Tabellenführung souverän verteidigt!!!

Am vergangenen Samstag ging es für den Tabellenzweiten aus Rottweil auswärts gegen den unangenehmen Aufsteiger aus Dürbheim, der vor allem wegen seines starken vorderen Paarkreuzes und den ausgeglichenen Doppeln nicht unterschätzt werden durfte. Neben dem beruflich verhinderten Norbert Zeiselmeier fiel dann leider auch noch kurz vor dem Wochenende Linkshänder Philipp Schumpp aufgrund einer relativ kurzfristigen, operativen Untersuchung aus, sodass sich Routinier Andreas Wehrmann trotz seiner chronischen physiologischen Beschwerden dazu bereit erklärte, seinen Kameraden, mit denen er vor knapp eineinhalb Jahren noch in die Bezirksliga aufgestiegen war – im Rahmen seiner momentanen Möglichkeiten – so gut es nur gehen möge zu helfen. Hierfür noch einmal herzlichsten Dank.

   Somit war allerdings klar, dass es ein nicht allzu leichter Ritt zu den nächsten zwei Punkten werden würde, vor allem nachdem die Hausherren bereits in ihrem ersten Spiel des Abends gegen Vöhringen mit vier gewonnenen Doppel und ebenso vielen Siegen im vorderen Paarkreuz ihre Gefährlichkeit aufblitzen ließen. So zeichnete sich auch gleich in Eingangsdoppeln ein äußerst enger Spielverlauf ab. Bis auf das Rottweiler Spitzendoppel Michael Angster und Markus Woehrstein – welches seine Partie zum wiederholten Male klar mit 3:0 für sich entscheiden konnte – ging es in den anderen beiden Spielen heiß her. Jeweils im Entscheidungssatz konnten sich sowohl die Dürbheimer als auch die Reichsstädter je einen hart umkämpften Sieg ergattern, wobei Melanie Stecher und Sergej Traub mit einer spielerisch wie kämpferischen Glanzleistung das gegnerische Spitzendoppel in die Knie zwangen. Als dann im Anschluss nur Angster und Wehrmann ihren Gegnern zum einem jeweils knappen Sieg gratulieren mussten, lag man folglich nach dem ersten Einzeldurchgang schon relativ komfortabel mit 6:3 in Front.

   Beim anschließenden Spitzen-Einzel zwischen Bronner und Woehrstein untermauerte der Rottweiler Vorstand mit einem haushohen 3:0 Erfolg seine an jenem Abend bestechende und saisonal betrachtet wohl beste Tagesform, sodass auch die parallel dazu stattfindende Niederlage Angsters nicht mehr wirklich ins Gewicht fallen sollte. Insbesondere auch deswegen, weil die an diesem Tage ebenfalls sehr spielstarken Stecher und Friede mit zwei klaren Erfolgen dann endgültig den Deckel drauf setzten, sodass ein verdienter, ungefährdeter und vor allem immens wichtiger Auswärtserfolg zu Buche stand. Leider zählte somit das bereits souverän und siegreich gestaltete Einzel Sergej Traubs nicht mehr in die Tageswertung, was aber der Freude über die fortwährende Tabellenführung – gemeinsam mit dem punktgleichen TTC Wehingen – keinen Abbruch tun sollte. Nach einer nun vierwöchigen Spielpause – zumindest für die meisten Spieler – geht es für die zweite Herrenmannschaft dann an einem Doppelspieltag zu Hause gegen die beiden Gastmannschaften des TTV Hardt und des TTC Vöhringen. Besonders letztgenannte sind aufgrund ihrer ausgeglichen starken Aufstellung gar verstärkt ernst zu nehmen. Doch auch die Hardter präsentierten sich bisher in allen ihren Partien als äußerst zähe und kampfstarke Truppe, sodass voraussichtlich den kompletten Tage über eine hohe Konzentration auf Seiten der Hausherren gefordert sein möge.

