(Erneuter) Meistertitel zum Greifen nah

Landesklasse Damen 

TuS Metzingen versus TTC Rottweil   6:8

Nach der souveränen Herbstmeisterschaft ging es für die jungen Damen des TTC Rottweil Mitte Februar direkt zum spielstarken Tabellenzweiten aus Metzingen. Die Gastgeberinnen versuchten in absoluter Bestbesetzung antretend, sich für die deutliche Hinspiel-Niederlage zu revanchieren. Bereits in den Doppeln mussten sich Selin Wehrmann und Elena Zepf der Paarung aus der ehemaligen Regionalliga-Akteurin Anja Skokanitsch und deren ebenfalls höherklassig erfahrenen Mutter Andrea – wenn auch äußerst knapp – geschlagen geben. Das immer noch ungeschlagene Top-Doppel aus Denise Döttling und Anna Sikeler glich allerdings mit all ihrer Klasse postwendend aus.

elena zepf

Drehte ein bereits verloren geglaubtes Spiel: Elena Zepf

 

Die anschließenden drei Einzel gegen eben jene Metzinger Topspielerin, die auch in der Herren-Landesliga aufgrund ihres sicheren Block-Konter-Spiels etliche männliche Kontrahenten regelmäßig zur Verzweiflung bringt, mussten die jungen TTC´lerinnen trotz tollen Kampfes abgeben. Als dann Elena Zepf, nach ihrer Niederlage gegen die abgezockte Noppenspielerin Karin Maag, auch gegen Simone Kiedrowski, genau wie zeitgleich Anna Sikeler gegen Andrea Skokanitsch, beinahe aussichtslos mit Matchbällen gegen sich hinten lag, stand die Partie mehr denn je auf der Kippe. Die erste Niederlage überhaupt drohte. Doch mit taktischer Raffinesse und eines fortan offensiv beherzten Auftritts gelang es beiden Rottweilerinnen tatsächlich noch, ihr jeweiliges Spiel zu drehen und somit das Blatt der gesamten Partie zu Gunsten des Tabellenführers zu wenden. Die restlichen Partien gingen allesamt souverän an die plötzlich wie entfesselt aufspielenden Gäste, sodass ein knapper, wenn auch verdienter 8:6-Erfolg zu Buche stand.

TTC Rottweil versus TSV Eningen   8:0

TTC Rottweil versus TSV Sondelfingen   8:0

Beflügelt durch diesen hart umkämpften Auswärtssieg ließen die Rottweilerinnen auch am darauffolgenden Wochenende zu Hause gegen das Tabellenschlusslicht TSV Eningen sowie gegen den unangenehmen Tabellendritten aus Sondelfingen nichts mehr anbrennen. Durch eine konzentriert offensive und kompromisslose Spielweise, geprägt von sehenswerten Schüssen und rotationsreichen Topspins, ließ man den Gegnerinnen in beiden Begegnungen nicht einmal einen einzigen Spielgewinn – wobei man gegen die Gäste aus dem Reutlinger Stadtteil Sondelfingen für die beruflich verhinderte Mannschaftsführerin Selin Wehrmann mit der langjährigen Verbandsliga-Spielerin Melanie Kalmbach sogar obendrein ersatzverstärkt an die Platten treten konnte. Diese zwei lupenreine Kantersiege untermauern darüber hinaus die Dominanz über die gesamte Saison hinweg. Ein weiterer Sieg aus den restlichen Partien, und die erneute Meisterschaft wäre vorzeitig in trockenen Tüchern.

In der Rückrunde noch ohne Punktverlust

Landesklasse Herren, TTC Rottweil – TV Derendingen 9:7

Nach den erfolgreichen Auftritten in Metzingen, dem Heimsieg gegen Dettingen und zuletzt zwei hohen Siegen gegen Rottenburg sowie Sulgen, empfingen die Rottweiler mit dem TV Derendingen einen starken Gegner. In der Vorrunde war man auswärts nahezu chancelos mit 4:9 bei den Tübinger Vorstädtern untergegangen.

