Rottweilerinnen verlassen Abstiegsränge dank starker Leistung

Am fünften Spieltag in der höchsten deutschen Mädchen-Spielklasse ging es für unsere vier Mädchen am Zusammenfluss von Lein und Kocher erst einmal darum, nach den zwei schmerzlich klaren und dennoch lehrreichen Niederlagen gegen die beiden Meisterschaftsfavoriten aus Betzingen und Schönmünzach, wieder Selbstvertrauen zu tanken und – wenn möglich – auch wieder etwas Zählbares auf ihr Punktekonto bringen zu können.

    Im Ostalbkreis, beim gastgebenden TSV Untergröningen, fehlte numerisch gesehen die zweitbeste Spielerin im vorderen Paarkreuz, sodass es rein von der Papierform her betrachtet eine enge Partie auf sehr ähnlichem Spielniveau zu werden versprach. Eine ausgeglichen spannende Partie – mit eventuell leichten Vorteilen auf Seiten der Reichsstädterinnen – durfte dementsprechend erwartet werden. Doch die Hausherrinnen zeigten in all ihren Spielen, dass sie hier gewiss nicht mit leeren Händen aus der heimischen Halle gehen wollten. So gestaltete sich die komplette Begegnung über nicht nur ein ausgeglichener Spielverlauf, sondern auch etliche schöne und lange Ballwechsel. Am Ende einer äußerst ansehnlichen Partie gelang es den Rottweilerinnen tatsächlich die Ersatzgestellung der Abtsgmünder zu nutzen und aufgrund eines knappen, jedoch verdienten 6:4-Erfolges beide Zähler mit in die zwei Stunden entfernte Heimat zu entführen. Die in den letzten Wochen immer stärker werdende und an diesem Tage überragend spielende Elena Zepf, die gleich beide Einzel wie auch das Doppel an Seiten Denise Döttlings erringen konnte, gebührt der Löwenanteil dieses wichtigen Erfolges. Doch auch ihren drei Mannschaftskolleginnen – Anna, Denise und Selin – war jeweils vergönnt, einen Einzelerfolg zum zweiten Saisonsieg beisteuern zu dürfen. Als Belohnung gelang es nun zum ersten Mal in dieser Verbandsklassenrunde die Abstiegsränge zu verlassen.

    Es bestätigte sich allerdings jetzt schon einmal, dass es für das Ziel des Klassenerhalts – aufgrund von gleich vier direkten Abstiegsplätzen – schon die absolute Bestleistung aller Rottweilerinnen bedarf, um in so vielen Spielen wie möglich auch die nötigen Punkte gegen den Abstieg sammeln zu können. Genügend Chancen hierzu wird man vor allem gegen die direkte Konkurrenz, wie im nächsten Heimspiel in einer Woche gegen den SC Berg, aber auch in Langenau oder Herrlingen noch einige bekommen.

Am Ende reicht es nur zum Unentschieden

Bezirksliga Gruppe 5, 31.10.15

SV Weilheim – TTC Rottweil 8:8

Ohne Dominik Haag, aber dafür mit Ex-Verbandsliga-Spieler und Edeljoker Julius Schwicker im Gepäck, ging es für die Rottweiler in den Tübinger Stadtteil Weilheim. Der dort wartende Gastgeber ist traditionell sehr schlecht einzuschätzen und bezüglich seiner Resultate äußerst schwankend.

Die Rottweiler erwiesen sich in den Eingangsdoppeln als das stärkere Team. Müller/Reichelt konnten ebenso gewinnen wie das neuformierte Doppel Schwicker/Wöhrstein. Nach dem 2:1 glichen die Weilheimer postwendend aus, doch Gerd Müller stellte mit seinem Sieg den alten Punkteabstand wieder her. Das mittlere Paarkreuz mit Stefan Reichelt und Timo Lehmann erhöhte die Führung auf 5:2. Team-Senior Julius Schwicker, der mit verändertem Spielsystem antratt, war für seinen Gegner schwer zu berechnen und gewann letzten Endes deutlich. Die Weilheimer verkürzten jetzt auf 6:3, doch Gerd Müller vergrößerte den Abstand zugunsten der Rottweiler abermals auf 7:3.