Rottweiler Invaliden-Truppe chanchenlos gegen starke Nusplinger

TTC Rottweil – TSV Nusplingen II 4:9

Zum ersten von leider nur zwei Lokalderbys pro Halbrunde empfingen die Rottweiler die Zweitvertretung des TSV Nusplingen. Gegen einen stark eingeschätzten Gegner standen die Vorzeichen für die Reichsstädter alles andere als gut: mehr als die Hälfte der Truppe um Kapitän Timo Lehmann ging körperlich angeschlagen in das Spiel. Manch einer war allerdings lediglich „morsch“ und hatte mental mit dem Ballabsprung der selbst ausgewählten Tische zu kämpfen… 😉

Zu allem Überfluss zeigten die Nusplinger auch noch richtig gutes Tischtennis. Das Spiel schien an den Rottweilern regelrecht vorbeizuziehen. Bereits nach den Doppeln mit 1:2 ungewohnt zurückliegend, ging in Folge nicht mehr viel. Zum Ende der Spielzeit von insgesamt rund drei Stunden stand eine 4:9-Niederlage der Reichsstädter zu Buche.

Einzig Abwehr-Crack Herwig Lehnert konnte überzeugen. Im vorderen Paarkreuz gewann er nach tadelloser Leistung seine beiden Einzel. Leider reicht es bei einer 6er-Mannschaft nicht, wenn nur ein Akteur überzeugt.

Nach gutem Saisonstart sind die Rottweiler auf dem Boden der Tatsachen angekommen. Es gilt nun die Wunden zu pflegen und wieder zur Form des Saisonstarts zurückzufinden.

Positive Zwischenbilanz für 1. Herren nach drei Spielen

Guter Saisonstart für Rottweils Erste Herren

Nachdem die erste Herrenmannschaft des TTC Rottweil in der letzten Saison den Titel in der höchsten Bezirksspielklasse erspielte, lautete das Ziel für die neue Spielrunde nur auf Klassenerhalt. Eine Liga höher startend bekommen die Reichsstädter es nun mehrheitlich mit Teams aus dem Raum Reutlingen oder Tübingen zu tun.

Das erste Saisonspiel konnte bereits Ende September gewonnen werden. Das 9:6 gegen die Zweitvertretung der SpVgg Mössingen zeigte bereits, dass die Rottweiler nach dem Wiederaufstieg dieses mal länger als nur eine Saison in der Bezirksliga spielen wollen.

Am vergangenen Wochenende bekam es nun mit zwei besonders schweren Gegnern zu tun. Gegen die hochgehandelten Akteure des TTC Ergenzingen II gelang am Samstag Abend in der heimischen Doppelsporthalle ein sensationeller Sieg. Dieser fiel mit 9:4 sogar relativ hoch aus, wobei man fairerweise erwähnen muss, dass die Rottweiler nahezu alle engen Partien für sich entscheiden konnten. Bereits die Doppel zeugten von der aktuell guten Form der Reichstädter. Zwei der drei Eröffnungsmatches gingen an die Gastgeber. Spitzenspieler Gerd Müller und Abwehrass Herwig Lehnert konnten in der Folge jeweils beide Einzel gewinnen. Je einen Einzelpunkt steuerten Dominik Haag, Stefan Reichelt und Markus Wöhrstein bei.

Nach einer kurzen Nacht ging es für das siegreiche Team am Sonntag Morgen zum Auswärtsspiel bei der TuS Metzingen. Der Landesliga-Absteiger um Abwehr-Bollwerk Martin Skokanitsch gehört ebenso zum Favoritenkreis um die Meisterschaft. Jedoch erwischte der Aufsteiger aus der Neckarstadt einmal mehr den besseren Start. Müller/Reichelt und Lehnert/Lehmann erspielten zwei von drei möglichen Doppelpunkten. Danach punktete allerdings nur Herwig Lehnert zum zwischenzeitlichen 3:6 aus Rottweiler Sicht. Zu Beginn der zweiten Spielhälfte trumpfte Gerd Müller allerdings gegen Skokanitsch groß auf. Sein knapper Sieg zeigte, dass die Gäste noch im Spiel waren. Von den nächsten vier Einzeln konnten durch Reichelt und Lehmann zwei gewonnen werden. Ein Unentschieden lag beim 6:8-Zwischenstand noch im Bereich des Möglichen. Leider erwischte der sichtlich erkrankte Rottweiler Vorstand Markus Wöhrstein nicht seinen besten Tag und musste Gegenüber Taubert und damit dessen Metzinger Team zum Gesamtsieg gratulieren.

Das sportliche Aushängeschild des TTC Rottweil ist nichts desto trotz mit 4:2 Punkten gut in die Saison gestartet und hat in dieser Form sicherlich Chancen am Ende die Klasse zu halten.