Im Rückrunden-Duell sannen die Hausherren auf ihre Revanche und erdachten sich dafür eine taktische Doppel-Aufstellung, die beinahe ein voller Erfolg werden sollte. Kapitän Timo Lehmann machte zusammen mit Philipp Rieger den Anfang mit einem 3:1-Sieg. Mit demselben Resultat verließen Müller/Schwicker den Tisch. Nun sollte Doppel Nummer drei den Coup komplett machen, doch ein gesundheitlich angeschlagener Markus Wöhrstein, fand genauso wie sein Partner Stefan Reichelt, nie zu seinen Stärken. Mit einer vergleichsweise schwachen Leistung mussten die Beiden dem Abwehr-Doppel der Gäste zu einem recht hohen Sieg gratulieren.

Immerhin führten die TTC-ler. Gerd Müller verhinderte mit einem sehr knappen Erfolg das Wechseln des knappen Vorsprungs, denn Reichelt verlor erwartungsgemäß. Der Verlust der Führung wurde im mittleren Paarkreuz sogar mit noch mehr Spannung abgewendet: Philipp Rieger konnte ein verloren geglaubtes Einzel noch umbiegen, während die andere Partie an die Derendinger ging. Weiterhin lagen die Rottweiler hauchdünn vorne. Daran änderte sich zum Ende des ersten Durchgangs nichts mehr, da nur Timo Lehmann im unteren Paarkreuz für den TTC punktete.

Es ging äußerst spannend weiter: Müller lieferte sich mit Saric ein enges Duell, das er nur mit zwei Bällen Differenz im fünften Durchgang gewann. Den Entscheidungssatz erreichte ebenfalls Stefan Reichelt, doch dort musste er einem hohen Rückstand hinterher laufen. Nach Abwehr zahlreicher Matchbälle zwang er Gegenüber Varga in die Verlängerung. Leider verließ dort der Gästespieler nach großem Kampf als Sieger die Box. Die 6:5-Führung konnte in der Mitte nicht verteidigt werden. Zwei Derendinger Erfolge brachten erstmals einen Rückstand für die Rottweiler Hausherren. Angepeitscht von den eigenen Fans konterten die TTC-ler jedoch: Routinier Julius Schwicker und der an diesem Abend sehr starke Lehmann sorgten für ein 8:7, als Timo Lehmann mit Partner Philipp Rieger direkt im Anschluss zum Schlussdoppel antreten musste. Kompromisslos und konzentriert empfahl sich die erstmals als Spitzendoppel aufgebotene Paarung, indem sie keinen Satz verlor und einen umkämpften Mannschaftserfolg sicherten.

An insgesamt vier Punkten beteiligt: Ein starker Timo Lehmann.

Vorübergehend wieder Tabellenzweiter

TTVWH-Landesklasse

TTC Rottweil versus TSV Dettingen   9:5

 

Nach einem durchwachsenen Rückrundenstart in Metzingen empfingen die Rottweiler vergangenes Wochenende den spielstarken Tabellensechsten des TSV Dettingen um ihren kaum zu bezwingenden ehemaligen Zweitliga-Spieler Peter Skulski. Die Hausherren mussten zwar auf ihren wieder einmal verletzten Vorstand Markus Woehrstein verzichten, konnten aber mit ihrem neuen Top-Akteur Sebastian Hirschberg sozusagen ersatzverstärkt an die Platten treten.

Obwohl allen Beteiligten bewusst war, dass man gegen solch einen Gegner keine Partie leichtfertig abgeben sollte, gelang es – wie so oft in den letzten Partien – eben wieder nicht, mit einer Führung aus den Eingangsdoppel zu gehen – zu viele Konzentrationslöcher und somit leichte Fehler durchzogen vor allem das einstige Verbandsliga-Spitzendoppel aus Gerd Müller und Julius Schwicker. Als dann neben den beiden abgegebenen Einzeln gegen Dettingens Skulski auch noch Philipp Rieger in einem sehenswerten Duell gegen den blocksicheren Matthias Bubeck unterlag, stand die Partie mehr denn je auf der Kippe. Es lag nun insbesondere an Stefan Reichelt in einer wahrlich nicht hochklassigen, jedoch wahrhaft spannenden Nervenschlacht gegen Dietmar „Topspin“ Veith das Ruder zu Gunsten der Neckarstädter herumzureißen. Davon angestachelt, zeigten sich im vorderen Paarkreuz dann sowohl Müller als auch Hirschberg gegen den ebenfalls höherklassig erfahrenen Wolfgang Romer jeweils wieder von ihrer besten Seite und so vermochten Mannschaftskapitän Timo Lehmann und Altmeister Julius Schwicker nur noch nachzulegen – was beide auch postwendend taten.