Der Sieg schien zum Greifen nahe. Allerdings hatten die Tübinger Vorstädter in ihrer eigenen Halle noch nicht aufgegeben. In Folge holten sie die nächsten drei Einzelpunkte zum 7:6. Schwickers neue Schlägerkombination zeigte nun erneut Wirkung. Rottweils Ersatzverstärkung agierte damit auf Anhieb überraschend sicher und war wieder in vier Sätzen erfolgreich. Das Unentschieden stand somit für die Reichsstädter schon fest. Nach der zwischenzeitlichen Führung war aber immer noch die volle Punkteausbeute das Ziel. Doch Weilheim entschied zunächst das verbleibende letzte Einzel und danach auch das Schlussdoppel für sich. Die Tübinger erkämpften sich in einem verloren geglaubten Spiel noch einen Punkt. Die Rottweiler Gäste konnten dagegen mit einem 8:8-Endstand angesichts des Spielverlaufs nicht zufrieden sein.

Zeitungsbericht über die Wochenend-Spiele der 1. Mannschaft

Tischtennis Bezirksliga

Wieder in der Spur

Erfolgreiches Wochenende für erste Herrenmannschaft des TTC Rottweil

Nach der zuletzt enttäuschenden Vorstellung gegen den TSV Nusplingen II, haben die Bezirksliga-Akteure des Tischtennisclub Rottweils wieder zu alter Stärke zurückgefunden. Am vergangenen Wochenende konnten vier wichtige Punkte gegen den Abstieg erspielt werden.

Der Start beim gastgebenden TSV Kusterdingen am Samstag Abend verlief dabei allerdings noch nicht optimal. Nur ein Doppel wurde auf Seiten der Rottweiler durch Lehnert/Lehmann gewonnen und im vorderen Paarkreuz war nur Spitzenspieler Gerd Müller erfolgreich. Bis dahin lag der TTC Rottweil zurück. Die Wende erfolgte nun durch Herwig Lehnert und Stefan Reichelt, die mit ungefährdeten Siegen ein zwischenzeitliches 4:3 für die Gäste aus der Reichsstadt herstellten. Beim Vorsprung von einem Zähler blieb es zum Ende des ersten Durchgangs, da im hinteren Paarkreuz nur Mannschaftsführer Timo Lehmann seinen Gegenüber bezwingen konnte.

Nun legten die Reichsstädter aber los. Im zweiten Durchgang nahm die bislang knappe Partie eine deutliche Wendung zu Gunsten der TTCler. Von den folgenden fünf Einzeln konnten durch Müller, Haag, Reichelt und Lehmann, der den Schlusspunkt setzte, vier gewonnen werden. Die Rottweiler verließen die Kusterdinger Halle mit einem Endstand von 9:5 und zwei Punkten.

Am mittlerweile fast schon obligatorischen Doppelspieltag empfingen die TTC-Akteure am Sonntag Morgen in der heimischen Halle die Gäste aus Grosselfingen. Die Grosselfinger traten stark ersatzgeschwächt an, während die Rottweiler personell aus dem Vollen schöpfen konnten. Der Favoritenrolle wurde das Team um Kapitän Lehmann auch sogleich gerecht, als es nach Doppeln mit 2:1 in Führung ging. Sogar ein 3:0 lag zwischendurch in der Luft. Vorne gewann Müller souverän, während Abwehrspieler Haag gegen Grosselfingens Spitzenspieler Heine in einem sehenswerten Match letzten Endes nur knapp verlor. Dabei sollte es aber für die Gäste aus dem Zollernalbkreis bleiben. Ab sofort gingen alle verbleibenden Einzel an die Rottweiler. Lehnert, Reichelt, Lehmann, Wöhrstein, Müller und Haag waren erfolgreich und erspielten einen nie gefährdeten 9:2 Endstand.

Mit 8:4 Punkte rangiert Rottweils Erste aktuell auf einem guten dritten Platz. Wichtige Punkte gegen den Abstieg wurden bereits eingefahren. Jedoch dürften diese erst die halbe Miete darstellen. Daran, dass die TTCler aber wesentlich stärker als beim letzten Bezirksliga-Aufenthalt, der 2014 mit dem Abstieg endete, einzuschätzen sind, zweifelt innerhalb der Tischtennis-Region wohl niemand mehr.