Verdienter Erfolg ebnet den Weg zur Tabellenführung

Nachdem man am vergangenen Donnerstag an einem Trainingsabend zu Hause in einem Lokalderby gegen die nicht zu unterschätzenden Gäste der SG Deisslingen in einem erneuten Herzschlagfinale noch gerade so mit 9:7 die Oberhand behalten konnte, galt es für die zweite Herrenmannschaft bereits zweieinhalb Tage später die nicht zu unterschätzenden Gäste des TSV Nusplingen in Schach zu halten.

    Zwar konnte Rottweil erstmalig in dieser Saison – zumindest von Position 1 bis 5 – komplett an die Platte treten, doch sowohl Markus Woehrstein wie auch Michael Angster waren beide gesundheitlich ziemlich angeschlagen, sodass sich durchaus ein enger Spielverlauf abzuzeichnen drohte. Norbert Zeiselmeier konnte wegen eines grippalen Infekts gar nicht erst mitwirken. Doch die Hausherren legten ab des ersten Ballwechsels an ein hohes Maß an trotzigem Kampfgeist an den Tag und gingen äußerst motiviert und fokussiert an die Platte.  So gelang es tatsächlich, dass man selbst die engen Spiele für sich entscheiden konnte und somit vorentscheidend mit 7:2 in Font lag. Der Drops schien gelutscht. Einzig der kraft- und chancenlos agierende Michael Angster musste sich leider sowohl im Doppel, an der Seite Holger Friedes, als auch in seinem Einzel geschlagen geben. Als danach aber der nicht weniger erkältete und total geschwächte Markus Woehrstein das Spitzeneinzel gegen Schreiber aufgrund seines Gesundheitszustandes – wie auch schon vier Stunden zuvor mit der Ersten in Metzingen – leider abgeben musste und anschließend ebenfalls Angster wie auch Philipp Schumpp ihre Spiele auch noch knapp verloren, keimten beim Gast vom Heuberg doch noch einmal Funken der Hoffnung auf. Diese wurden allerdings sofort im Gegenzug durch die an diesem Tage überragend spielende Melanie Stecher und Routinier Holger Friede im Keim erstickt, sodass an einem herrlich sonnigen Sonntagnachmittag im Endeffekt nicht nur ein relativ souveräner Heimsieg heraus sprang, sondern man sich somit auch mit der momentan noch mit Wehingen zu teilenden Tabellenführung belohnte.

    Am kommenden Samstag geht es dann wieder Auswärts gegen den starken Aufsteiger aus Dürbheim, der vor allem wegen seines starken vorderen Paarkreuzes nicht zu unterschätzen sein sollte.

Erneuter Nervenkrimi mit verdient glücklichem Ausgang

Nachdem man bereits vor knapp drei Wochen nach toller Aufholjagd noch einen verdienten Zähler mit aus Aldingen nehmen konnte, ging es für die zweite Herrenmannschaft nun an einem Trainingsabend zu Hause in einem Lokalderby gegen die nicht zu unterschätzenden Gäste der SG Deisslingen, diese heuer mit einem Auswärtssieg beim TTV Hardt, prinzipiell zu fünft spielend, gleich einmal aufhorchen ließen, dass man sie – sowieso wieder einmal nicht in Bestbesetzung antreten könnend – gewiss nicht einfach so im Vorbeigehen besiegen möge. Achtung war also geboten.

    In den Eingangsdoppeln gelang es den Hausherren noch mit zwei einkalkulierten Siegen in Führung zu gehen, wobei das Rottweiler Spitzendoppel Angster/Woehrstein erneut souverän agierend, sowie die Paarung Friede/Link knapp – jedoch verdient – im Entscheidungssatz siegend die notwendigen Punkte erspielten. Doch im Anschluss sollte für einige Zeit nicht mehr all zuviel zusammenlaufen, sodass – außer des klaren Erfolges Markus Woehrsteins gegen Abwehr-Oldie Strunskij – alle weiteren vier Einzel überraschend verloren gingen. Einzig Holger Friede gestaltete seine Partie gegen Huber ausgeglichen, musste sich im Endeffekt dennoch äußerst knapp und unglücklich geschlagen geben. Folglich stand es zur Überraschung aller Beteiligten wie in der Halle anwesenden Zuschauer 5:3 für den Außenseiter aus der nur knapp sechs Kilometer entfernt liegenden Nachbargemeinde.