15-09-12_001

Für´s Zählen und Coachen reichte es beim 1. Vorstand an jenem Tage gerade noch so.

In seinem zweiten Einzel gegen Veith gelang es wiederum auch Rieger, von Beginn an offensiv mutig, jedoch auch deutlich fokussierter und platzierter zu agieren, sodass auch hier ein knapper, aber verdienter Sieg zu Buche stand. Erneut eher reagierend, zitterte – genauer gesagt blockte – Stefan Reichelt gemeinsam mit den mitfiebernden Zuschauern und seinem fiebrigen, ihn dennoch coachenden Vorstandskollegen Markus Woehrstein sein Match gegen Bubeck gerade noch so nach Hause, sodass Julius Schwicker gegen die Gäste aus dem oberen Ermstal doch noch relativ souverän den Deckel draufsetzen konnte.

Für das moralische Selbstvertrauen aller Rottweiler ein wichtiger Erfolg, geht es doch in den nächsten Wochen in strapaziösem Kampfe um die Vize-Meisterschaft primär darum, nicht zu früh die weisse Fahne in Sachen Aufstieg hissen zu wollen.

Sieg trotz Sand im Getriebe

TTVWH-Landesklasse Herren

 

Zum Rückrundenstart gastierte die erste Herrenmannschaft des TTC Rottweil zum wiederholten Male in den letzten Jahren bei den sympathischen wie kampfstarken Hausherren des Turnerbundes aus Metzingen, die mit Hilfe ihrer Zuschauer auch am vergangenen Samstag ihre Halle wieder in ein frenetisches Tollhaus zu verwandeln versuchten.

Nachdem die letzten Begegnungen der Hinrunde schon deutlich machten, dass die Truppe um Kapitän Timo Lehmann erheblich außer Tritt geraten sein möge, stellte die erste Partie nach knapp zweimonatiger Winterpause eine wichtige Standortbestimmung dar. Unglücklicherweise kamen zu den kurzfristigen Absagen Julius Schwickers und Philipp Riegers auch noch die angeschlagenen Herwig Lehnert und Markus Woehrstein hinzu, sodass dieses Auswärtsspiel gegen den Tabellenachten zu einem echten Prüfstein werden sollte. Welch ein Glück für die Reichsstädter, dass im Spätherbst des letzten Jahres mit dem ehemaligen Badenliga-Spieler Sebastian Hirschberg  ein echter Könner seines Fachs  hinzustieß, der auch gleich in seinem ersten Einsatz vollends zu überzeugen wusste.

Gemeinsam mit Doppelpartner Woehrstein wurde nicht nur das gegnerische Einserdoppel ohne Satzverlust abgefertigt, sondern auch Metzingens Spitzenspieler Schmid mit dem gleichen Resultat von der Platte geschickt. Mit seinem variablen Abwehrspiel gelang es ihm trotz eines 0:2-Satzrückstandes auch noch beinahe, den bärenstarken Brodbeck im Entscheidungssatz zu bezwingen, doch Nuancen entschieden schlussendlich, dass das mit Abstand hochklassigste Spiel des Abends hauchdünn an dessen Kontrahenten ging. Sehenswerte Abwehrschlachten und schnelle Gegen-Topspins zogen die zahlreichen Zuschauer in ihren Bann.

gerd müller ttc rottweil

War – genau wie seine Kollegen – schon besser aufgelegt: Spitzenspieler Gerd Müller

Hirschbergs Kollegen zeigten analog zur Vorrunde weiterhin äußerst durchwachsene Leistungen, sodass es trotz einer zwischenzeitlichen 4:1 und 6:2-Führung am Ende noch einmal richtig spannend wurde und der finale Fünfsatz-Krimi von Mannschaftsführer Lehmann – das parallele Schlussdoppel lag ebenfalls auf Messers Schneide – die Entscheidung zum hart umkämpften 9:6-Auswärtserfolg bringen musste. Immerhin vermochte jeder Akteur, sich mindestens einmal in die Siegerliste einzutragen, wobei bei allen Rottweilern, einschließlich des Spitzenspielers Gerd Müller, eklatante Leistungsschwankungen sowie Konzentrationslöcher nicht zu leugnen waren.  Es bleibt für das Lehmann-Oktett also noch jede Menge Arbeit bis zum nächsten Spiel am kommenden Samstag gegen den TSV Dettingen und ihren fast nicht zu bezwingenden ehemaligen Zweitliga-Akteur Peter Skulski.