Herren I und Herren III mit Kontakt zu den Aufstiegsrängen

Am vergangenen Wochenende gelang es sowohl der ersten wie auch der dritten Herrenmannschaft des TTC Rottweil mit souverän herausgespielten Siegen jeweils den dritten Tabellenplatz einzunehmen.

   Den Herren I gelang es sowohl ihre Auswärtspartie am Samstagabend beim Tabellenletzten aus Kusterdingen mit 9:5 – wie auch das sonntagmorgens stattfindende Heimspiel gegen den nicht zu unterschätzenden Mitaufsteiger aus Grosselfingen mit einem haushohen 9:2 zu ihren Gunsten zu entscheiden. Die punktetechnisch herausragenden Spieler auf Seiten der Reichsstädter waren an diesem Wochenende Spitzenspieler Gerd Müller wie auch Mannschaftskapitän Timo „Rückhand-Peitsche“ Lehmann. Aber auch die übrigen Mannschaftskollegen um Abwehr-Ruderer Herwig Lehnert – Dominik Haag, Markus Woehrstein und Stefan „Block-Konter-Schuss“ Reichelt – konnten sich nicht unerheblich in die Punkteränge eintragen, sodass mit diesen beiden relevanten Erfolgen schon einmal ein riesen Schritt bezüglich des angestrebten Klassenerhaltes realisiert worden sein könnte. Mit nun nur einem Zähler Rückstand auf die ersten beiden Aufstiegsränge zur Landesliga sollte man sich allerdings nicht zu früh träumend in Sicherheit wiegen, sondern weiterhin von Spiel zu Spiel denken. Denn obwohl in dieser ausgeglichen starken Klasse Alles möglich zu sein scheine, kann die einzige Zielsetzung weiterhin nur der frühen Klassensicherung gelten.

   Nach der bitteren und völlig unnötigen Niederlage vor einer Woche gegen den TTC Wellendingen, galt es nun für die Dritte, sich schleunigst zu rehabilitieren, um nicht bereits zu einem frühen Zeitpunkt der Saison den Kontakt zu den beiden Aufstiegsrängen aus den Augen zu verlieren. In Spaichingen erwartete die Mannen des ewigen Mannschaftsführers Frieder „Warrior“ Reichelt allerdings eine äußerst knifflige Aufgabe, da die ebenfalls dritte Garde der Primstädter nicht nur Absteiger Endingen bezwingen konnte, sondern bis dato sogar in all ihren bisherigen Partien ungeschlagen blieb.

   Für den verhinderten Manuel Schubnell rückte wiedereinmal Ersatz-„Verstärkung“ Alexander Bach ins Team und komplettierte somit neben Sergej Traub das vordere Paarkreuz, sodass man sich durchaus Hoffnung machen konnte, etwas Zählbares mit nach Rottweil zu nehmen. Im Gegensatz zum Katastrophenbeginn in Wellendingen gelang es dieses Mal zumindest zwei der Eingangsdoppel zu gewinnen, so dass sich darüber hinaus auch Fortuna in allen ausgespielten Fünfsatzspielen hold erwies. Einzig der an diesem Tag nicht zu bezwingende Spitzenspieler des SV Spaichingen, Ludwig Weidner, knöpfte den TTC´lern beide Einzel ab. Aus einer konzentrierten und starken Mannschaftsleistung ragte einmal mehr der momentan überragend spielende und vor Selbstvertrauen strotzende Stefan Link noch hervor, der beide Einzel wie auch das Doppel an Seiten Sergej Traubs zum schlussendlich klaren 9:4 Auswärtssieg beisteuern konnte. Somit kann das Ziel weiterhin nur lauten: Sofortiger Wiederaufstieg!!!

Zwei Jugendteams Tabellenführer der Bezirksklasse

Am vergangenen Wochenende gelang es sowohl den Schülern wie auch den Jugendlichen des TTC Rottweil jeweils die alleinige Tabellenführung in ihren Bezirksklassen zu übernehmen. In der höchsten Schülerklasse des Bezirkes gewannen die Rottweiler Nachwuchsspieler um Nils Speckhardt und Paul Schäfer ihre beiden Spiele mit 8:2 gegen den SV Marschalkenzimmern und mit 9:1 gegen den TTV Hardt und haben somit als aktueller Spitzenreiter die besten Chancen ihren Titel aus dem Vorjahr zu verteidigen. Von den Erfolgen der Jüngsten angespornt, verwies auch die zweite Jugendmannschaft der Reichsstädter in der Bezirksklasse U18 die Gäste des TTV Dunningen mit 6:0 und den SV Spaichingen mit 6:2 in die Schranken und konnte sich damit ebenfalls weiterhin ungeschlagen an die Tabellenspitze setzen. Die beiden Ersatzspielerinnen aus der Mädchen-Verbandsklasse, Denise Döttling und Selin Wehrmann, waren an diesem Tage in keinem ihrer Spiele zu bezwingen und trugen so maßgeblich zu dieser starken Tagesleistung bei.