    Doch der in den letzten Wochen stark aufspielende und hoch motiviert seiende Stefan Link war nicht ansatzweise gewillt an diesem Tage nur der auffüllende Ersatzspieler zu sein, sodass er mit vollem Einsatz und einer absolut konzentrierten Leistung sein Spiel gegen Emminger relativ dominant mit 3:0 für sich entschied. Dies sollte sich als die Trendwende im Spiel der Reichsstädter herausstellen, sodass sich von den nächsten fünf Spielen nur Holger Friede, der leider nicht seinen besten Abend erwischte, seinem Gegenüber beugen musste. Doch im Gegensatz zum souveränen 3:0 Erfolg Philipp Schumpps mussten sowohl Markus Woehrstein, als auch Michael Angster und Sergej Traub in den Entscheidungssatz, wobei die beiden letztgenannten jeweils einen 1:2 Satzrückstand noch zu ihren Gunsten wenden konnten. Woehrstein gelang es im vierten Satz gegen Stegmann zunächst nicht, drei Matchbälle zu verwerten, sodass er im finalen Satz sogar noch einem 1:7 Rückstand beinahe aussichtslos hinterher laufen musste. Das Spiel schien verloren. Doch das nötige Selbstvertrauen der vergangenen Wochen ließen ihn zu jeder Zeit weiterhin an der Sieg glauben, weswegen es ihm auch tatsächlich noch gelang, mit aggressiven Topspins und Blockbällen das Heft in die zu nehmen und das Ruder herumzureißen. Nun lag es wiederum an Ersatzverstärkung Stefan Link den Siegpunkt für die Rottweiler Hausherren zu erzielen. Doch bedauerlicherweise musste er sich trotz toller Ballwechsel gegen den an jenem Abend stark aufspielenden Reger knapp in vier Sätzen geschlagen geben, der es somit seinem Team doch noch einmal erlaubte, über die Hintertür des Abschlussdoppels an ein Remis auch realistisch glauben zu dürfen. Von den zurückliegenden Auftritten ihres gemeinsamen Doppels selbstsicher gestärkt, gelang es sowohl Angster als auch Woehrstein noch einmal ihres Bestes Tischtennis in das Finalspiel zu implementieren, wo sie sich allerdings trotz klarer Führungen doch zwei Sätze beinahe fahrlässig aus den Händen gleiten ließen. So musste also ein finaler, allerletzter Satz über Sieg oder (enttäuschendes) Remis entscheiden. Die Spur wurde jedoch schnell wieder gefunden – der Sieg im doppelten Sinne erklommen. So konnten sich – neben eines weiterhin ungeschlagenen Spitzendoppels – mal wieder alle sechs Mannschaftskameraden als Punktelieferanten verewigen, sodass es wie schon beim Krimi in Aldingen vor knapp drei Wochen mal wieder eine tolle und geschlossene Mannschaftsleistung war, diese die Reichsstädter jubeln ließ. Summa summarum ein absolut verdienter, doppelter – wenn auch ein wenig glücklicher – Punktgewinn für die Zweite des TTC.

Am kommenden Sonntag geht es dann gleich ebenfalls zu Hause gegen die – sofern in Bestbesetzung antretend – stark einzuschätzenden und unangenehm zu spielenden Gäste des TSV Nusplingen, wo man mit einem Sieg sogar die Möglichkeit hätte, die alleinige Tabellenführung zu übernehmen. Aber ein Schritt nach dem anderen.