 

Hauchdünn(ötig) an einer Medaille vorbei – Denise Döttling dennoch mit Top-Platzierung

Gleich mehrere Nachwuchstalente des TTC Rottweil nahmen für den Tischtennisbezirk Oberer Neckar am vergangenen Wochenende bei den Jahrgangsmeisterschaften des Tischtennisverbandes Württemberg-Hohenzollern in Weinstadt teil. Wie schon vor zwei Jahren war der TSV Schnait Gastgeber dieser Großveranstaltung.

Jeder der Bezirke durfte seine zwei besten Akteure pro Jahrgangsstufe zu diesen Meisterschaften melden, sodass letztendlich 32 Akteure einer Altersklasse um den Titel des württembergischen Meisters kämpften. Neben den Einzeln wurde auch die Doppelkonkurrenz ausgetragen, wobei immer die beiden Akteure eines Bezirks ein Duo bildeten. Am Samstag spielten die Altersklassen U14, U15 und U18, während am Sonntag die Spielklassen U11 bis U13 ausgespielt wurden. Mit dem Quartett aus Denise Döttling, Elena und Maximilian Zepf sowie Cesare Schiattarella trat der TTC am ersten Tag bei den Titelkämpfen an.

bzm2014_067

Am Einsatz lag es nicht: Elena Zepf

 

Bei den Jungen U15 zeigte Maximilian Zepf dann eine insgesamt gute Leistung. Das Überstehen der Gruppenphase war ihm trotz einer insgesamt ebenfalls guten Tagesleistung nicht vergönnt, wobei er – leider seine vielen Chancen nicht nutzend – äußerst knapp gegen den kampfstarken Abwehrspieler Moritz Männle vom DJK Sportbund Stuttgart unterlag und somit unglücklich als Gruppendritter ausschied. Im Doppel erwischte er jedoch zusammen mit Jonas Ritter vom TSV Nusplingen nicht unbedingt das glücklichste Los – wie bereits in den letzten beiden Jahren trafen beide auf jenen Fabian Haid, dieser im Anschluß den Einzel-Wettbewerb gewinnen sollte, und dessen spielstarken Partner Collin Ankenbauer, sodass nach der ersten Runde bereits die Koffer zu packen waren. Für Cesare Schiattarella wiederum waren an jenem Tage die Gegner im Wettbewerb der Jungen U14 einfach in den entscheidenden Phasen der einzelnen Sätze einen Tick zu dominant, er selbst teilweise zu nervös und unsicher; jedoch wird er an dieser Teilnahme wachsen und im kommenden Jahr gewiss stärker wiederkehren.

Für die Highlights aus Bezirksperspektive sorgte am Samstag neben der jungen Nusplingerin Vanessa Klaiber, die gleich zwei Bronzemedaillen im Wettbewerb der Mädchen U15 gewinnen konnte und somit den bislang größten Erfolg ihrer Karriere einfuhr, auch Rottweils an diesem Tage bärenstarke Spitzenspielerin Denise Döttling – allerdings schrammte sie im Wettbewerb der Mädchen U18 an einer Bronzemedaille leider knapp vorbei – und das gleich zweimal. Aufgrund einer fokussierten Tagesleistung sowie unter anderem eines Sieges gegen Frickenhausens Oberliga-Spielerin Hasanovic, gelang es ihr, die Gruppenphase souverän als Erstplatzierte zu überstehen. Im Achtelfinale wartete dann zwar keine Geringere als die Stuttgarter Verbandsliga-Spielerin Yankova, doch auch diese konnte durch einen kämpferischen Kraftakt bezwungen werden. Im Viertelfinale kam es dann zum Duell gegen die Siegerin der beiden vorangegangenen Jahre. Doch mit einer taktisch perfekten, auf Platzierung und viel Spin ausgelegten Umsetzung, gelang es der jungen Rottweilerin,  selbst Regionalliga-Spielerin Antonia Walkenhorst an den Rande einer Niederlage zu bringen. Unglücklicherweise schaffte sie es leider nicht, eine 8:4-Führung im vierten Satz nach Hause zu bringen, sodass sich schlussendlich doch noch die Nervenstärke der späteren Finalistin aus Schönmünzach im anschließenden Entscheidungssatz durchzusetzen vermochte.