Tabellenführung souverän verteidigt!!!

Am vergangenen Samstag ging es für den Tabellenzweiten aus Rottweil auswärts gegen den unangenehmen Aufsteiger aus Dürbheim, der vor allem wegen seines starken vorderen Paarkreuzes und den ausgeglichenen Doppeln nicht unterschätzt werden durfte. Neben dem beruflich verhinderten Norbert Zeiselmeier fiel dann leider auch noch kurz vor dem Wochenende Linkshänder Philipp Schumpp aufgrund einer relativ kurzfristigen, operativen Untersuchung aus, sodass sich Routinier Andreas Wehrmann trotz seiner chronischen physiologischen Beschwerden dazu bereit erklärte, seinen Kameraden, mit denen er vor knapp eineinhalb Jahren noch in die Bezirksliga aufgestiegen war – im Rahmen seiner momentanen Möglichkeiten – so gut es nur gehen möge zu helfen. Hierfür noch einmal herzlichsten Dank.

   Somit war allerdings klar, dass es ein nicht allzu leichter Ritt zu den nächsten zwei Punkten werden würde, vor allem nachdem die Hausherren bereits in ihrem ersten Spiel des Abends gegen Vöhringen mit vier gewonnenen Doppel und ebenso vielen Siegen im vorderen Paarkreuz ihre Gefährlichkeit aufblitzen ließen. So zeichnete sich auch gleich in Eingangsdoppeln ein äußerst enger Spielverlauf ab. Bis auf das Rottweiler Spitzendoppel Michael Angster und Markus Woehrstein – welches seine Partie zum wiederholten Male klar mit 3:0 für sich entscheiden konnte – ging es in den anderen beiden Spielen heiß her. Jeweils im Entscheidungssatz konnten sich sowohl die Dürbheimer als auch die Reichsstädter je einen hart umkämpften Sieg ergattern, wobei Melanie Stecher und Sergej Traub mit einer spielerisch wie kämpferischen Glanzleistung das gegnerische Spitzendoppel in die Knie zwangen. Als dann im Anschluss nur Angster und Wehrmann ihren Gegnern zum einem jeweils knappen Sieg gratulieren mussten, lag man folglich nach dem ersten Einzeldurchgang schon relativ komfortabel mit 6:3 in Front.

   Beim anschließenden Spitzen-Einzel zwischen Bronner und Woehrstein untermauerte der Rottweiler Vorstand mit einem haushohen 3:0 Erfolg seine an jenem Abend bestechende und saisonal betrachtet wohl beste Tagesform, sodass auch die parallel dazu stattfindende Niederlage Angsters nicht mehr wirklich ins Gewicht fallen sollte. Insbesondere auch deswegen, weil die an diesem Tage ebenfalls sehr spielstarken Stecher und Friede mit zwei klaren Erfolgen dann endgültig den Deckel drauf setzten, sodass ein verdienter, ungefährdeter und vor allem immens wichtiger Auswärtserfolg zu Buche stand. Leider zählte somit das bereits souverän und siegreich gestaltete Einzel Sergej Traubs nicht mehr in die Tageswertung, was aber der Freude über die fortwährende Tabellenführung – gemeinsam mit dem punktgleichen TTC Wehingen – keinen Abbruch tun sollte. Nach einer nun vierwöchigen Spielpause – zumindest für die meisten Spieler – geht es für die zweite Herrenmannschaft dann an einem Doppelspieltag zu Hause gegen die beiden Gastmannschaften des TTV Hardt und des TTC Vöhringen. Besonders letztgenannte sind aufgrund ihrer ausgeglichen starken Aufstellung gar verstärkt ernst zu nehmen. Doch auch die Hardter präsentierten sich bisher in allen ihren Partien als äußerst zähe und kampfstarke Truppe, sodass voraussichtlich den kompletten Tage über eine hohe Konzentration auf Seiten der Hausherren gefordert sein möge.