Herren III gewinnen vierstündigen Krimi – Herren IV souverän in Weigheim

Für die als Mitaufstiegsfavorit gestartete dritte Herrenmannschaft  des TTC Rottweil ging es am vergangenen Wochenende zum kniffligen Auswärtsspiel auf den Heuberg. Gegen das starke und aufopferungsvoll kämpfende Heimteam des TSV Nusplingen verloren die Mannen des legendären Mannschaftsführers Frieder „Warrior“ Reichelt zwar ganze sechs Fünfsatzspiele, ließen sich jedoch nach knapp vier Stunden Spieldauer nicht die verdiente Butter vom Brote nehmen und entführten mit einem im Entscheidungsdoppel errungenen 9:7-Sieg somit doch noch die vollen Siegespunkte nach Hause in die Reichsstadt. Eine ausgeglichene Mannschaftsleistung, bei der sich jeder Einzelne mit mindestens einem Erfolg in die Siegesliste eintragen durfte, war der Schlüssel zu dem zweiten Saisonsieg in Folge. Am kommenden Wochenende erwartet man daheim die zweite Mannschaft des TTC Wurmlingen, die man – bei allem Respekt – im Normalfall relativ souverän schlagend wieder nach Hause schicken sollte, sofern man weiterhin ein ernsthafter Kandidat um den direkten Wiederaufstieg sein möchte.

Nachdem die Herren IV vor knapp zehn Tagen beim Auftaktspiel gegen Spaichingen noch knapp das Nachsehen hatten, ging es nun am vergangenen Wochenende beim letztjährigen Tabellenvorletzten aus Weigheim darum, sich bestmöglich – Selbstvertrauen tankend – zu rehabilitieren. Angeführt von Spitzenspieler Andreas Reichelt zeigten die Mannen um Mannschaftskapitän „Berni“ Malzer gleich von Beginn an, dass man hier nicht gewillt sein möge, auch nur einen Funken der Hoffnung auf potentielle Punkte für die Hausherren aufkommen lassen zu wollen. Bis auf drei Spiele, die man allesamt erst knapp im Entscheidungssatz verloren geben musste, gingen die weiteren Spiele zu meist relativ souverän auf das Konto der Reichsstädter. Nachdem sich Youngster Elias Haller im gemeinsamen Eingangsdoppel, an der Seite Robert Döttlings, noch knapp geschlagen geben musste, gelang es ihm in seinem Einzel bravourös kämpfend, jeweils einen wiederholten Satzrückstand noch zu drehen und somit final doch noch seinen ersten Saisonerfolg unter Dach und Fach zu bringen. Herzlichen Glückwunsch.

    Am nächsten Wochenende geht es für die vierte Herrenmannschaft im Lokalderby, ebenfalls zu Hause spielend, gegen die nicht zu unterschätzenden Gäste der SG Deißlingen III, wo man gewiss gut beraten wäre, mit der bestmöglichen Aufstellung anzutreten, sodass hier auch hoffentlich der erste Heimsieg gegen den Nachbarn herausspringen möge.

Geschwister Zepf trumpfen groß auf

Beim dritten diesjährigen Endranglistenturnier des Bezirkes Oberer Neckar in Deißlingen gelang es allen acht teilnehmenden Rottweilern sich durchaus positiv in Szene zu setzen, wobei vor allem das Geschwisterpaar Elena und Maximilian Zepf besondern eindrucksvoll hervor stach.

    Nach dem ein wenig ernüchternd beginnenden Einstand Tags zuvor in der Verbandsliga schaffte es Elena in der Klasse der Mädchen U15 ihrer Favoritenrolle absolut gerecht werden zu können und gab den kompletten Tag über nur einen einzigen Satz ab. Nicht unbedingt der Erfolg an sich, sondern vielmehr die Souveränität und die Sicherheit in ihren Schlägen mögen Elena doch hoffentlich wieder das nötige Selbstvertrauen zurückschenken, um in den kommenden Wochen – sei es im Training und vor allem auch im Rundenspiel – wieder ihr volles Potential abrufen und erfreulichere Ergebnisse erzielen zu können. Doch auch ihre Vereinskameradinnen wussten durchaus zu überzeugen. So konnte sich insbesondere Milen Müller mit einem hervorragenden 4. Platz, sogar noch einen Rang vor ihrer Mitspielerin Katharina Reinhardt platzieren, diese jedoch den direkten Vergleich für sich entscheiden konnte. Auch Katharinas Zwillingsschwester Marie konnte mit vielen tollen Schlägen gegen die meisten ihrer Gegnerinnen etliche Sätze und Punkte für sich erringen, schaffte es dann allerdings nicht immer, dies auch über die Ziellinie zu bringen, sodass im Endeffekt „nur“ ein neunter Platz zu Buche stand – was ihre gute Leistung jedoch gewiss nicht schmälern möge.