Auch im Doppel-Wettbewerb zeigte die Rottweilerin zusammen mit einer im offenen Spiel druckvoll und sicher agierenden Elena Zepf eine bemerkenswerte Leistung, wobei beide hauchdünn im Viertelfinale recht unglücklich gegen die späteren Siegerinnen die Segel streichen mussten. Respektive der potentiellen Halbfinal-Konkurrentinnen und insbesondere aufgrund ihrer Tagesform wäre für Rottweils Topspielerin – sowohl im Einzel als auch im Doppel an jenem Tage – definitiv Großes möglich gewesen – doch die Nerven streikten. Bitter, da ihr lädierter und ansonsten so verletzungsanfälliger Körper sogar ausnahmsweise einmal mitspielte. Ebenfalls als bitter lässt sich der Auftritt Elena Zepfs bezeichnen. In einer sehr schweren Gruppe hatte sie gleich zwei favorisierte Gegnerinnen am Rande einer Niederlage. Sehenswerte Ballwechsel und druckvolle Konterschläge säumten ihr Spiel. Wenn da nicht die Vielzahl an leichten Schupf-Fehlern speziell im Rückschlag gewesen wären – trainingsdefizitäre Unsicherheiten machten ihr immer wieder in den entscheidenden Phasen der jeweiligen Partien einen Strich durch die Rechnung.

Am Sonntag kämpften dann wiederum die jüngsten Akteure des Bezirkes Oberer Neckar mit den Besten des Verbandes um die Meisterehren. Verena Karg und Leart Mulaki traten hierbei jeweils bei den Mädchen bzw. den Jungen U13 an. Leart Mulaki –  sogar an einem Sieg schnuppernd – schied trotz teilweise guter Leistung mit drei Niederlagen bereits in der Vorrunde aus, wobei zumeist auch der Faktor Nervosität eine nicht zu unterschätzende Rolle spielte. Der jungen Verena Karg gelang sogar ein Sieg in ihrer Gruppe, wobei in den anderen beiden Partien die Überlegenheit ihrer Gegnerinnen neidlos anzuerkennen war. Im Doppel konnte sie gemeinsam mit Marschalkenzimmerns Amelie Vollmer duchaus überzeugen, beide machten nur unglücklicherweise die Sätze nicht zu und schieden somit hauchdünn im Achtelfinale aus.

Die erspielten Ergebnisse auf den Verbandsmeisterschaften sind einmal mehr ein Resultat der nachhaltigen, qualitativ hochwertigen und primär äußerst engagierten Jugendarbeit des TTC Rottweil, jedoch auch ein Indikator dafür, dass gegen eine Vielzahl täglich und semi-professionell trainierender Gegner die Trauben auf Verbandsebene natürlich etwas höher, wenn nicht gar unerreichbar hängen. So war es dementsprechend wenig überraschend, dass es trotz einer guten Tagesleistung bei den meisten Spielern und Spielerinnen des Bezirkes Oberer Neckar eben nicht für die  Endrunde reichte, gar reichen konnte. Es gelte vielmehr, die Relation des Aufwandes und Ertrages zu sehen und diverse sozio-strukturelle Gegebenheiten in gewissem Rahmen einfach auch zu akzeptieren. Der zu vermittelnde Spaß und die Freude an unserer tollen Sportart sollten für alle Kinder und Jugendlichen jederzeit im Vordergrund stehen – das oberste Credo lautet: Begeisterung wecken.

Wanderpokal zurückgeholt

2015 und 2016 hatten Gerd Müller und Stefan Reichelt bereits den Bära-Cup gewonnen. Das traditionelle Turnier, das der TSV Nusplingen um den Dreikönigstag herum ausrichtet, dient vielen als willkommener Formcheck vor dem Rückrunden-Start.

Im letzten Jahr hatte Gerd Müller verletzungsbedingt passen müssen, im Jahr davor war im Halbfinale Schluss für die Rottweiler. Dieses Mal waren die TTCler erneut unter den Turnierfavoriten zu sehen. In der Gruppenphase zeigten sie bereits weshalb: Mit 3:0 Siegen, 9:0 Spielen und 27:2 Sätzen belegten sie den ersten Platz, welcher ihnen im Achtelfinale ein Freilos verschaffte.