Rottweiler Invaliden-Truppe chanchenlos gegen starke Nusplinger

TTC Rottweil – TSV Nusplingen II 4:9

Zum ersten von leider nur zwei Lokalderbys pro Halbrunde empfingen die Rottweiler die Zweitvertretung des TSV Nusplingen. Gegen einen stark eingeschätzten Gegner standen die Vorzeichen für die Reichsstädter alles andere als gut: mehr als die Hälfte der Truppe um Kapitän Timo Lehmann ging körperlich angeschlagen in das Spiel. Manch einer war allerdings lediglich „morsch“ und hatte mental mit dem Ballabsprung der selbst ausgewählten Tische zu kämpfen… 😉

Zu allem Überfluss zeigten die Nusplinger auch noch richtig gutes Tischtennis. Das Spiel schien an den Rottweilern regelrecht vorbeizuziehen. Bereits nach den Doppeln mit 1:2 ungewohnt zurückliegend, ging in Folge nicht mehr viel. Zum Ende der Spielzeit von insgesamt rund drei Stunden stand eine 4:9-Niederlage der Reichsstädter zu Buche.

Einzig Abwehr-Crack Herwig Lehnert konnte überzeugen. Im vorderen Paarkreuz gewann er nach tadelloser Leistung seine beiden Einzel. Leider reicht es bei einer 6er-Mannschaft nicht, wenn nur ein Akteur überzeugt.

Nach gutem Saisonstart sind die Rottweiler auf dem Boden der Tatsachen angekommen. Es gilt nun die Wunden zu pflegen und wieder zur Form des Saisonstarts zurückzufinden.

Positive Zwischenbilanz für 1. Herren nach drei Spielen

Guter Saisonstart für Rottweils Erste Herren

Nachdem die erste Herrenmannschaft des TTC Rottweil in der letzten Saison den Titel in der höchsten Bezirksspielklasse erspielte, lautete das Ziel für die neue Spielrunde nur auf Klassenerhalt. Eine Liga höher startend bekommen die Reichsstädter es nun mehrheitlich mit Teams aus dem Raum Reutlingen oder Tübingen zu tun.

Das erste Saisonspiel konnte bereits Ende September gewonnen werden. Das 9:6 gegen die Zweitvertretung der SpVgg Mössingen zeigte bereits, dass die Rottweiler nach dem Wiederaufstieg dieses mal länger als nur eine Saison in der Bezirksliga spielen wollen.

Am vergangenen Wochenende bekam es nun mit zwei besonders schweren Gegnern zu tun. Gegen die hochgehandelten Akteure des TTC Ergenzingen II gelang am Samstag Abend in der heimischen Doppelsporthalle ein sensationeller Sieg. Dieser fiel mit 9:4 sogar relativ hoch aus, wobei man fairerweise erwähnen muss, dass die Rottweiler nahezu alle engen Partien für sich entscheiden konnten. Bereits die Doppel zeugten von der aktuell guten Form der Reichstädter. Zwei der drei Eröffnungsmatches gingen an die Gastgeber. Spitzenspieler Gerd Müller und Abwehrass Herwig Lehnert konnten in der Folge jeweils beide Einzel gewinnen. Je einen Einzelpunkt steuerten Dominik Haag, Stefan Reichelt und Markus Wöhrstein bei.

Nach einer kurzen Nacht ging es für das siegreiche Team am Sonntag Morgen zum Auswärtsspiel bei der TuS Metzingen. Der Landesliga-Absteiger um Abwehr-Bollwerk Martin Skokanitsch gehört ebenso zum Favoritenkreis um die Meisterschaft. Jedoch erwischte der Aufsteiger aus der Neckarstadt einmal mehr den besseren Start. Müller/Reichelt und Lehnert/Lehmann erspielten zwei von drei möglichen Doppelpunkten. Danach punktete allerdings nur Herwig Lehnert zum zwischenzeitlichen 3:6 aus Rottweiler Sicht. Zu Beginn der zweiten Spielhälfte trumpfte Gerd Müller allerdings gegen Skokanitsch groß auf. Sein knapper Sieg zeigte, dass die Gäste noch im Spiel waren. Von den nächsten vier Einzeln konnten durch Reichelt und Lehmann zwei gewonnen werden. Ein Unentschieden lag beim 6:8-Zwischenstand noch im Bereich des Möglichen. Leider erwischte der sichtlich erkrankte Rottweiler Vorstand Markus Wöhrstein nicht seinen besten Tag und musste Gegenüber Taubert und damit dessen Metzinger Team zum Gesamtsieg gratulieren.