    Bei der mit beinahe 50 Teilnehmern quantitativ aber auch qualitativ sehr stark besetzten Klasse der Jungen U15 war es an diesem Tage Elenas Bruder, Maximilian Zepf, vorherbestimmt, mit überwiegend fehlerfreien und spektakulären Spielzügen für Furore zu sorgen. Einzig und allein dem Turnierfavoriten des TTC Sulgen, Anselm Pfaff, musste sich die junge Rottweiler Nachwuchshoffnung geschlagen geben, wobei darüber hinaus anzumerken sei, dass speziell in der hart umkämpften Partie gegen den Deißlinger Lokalmatadoren Daniel Schuler seine steigende Leistungskurve deutlich zum Vorschein kam, weswegen er auch diese Partie summa summarum verdient für sich entscheiden konnte. Sein Teamkollege Ruslan Kremer landete nur aufgrund eines schlechteren Satzverhältnisses auf einem geteilten, knapp nicht zum Siegertreppchen berechtigenden vierten Rang, welcher nach verschlafenem Beginn in den beiden Auftaktspielen jedoch noch deutlich hätte besser ausfallen können. Felix Gaus als Zehnter und Nils Speckhardt als Siebzehnter komplettierten hierbei noch das insgesamt gute Abschneiden der TTC-Jugend, obwohl für Felix wie auch Nils – rein ihres Potentiales bemessend – deutlich mehr im Rahmen des Möglichen gewesen wäre und zukünftig – weiterhin konzentriert trainierend  – auch sein sollte.

Einstand nach Maß für Rottweils Erste

SpVgg Mössingen II – TTC Rottweil 6:9

Nach nur einem Jahr Abstinenz schlagen die Herren 1 des TTC Rottweil wieder in der Bezirksliga auf. Als Aufsteiger kann das Saisonziel nur Klassenerhalt lauten, wenn man bedenkt, wie groß der Stärkeunterschied zur niederklassigeren Bezirksklasse mittlerweile geworden ist. Davon, dass die Bezirksliga-Rückkehrer großen Respekt vor ihrer Aufgabe hätten, konnte man zu Spielbeginn in der Mössinger Langgasshalle jedoch nichts spüren.

Alle drei Rottweiler Doppel zeigten gutes, erfrischendes Tischtennis. Daran, dass zwei der Partien aus Sicht der Reichsstädter siegreich verliefen, war nichts Unverdientes. Lediglich Doppel drei ging knapp an das Mössinger TT-Schwergewicht Saric mit seinem Partner Krause.

Dem Mössinger Saric war es dann auch gleich im Anschluss vergönnt den Rottweiler Spitzenspieler Gerd Müller überraschend klar in Schach zu halten. Da Abwehr-Bollwerk Herwig Lehnert seinem Gegner ebenso gratulieren musste, kam es zum Führungswechsel. Doch die Rottweiler zeigten sich wenig beeindruckt. Die Mitte, in Persona von Stefan Reichelt und Timo Lehmann punktete doppelt, wobei Mannschaftsführer Lehmann einen verloren geglaubten Entscheidungssatz gegen Knöll zu seinen Gunsten drehen konnte. Die „grünen Frösche“ (O-Ton Müller) lagen wieder vorne.

Nun nahm die Partie rasant an Fahrt auf und war an Spannung kaum noch zu überbieten. Die folgenden fünf Einzel gingen allesamt in den Entscheidungssatz. Im hinteren Paarkreuz wurden dabei zunächst die Punkte geteilt, wobei Markus Wöhrstein Routinier Horst Amann besiegte. Rottweil blieb in Führung und das sollte sich zu Beginn von Durchgang zwei nicht ändern. Lehnert kämpfte famos gegen Saric. Leider hatte Mössingens Serbe aber das bessere Ende für sich. Am anderen Tisch gewann dagegen Müller das umkämpfte Linkshänder-Duell gegen Löffler zum 6:5 für das Team mit den grünen Trikots.

Rottweils Mitte spielte jetzt erneut stark auf. Timo Lehmann in vier Sätzen gegen Pfefferle und Stefan Reichelt nach gewonnenem Entscheidungssatz gegen Knöll erhöhten auf 8:5 für die Gäste. Damit war bereits ein Punkt für den Aufsteiger gesichert. Nachdem Mössingen nochmals auf 6:8 herankam, war es „El Presidente“ Wöhrstein vorbehalten, den 9:6 Endstand für sein Team zu erzittern.