Ein gut funktionierendes Doppel: Müller/Reichelt

Wirkliches Losglück hatten Müller/Reichelt allerdings nicht: Bereits im Viertelfinale trafen sie auf das spielstarke Team Ergenzingen II. Nach einem 3:1 – Sieg folgte im Halbfinale dasselbe Resultat gegen Ergenzingen I, das vom Papier her als zweitstärkste Formation nach den Rottweilern galt.

In beiden Spielen zeigte sich vorallem Gerd Müller gut aufgelegt. Zudem funktionierten die TTCler im Doppel hervorragend und verloren dort bis zum Finale keinen Satz. Der Sieg der Paarung beim Bära-Cup lag in Reichweite. Dafür musste final die Mannschaft Tailfingen-Margrethausen II bezwungen werden. Gerd Müller machte den Anfang mit einem ungefährdeten Sieg, doch der Gegner glich postwend aus. Im anschließenden Doppel gaben sich die Rottweiler keine Blöße und Müller vollendete mit seinem zweiten Einzelsieg zum 3:1, womit Reichelts Sieg nicht mehr in die Wertung kam.

Zum dritten Mal nach 2015 und 2016 ging der Wanderpokal an die Rottweiler Müller/Reichelt.

So sehen Sieger aus: Reichelt (links) und Müller nach ihrem dritten Erfolg.

C(a)esare – Kaiser der Jugend

Bei den Jugend-Vereinsmeisterschaften am vergangenen Adventssonntag gelang es dem dreizehnjährigen Cesare Schiatarella, sich – seines Namens alle Ehre machend – nach knapp drei wetteifernden Stunden schlussendlich die Krone aufzusetzen. Selbst dem an diesem Tage spielstarken Carlos Hoffmann war es nicht vergönnt, dem neuen Titelträger im Finale einen Satz abringen zu können. Aufgrund einer Menge vorweihnachtlicher Verpflichtungen sowie etlicher krankheits- und verletzungsbedingter Absagen, konnte – von den zumeist 20 bis 30 Kindern und Jugendlichen des regulären Trainingsbetriebes – leider ein Großteil an jenem Sonntagmorgen bedauernswerterweise nicht (rechtzeitig) teilnehmen. Dieser unglückliche Umstand vermochte aber kaum, den adventlich entspannt harmonischen Rahmen schmälern zu können.

IMG-20181216-WA0004[1]

Carlos Hoffmann (2. Platz), Jugendvereinsmeister Cesare Schiatarella und Daniel Welge, der Jüngste im Bunde, als starker Dritter

Die Jüngsten dominieren die Liga

Landesklasse Damen 

TTC Rottweil versus TuS Metzingen   8:2

TSV Sondelfingen versus TTC Rottweil   3:8

 

An den letzten beiden Vorrundenspieltagen standen für die jungen Damen des TTC Rottweil die vielleicht schon vorentscheidenden Partien um den Landesliga-Aufstieg auf dem Programm – gleichzeitig jedoch auch die schwierigsten. Zunächst ging es in den heimischen Gefilden gegen die erfahrenen Gäste der TuS Metzingen, diese allerdings ohne ihre Spitzenspielerin antraten, die zeitgleich in der Landesliga der Herren zu Tische treten musste. Das erleichterte natürlich die Aufgabe erheblich, sodass trotz zweier unnötiger und der fehlenden Erfahrung sowie der Nervosität geschuldeten Niederlagen ein souveräner 8:2-Erfolg zu Buche stand.

 

bzm2014_068

Rückhand ist Trumpf: Elena Zepf

 

Etwas anders stellte sich die Situation einige Tage später im Reutlinger Stadtteil Sondelfingen dar – die Gastgeberinnen sollten sich als Tabellendritter nicht nur von der Papierform her betrachtend als echter Prüfstein erweisen, besteht ihr Team doch aus höherklassig erfahrenen sowie äusserst motivierten Spielerinnen. So darf es durchaus etwas überraschend betrachtet werden, dass beide Doppel deutlich mit je 3:0 an die jungen Rottweilerinnen fielen. Im Folgenden zeigte sich allerdings von Beginn an, dass die spielstarken Sondelfingerinnen nicht gewillt waren, ihren jungen Kontrahentinnen in den Einzeln ebenfalls so leicht das Feld zu überlassen.