Das sportliche Aushängeschild des TTC Rottweil ist nichts desto trotz mit 4:2 Punkten gut in die Saison gestartet und hat in dieser Form sicherlich Chancen am Ende die Klasse zu halten.

Verdienter Erfolg ebnet den Weg zur Tabellenführung

Nachdem man am vergangenen Donnerstag an einem Trainingsabend zu Hause in einem Lokalderby gegen die nicht zu unterschätzenden Gäste der SG Deisslingen in einem erneuten Herzschlagfinale noch gerade so mit 9:7 die Oberhand behalten konnte, galt es für die zweite Herrenmannschaft bereits zweieinhalb Tage später die nicht zu unterschätzenden Gäste des TSV Nusplingen in Schach zu halten.

    Zwar konnte Rottweil erstmalig in dieser Saison – zumindest von Position 1 bis 5 – komplett an die Platte treten, doch sowohl Markus Woehrstein wie auch Michael Angster waren beide gesundheitlich ziemlich angeschlagen, sodass sich durchaus ein enger Spielverlauf abzuzeichnen drohte. Norbert Zeiselmeier konnte wegen eines grippalen Infekts gar nicht erst mitwirken. Doch die Hausherren legten ab des ersten Ballwechsels an ein hohes Maß an trotzigem Kampfgeist an den Tag und gingen äußerst motiviert und fokussiert an die Platte.  So gelang es tatsächlich, dass man selbst die engen Spiele für sich entscheiden konnte und somit vorentscheidend mit 7:2 in Font lag. Der Drops schien gelutscht. Einzig der kraft- und chancenlos agierende Michael Angster musste sich leider sowohl im Doppel, an der Seite Holger Friedes, als auch in seinem Einzel geschlagen geben. Als danach aber der nicht weniger erkältete und total geschwächte Markus Woehrstein das Spitzeneinzel gegen Schreiber aufgrund seines Gesundheitszustandes – wie auch schon vier Stunden zuvor mit der Ersten in Metzingen – leider abgeben musste und anschließend ebenfalls Angster wie auch Philipp Schumpp ihre Spiele auch noch knapp verloren, keimten beim Gast vom Heuberg doch noch einmal Funken der Hoffnung auf. Diese wurden allerdings sofort im Gegenzug durch die an diesem Tage überragend spielende Melanie Stecher und Routinier Holger Friede im Keim erstickt, sodass an einem herrlich sonnigen Sonntagnachmittag im Endeffekt nicht nur ein relativ souveräner Heimsieg heraus sprang, sondern man sich somit auch mit der momentan noch mit Wehingen zu teilenden Tabellenführung belohnte.

    Am kommenden Samstag geht es dann wieder Auswärts gegen den starken Aufsteiger aus Dürbheim, der vor allem wegen seines starken vorderen Paarkreuzes nicht zu unterschätzen sein sollte.

Erneuter Nervenkrimi mit verdient glücklichem Ausgang

Nachdem man bereits vor knapp drei Wochen nach toller Aufholjagd noch einen verdienten Zähler mit aus Aldingen nehmen konnte, ging es für die zweite Herrenmannschaft nun an einem Trainingsabend zu Hause in einem Lokalderby gegen die nicht zu unterschätzenden Gäste der SG Deisslingen, diese heuer mit einem Auswärtssieg beim TTV Hardt, prinzipiell zu fünft spielend, gleich einmal aufhorchen ließen, dass man sie – sowieso wieder einmal nicht in Bestbesetzung antreten könnend – gewiss nicht einfach so im Vorbeigehen besiegen möge. Achtung war also geboten.