Als Fazit kann festgehalten werden, dass Rottweils Erste in einer ausgeglichenen Klasse bereits an Spieltag eins wichtige Punkte aus dem Landkreis Tübingen entführen konnte. Das soll es jedoch nicht gewesen sein. Es wird weiterhin viel Arbeit von Nöten sein, um die Klasse zu halten. Fürchten muss das Bezirksliga-Fahrwasser aber keiner dieser siegreichen Akteure.

Knappe Auftakt-Niederlage in Deutschlands höchster Mädchenspielklasse

Nach dem souveränen Aufstieg in der vergangenen Saison geht es für unsere Mädchen nun in der Verbandsklasse primär darum, sich in der höchsten deutschen Mädchen-Spielklasse erst  einmal zurecht zu finden und folglich auch den direkten Klassenerhalt im besten Falle realisieren zu können.

    Zu Beginn der neuen Runde empfing man dann diesen Samstag mit der SG Aulendorf eine Mannschaft, die von der Papierform her betrachtet auf sehr ähnlichem Spielniveau anzusiedeln sein dürfte. Eine ausgeglichen spannende Partie – mit leichten Vorteilen auf Seiten der Reichsstädterinnen – durfte dementsprechend erwartet werden. Doch die Gäste vom Rande des Schussentals zeigten in all ihren Spielen, dass sie hier gewiss nicht mit leeren Händen aus der Doppelsporthalle gehen wollten. So gestaltete sich die komplette Begegnung über nicht nur ein ausgeglichener Spielverlauf, sondern auch etliche schöne und lange Ballwechsel. Leider war es bis auf der an diesem Tage überragenden Denise Döttling keiner ihrer Mannschaftskolleginnen vergönnt, die Nervosität in den Griff und das Ruder für ein aggressiv und (selbst-)sicher agierendes Spiel in die Hand zu bekommen, sodass am Ende eine bittere und absolut unnötige Niederlage zu konstatieren galt. Doch in Sachen Motivation, Einsatz und Kampfeswillen kann man keiner der vier Mädels einen Vorwurf machen – im Gegenteil. Deswegen heißt es auch: „Mund abputzen und weitermachen“, wie schon der ehemalige Fußball-Nationaltorwart Oliver Kahn einst predigte. 

    Es bestätigte sich allerdings jetzt schon einmal, dass es für das Ziel des Klassenerhalts – aufgrund von gleich vier direkten Abstiegsplätzen – schon die absolute Bestleistung aller Rottweilerinnen bedarf, um in so vielen Spielen wie möglich auch die nötigen Punkte gegen den Abstieg sammeln zu können. Genügend Chancen hierzu wird man vor allem gegen die direkte Konkurrenz aus Altenburg, Berg, Langenau und im Rückspiel auch in Aulendorf jedoch noch einige bekommen. Man sollte nur nicht zu oft (wieder) so fahrlässig agieren bzw. genauer gesagt, nicht nur (passiv) reagieren 😉  . 

Tolle Moral und verdienter Punktgewinn im Spitzenspiel

Hoch motiviert, doch  personell (mal wieder) nicht aus dem Vollen schöpfen könnend und ohne jegliche Doppelkombinationen getestet, geschweige eingeübt zu haben, ging die Zweite Herrenmannschaft, nach ihrem aufgrund der eben erwähnten Personalproblematik relativ unnötig verschuldeten Abstieg, durchaus als deutlicher Außenseiter in die schwere Auswärtspartie beim TV Aldingen, der als letztjähriger Tabellendritter am finalen Spieltag nur hauchdünn den Aufstieg zur Bezirksklasse verpasste und voraussichtlich wieder zu den absoluten Topfavoriten – bezüglich des Ganges nach oben – zu zählen sein dürfte.

