten enttäuschende Auftritte gegen Derendingen, den TTC Reutlingen und schließlich Ergenzingen II. Nach diesen drei Niederlagen lagen die TTC-ler zum Vorrundenende nur Dank des besseren Spielverhältnisses auf Rang drei.

Zum Rückrundenauftakt, bei dem erstmals Winterneuzugang Sebastian Hirschberg zum Einsatz kam, erreichte man in Metzingen zunächst einen knappen Arbeitssieg. In der folgenden Partie wurde Dettingen mit passabler Leistung bezwungen, bevor die Rottweiler zwei hohe Siege gegen Abstiegskandidaten einfuhren. Ende Februar gab es in heimischer Halle beim 9:7 gegen Derendingen den ersten Formcheck, den der TTC ohne Hirschberg bestand.

Vor einem schweren Saisonfinale, den Partien gegen TTC Reutlingen und TTC Ergenzingen II, stolperten die Lehmänner nicht und sicherten sich weitere vier Punkte. Leider schaute ausgerechnet zum Duell beim TTC Reutlingen eine Krankheitswelle vorbei. Ersatzgeschwächt verkauften sich die Rottweiler gut, aber verließen die Tische als Verlierer. Damit kam es zum Endspiel zu Hause gegen Ergenzingen II. Der Sieger dieser Partie würde als Zweiter in die Aufstiegsrelegation gehen. Trotz des Heimvorteils lag die Favoritenrolle bei den Gästen, die zum einen vom Papier her stärker wirkten und weil zum anderen Hirschberg bei den Hausherren fehlte.

Trotz ungünstiger Vorzeichen brannten die Rottweiler ein wahres Feuerwerk ab und verwiesen ihre Kontrahenten mit einem sensationellen 9:0-Sieg aus der Halle. Dem Jubel folgten drei Wochen intensive Vorbereitung, die allerdings weitgehend ohne den angeschlagenen Gerd Müller stattfand.

Kurz vor dem Tag der Wahrheit flatterte die Information, dass der Landesliga-Achte aus Deißlingen nicht zur Relegation antreten würde, ins Haus. Somit müsste ein einziges Spiel gegen Unterreichenbach-Dennjächt entscheiden. Wie eingangs erwähnt, konnten die TTC-ler dieses nicht siegreich gestalten. Mit einer sehr großen Geräuschkulisse – in der Halle fanden zeitgleich acht Spiele verschiedener Wettbewerbe statt – sowie ungewohnten Spielbedingungen kamen die Rottweiler schlechter klar als ihre Gegner. Zwei Drittel der Reichsstädter verkauften sich im Einzel unter Wert, zudem ging nur ein Doppel an den TTC. Die Unterreichenbacher hingegen zeigten sich in engen Situationen abgeklärter und gewannen knapp, aber verdient.

Wie mittlerweile feststeht, tritt der TTC Rottweil in der Saison 19/20 nun doch in der Landesliga an. Dort kann das Ziel nur Klassenerhalt lauten, wenngleich sich der Spielerpool der Reichsstädter erweitert hat: Mit Jennifer Käshammer, die bisher für den TSV Betzingen hauptsächlich in der 3. Bundesliga Damen spielte, stößt eine Verstärkung hinzu.

Die erste Herrenmannschaft des TTC nach ihrem vorerst letzten Landesklasse-Spiel gegen Ergenzingen II, v.l.n.r.: Stefan Reichelt, Philipp Rieger, Timo Lehmann, Herwig Lehnert (knieend), Gerd Müller (knieend), Julius Schwicker und Markus Wöhrstein. Auf dem Bild fehlt Sebastian Hirschberg.