 

So kam es auch, dass die an jenem Tage gesundheutlich deutlich angeschlagene Mannschaftsführerin Selin Wehrmann als auch ihre Doppelpartnerin Elena Zepf in ihren Partien, wenn auch nur hauchdünn, das Nachsehen hatten. Auch die nächsten drei Einzelpartien blieben anfangs hart umkämpft und spannend – das Spiel schien plötzlich auf der Kippe. Doch die ebenfalls immer wieder verletzungsgeplagte Spitzenspielerin Denise Döttling ließ glücklicherweise den Knoten nach eines 1:8-Rückstandes im ersten Satz gerade noch rechtzeitig platzen und drehte nicht nur eben jenen, sondern dominierte fortan alle ihre Gegnerinnen nach Belieben. Plötzlich fanden beinahe gleichzeitig alle Rottweilerinnen zu ihrem druckvollen Spiel, drehten immer mehr selbst agierend auf und ließen den beeindruckten Gastgeberinnen nicht mehr den Hauch einer Chance. Auch die vierte im Bunde, Anna Sikeler, fand wie zumeist immer erst recht spät zu ihrem Spiel, war allerdings in der entscheidenden Phase wieder hellwach und machte mit sehenswerten Schüssen und platzierten Konterbällen ihren Fünfsatzsieg sowie den doch noch deutlichen Auswärtserfolg und die damit errungene Herbstmeisterschaft für ihr Team perfekt.

Finale furioso: Nachwuchs holt ersten Titel der Saison

IMG-20181127-WA0024-2[1]

(von links: Daniel Welge, Severin Staudinger, Leart Mulaki und Verena Karg)

In einem finalen Showdown am letzten Spieltag schnappte die Schüler-Mannschaft des TTC Rottweil  durch einen hart umkämpften 8:2-Erfolg beim spielstarken Tabellendritten aus Liptingen – allein aufgrund des minimal besseren Satzverhältnisses – dem SV Marschalkenzimmern noch die Meisterschaft in der höchsten U13-Spielklasse des Bezirkes vor der Nase weg.

Grundstein dieser Punktlandung – ein 6:4-Erfolg hätte gegenüber Marschalkenzimmern nicht gereicht – war erneut das ungeschlagene Doppel aus Leart Mulaki und Severin Staudinger. Beide Rottweiler blieben nicht nur an jenem Tage in Liptingen, trotz massiver Gegenwehr von Seiten der Hausherren, in hart umkämpften und spannenden Einzeln ungeschlagen, sondern stellten auch über die komplette Saison hinweg ihre Ausnahmestellung unter Beweis. Doch nicht nur Mulaki, mit einer 26:1-Bilanz als stärkster Spieler der Liga, sowie Staudinger, ebenfalls mit nur drei Niederlagen in 21 Einzeln, trugen ihren maßgeblichen Anteil zur errungenen Meisterschaft bei – Verena Karg mit 9 gewonnenen Partien sowie Daniel Welge, der Jüngste im Bunde, mit 7 Siegen bilanzierten ebenso deutlich positiv. Hierbei sei auch erwähnt, dass Daniel gerade einmal seit wenigen Monaten Tischtennis spielt und sich schon jetzt durch ein bemerkenswertes Maß an Konzentration und Fleiß in jedem Training auszuzeichnen versucht.

Nach den Titeln in den Jahren 2014 und 2015 sowie nach den vier Vizemeisterschaften in den vergangenen fünf Jahren, krönten sich die Rottweiler Nachwuchsspieler für ihre herausragende Saison und setzten sich hierbei gegen die spielstarke und äusserst motivierte Konkurrenz aus Nusplingen, Marschalkenzimmern und Liptingen durch.

 

Herren II ebnen den Weg zur Herbstmeisterschaft

Durch zwei Siege in den letzten beiden Spielen – gegen den TTC Wehingen mit 9:5 und die TG Schömberg II mit 9:0 – sicherte sich der TTC Rottweil II die vorzeitige Herbstmeisterschaft und darf somit auf die herbeigesehnte Bezirksklassen-Rückkehr hoffen! 

 

24.11.2018: TTC Wehingen (3.) – TTC Rottweil II (2.)