   So kam es zu Beginn auch wie es kommen musste –  man verlor gleich zwei Eingangsdoppel so rapide, dass man fast nicht wusste wie einem geschah. Auch das erst zwei Abende zuvor neu formierte und einst so (positiv wie negativ) unberechenbare Spitzendoppel aus Michael Angster und Markus Woehrstein wollte nicht recht in die Gänge kommen; es hatte alleinig noch das Glück auf seiner Seite, dass es dem gegnerischen Doppel Maltsev und Dörfling vor allem in Sachen Nervosität zumeist ähnlich ging. Doch peu à peu schafften es beide ihre sie hemmende Anspannung abzulegen und simultan dazu ihr Spielkonzept strukturierter und besser auf die Platte zu bekommen. So gelang es final dann doch das Match zu ihren Gunsten zu drehen und den im Endeffekt noch so immens wichtigen Sieg zum 1:2 Anschluss zu erzielen. Ob mit einem potentiellen Rückstand von 0:3 nach den Eingangsdoppeln an diesem Tage realistisch noch etwas gegangen wäre – wohl kaum. In den darauffolgenden Einzeln gelang es Angster wiederum nicht diesen Schub aus dem gewonnenen Doppel in sein erstes Einzel gegen Aldingens Spitzenspieler mitzunehmen und so blieben seine Topspins immer und immer wieder in der ihm gegenüberstehenden Abwehrbastion Vitali Fricks hängen, weshalb er auch chancenlos seiend seinem Gegner verdientermaßen gratulieren musste. Doch mit dem zweiten Einzel im vorderen Paarkreuz sollte dann die Wende für die Reichsstädter eingeläutet werden. Mit einem äußerst variablen Allroundspiel setzte sich zunächst Markus Woehrstein gegen Maltsev durch, dann der druckvoll spielende „Linkshänder“ Norbert Zeiselmeier gegen Dörfling und anschließend noch Holger „Topspin“ Friede in einem spannenden Krimi gegen Storz. Doch diese erstmalige Führung von 4:3 sollte leider alles andere als Sicherheit garantieren. Vier bzw. zeitlich betrachtet sogar fünf Spiele in Folge sollte sich der Gastgeber aus Aldingen nun ergattern. Insbesondere Woehrstein schaffte es im Spitzenspiel gegen „Lieblingsgegner“ Frick sogar, nicht nur eine komfortable 2:0 Satzführung sondern auch seine klare spielerische Überlegenheit fahrlässig aus der Hand zu geben und das, obwohl er eine knappe Woche vorher eben jenen Frick bereits zum dritten Mal noch souverän schlagen konnte.  Dieser trügerischen (Selbst-)Sicherheit einer 2:0 Satzführung wollte der allseits parat stehende Ersatzmann Dieter Schwarz, in seinem Spiel gegen Frank Brüggemann, natürlich in nichts nachstehen, sodass auch er sich doch noch knapp im Entscheidungssatz – ebenfalls völlig unnötig – beugen musste. Nachdem der sich auf den letzten Kraftreserven zum Sieg schleppende Holger Friede den TTC Rottweil mit seinem zweiten Tageserfolg noch einmal auf 5:8 heranbrachte, schien die Messe jedoch bereits gelesen, zumal es bei dem bis dahin indisponiert spielenden Sergej Traub auch in dessen zweiten Einzel alles andere als optimistisch beginnen sollte. Doch beflügelt vom parallel spielenden und furios startenden Mannschaftskollegen Schwarz begann auch Traub immer mehr die Spur und vor allem seinen Glauben wieder zu finden. Mit zwei nicht (mehr) für möglich gehaltenen Einzelerfolgen, in Form von zwei nervenaufreibenden Fünfsatz-Krimis, ermöglichten sie ihrem Team doch noch einmal über die Hintertür des Abschlussdoppels an ein Remis auch realistisch glauben zu dürfen. Von diesen beiden unglaublichen Nervenschlachten weiter motiviert, gelang es sowohl Angster als auch Woehrstein noch einmal ihres Bestes Tischtennis in das Finalspiel zu implementieren, wo sie in allen drei Sätzen des Entscheidungsdoppels jeweils ein kleines Feuerwerk abbrannten und dem TTC Rottweil den summa summarum absolut verdienten Punktgewinn eines Unentschiedens sicherten. Glückwunsch allen sechs Kameraden zu dieser tollen, geschlossen Mannschaftsleistung!!!

   In knapp drei Wochen erwartet man an einem Trainingsabend zu Hause die nicht zu unterschätzenden Gäste der SG Deisslingen, diese heuer mit einem Auswärtssieg beim TTV Hardt, prinzipiell zu fünft spielend, gleich einmal aufhorchen ließen, dass man sie gewiss nicht einfach so im Vorbeigehen besiegen möge. Achtung ist geboten.