    In den Eingangsdoppeln gelang es den Hausherren noch mit zwei einkalkulierten Siegen in Führung zu gehen, wobei das Rottweiler Spitzendoppel Angster/Woehrstein erneut souverän agierend, sowie die Paarung Friede/Link knapp – jedoch verdient – im Entscheidungssatz siegend die notwendigen Punkte erspielten. Doch im Anschluss sollte für einige Zeit nicht mehr all zuviel zusammenlaufen, sodass – außer des klaren Erfolges Markus Woehrsteins gegen Abwehr-Oldie Strunskij – alle weiteren vier Einzel überraschend verloren gingen. Einzig Holger Friede gestaltete seine Partie gegen Huber ausgeglichen, musste sich im Endeffekt dennoch äußerst knapp und unglücklich geschlagen geben. Folglich stand es zur Überraschung aller Beteiligten wie in der Halle anwesenden Zuschauer 5:3 für den Außenseiter aus der nur knapp sechs Kilometer entfernt liegenden Nachbargemeinde.

    Doch der in den letzten Wochen stark aufspielende und hoch motiviert seiende Stefan Link war nicht ansatzweise gewillt an diesem Tage nur der auffüllende Ersatzspieler zu sein, sodass er mit vollem Einsatz und einer absolut konzentrierten Leistung sein Spiel gegen Emminger relativ dominant mit 3:0 für sich entschied. Dies sollte sich als die Trendwende im Spiel der Reichsstädter herausstellen, sodass sich von den nächsten fünf Spielen nur Holger Friede, der leider nicht seinen besten Abend erwischte, seinem Gegenüber beugen musste. Doch im Gegensatz zum souveränen 3:0 Erfolg Philipp Schumpps mussten sowohl Markus Woehrstein, als auch Michael Angster und Sergej Traub in den Entscheidungssatz, wobei die beiden letztgenannten jeweils einen 1:2 Satzrückstand noch zu ihren Gunsten wenden konnten. Woehrstein gelang es im vierten Satz gegen Stegmann zunächst nicht, drei Matchbälle zu verwerten, sodass er im finalen Satz sogar noch einem 1:7 Rückstand beinahe aussichtslos hinterher laufen musste. Das Spiel schien verloren. Doch das nötige Selbstvertrauen der vergangenen Wochen ließen ihn zu jeder Zeit weiterhin an der Sieg glauben, weswegen es ihm auch tatsächlich noch gelang, mit aggressiven Topspins und Blockbällen das Heft in die zu nehmen und das Ruder herumzureißen. Nun lag es wiederum an Ersatzverstärkung Stefan Link den Siegpunkt für die Rottweiler Hausherren zu erzielen. Doch bedauerlicherweise musste er sich trotz toller Ballwechsel gegen den an jenem Abend stark aufspielenden Reger knapp in vier Sätzen geschlagen geben, der es somit seinem Team doch noch einmal erlaubte, über die Hintertür des Abschlussdoppels an ein Remis auch realistisch glauben zu dürfen. Von den zurückliegenden Auftritten ihres gemeinsamen Doppels selbstsicher gestärkt, gelang es sowohl Angster als auch Woehrstein noch einmal ihres Bestes Tischtennis in das Finalspiel zu implementieren, wo sie sich allerdings trotz klarer Führungen doch zwei Sätze beinahe fahrlässig aus den Händen gleiten ließen. So musste also ein finaler, allerletzter Satz über Sieg oder (enttäuschendes) Remis entscheiden. Die Spur wurde jedoch schnell wieder gefunden – der Sieg im doppelten Sinne erklommen. So konnten sich – neben eines weiterhin ungeschlagenen Spitzendoppels – mal wieder alle sechs Mannschaftskameraden als Punktelieferanten verewigen, sodass es wie schon beim Krimi in Aldingen vor knapp drei Wochen mal wieder eine tolle und geschlossene Mannschaftsleistung war, diese die Reichsstädter jubeln ließ. Summa summarum ein absolut verdienter, doppelter – wenn auch ein wenig glücklicher – Punktgewinn für die Zweite des TTC.

Am kommenden Sonntag geht es dann gleich ebenfalls zu Hause gegen die – sofern in Bestbesetzung antretend – stark einzuschätzenden und unangenehm zu spielenden Gäste des TSV Nusplingen, wo man mit einem Sieg sogar die Möglichkeit hätte, die alleinige Tabellenführung zu übernehmen. Aber ein Schritt nach dem anderen.