 

Die zweite Mannschaft des TTC konnte an diesem Tage in Bestbesetzung beim Tabellendritten TTC Wehingen antreten. Die Rottweiler gingen davon aus, dass dies auch definitiv nötig sei, um beide Punkte mit nach Rottweil nehmen zu können. An jenem Abend entwickelte sich von Anfang an ein sehr spannendes und interessantes Spiel.

 

Der Gastgeber konnte durch sein Spitzendoppel Reiner/Schönfeld zwar mit 1:0 in Führung gehen, aber der TTC konterte durch zwei klare Doppelsiege durch Friede/Angster und Schumpp/Traub zum 1:2. Für die Gäste ein gewohntes Bild – ist man bisher aus jeder Partie nach Doppeln in Führung gegangen.
   Nun war erst einmal der Gastgeber am Zug und er ging durch zwei Siege im vorderen Paarkreuz mit 3:2 in Führung. Wie gewohnt kam postwendend im mittleren Paarkreuz der Konter der Rottweiler. Durch klare Siege von Stefan Link und Holger Friede gingen die Rottweiler ihrerseits wieder in Führung. Was nun kam, war kein Spiel für schwache Nerven. Im hinteren Paarkreuz traf Michael Angster auf Bernd Weger. Nach eines klar gewonnen ersten Satzes (11:2) für unseren Micha, entwickelte sich ein äußerst spannendes Spiel, in dem der Wehinger Spieler immer besser in die Partie fand und am Ende, nach Abwehr zweier Matchbälle, schlussendlich der glückliche Sieger war. Im zweiten Einzel des hinteren Paarkreuzes gab es einen ungefährdeten Sieg durch Sergej Traub. Spielstand 4:5.

 

Eigentlich wollte Melanie Kalmbach umgehend den Ausrutscher Michael Angsters wieder bereinigen. In einem hochklassigen Match gegen Wehingens Spitzenspieler Dietmar Reiner hatte unsere Meli im dritten Satz bereits zwei Matchbälle, die sie aber leider nicht verwerten konnte. Dennoch das beste und sehenswerteste Spiel des Abends! In der darauffolgenden Partie der beiden Nummern 2 kam Philipp nach einer toller Leistung zu einem klaren 3:1-Sieg gegen Uli Schönfeld. Dieser Erfolg läutete zugleich auch die Schlussoffensive der Rottweiler ein. Zwei ungefährdete Siege im mittleren Paarkreuz durch Holger Friede und Stefan Link schraubten das Zwischenergebnis auf 8:5 für Rottweil. Dieses Mal war es unserem Sergej vergönnt, den Siegpunkt zu erspielen.

 

Endstand: 9:5 für Rottweil und die damit verbundene Rückeroberung der Tabellenspitze!

 

Foto 26.11.18, 16 08 36 (1)

So sehen Sieger aus – Bezirksklasse wir kommen (wieder)!

 

01.12.2018: TTC Rottweil II (1.) – gegen Schömberg II (10.)

 

Als Tabellenführer empfing man den Tabellenletzten aus Schömberg zum fälligen Punktspiel in der Rottweiler Doppelsporthalle. Eigentlich gingen die Hausherren davon aus, dass ihr langzeitverletzter Stammspieler Norbert Zeiselmeier wieder einmal an die Platten treten könnte. Leider ging dieser Plan noch nicht auf und die Rottweiler hoffen nun auf das nächste Spiel. Zu allem kam noch hinzu, dass Michael Angster auch nicht zur Verfügung stand. Nur gut, dass unsere Spitzenspielerin Meli dienstfrei hatte und Edeljoker Manuel, zusätzlich zu seinem Spiel am Mittag in der Dritten, bei uns spielen konnte. Somit gingen wir recht zuversichtlich in die anstehende Partie gegen die Bezirksklasse-Reserve aus dem Oberen Schlichemtal. Nun, die Geschichte dieses Spiels ist schnell erzählt.

 

Wir konnten mal wieder unsere Doppelstärke ausspielen und gingen gleich mit 3:0 in Front! Danach folgten je sechsmal ein 3:0-Sieg und das souveräne Endergebnis von 9:0 stand fest! Damit haben wir unsere Tabellenführung ausgebaut und liegen weiterhin mit nun 15:1 Punkten an der Spitze der Liga.